Tuesday, July 23, 2024

John Bolton: „Ich glaube nicht, dass Donald Trump die Nato grundlegend versteht“

- Advertisement -
- Advertisement -
Hier können Sie unsere WELT-Podcasts hören
Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine widerrufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an“ stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u.a. die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du hier. Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Schalter und über Privatsphäre am Seitenende widerrufen.

John Bolton kennt Donald Trumps militärisches und strategisches Denken so gut wie kaum ein anderer. Von 2018 bis 2019 war er sein Nationaler Sicherheitsberater. In Washington DC stellte er sich den Fragen von WELT-TV-Chefredakteur Jan Philipp Burgard.

WELT: Herr Botschafter Bolton, Sie haben unzählige Stunden mit Präsident Trump im Weißen Haus im Oval Office verbracht und über Außenpolitik diskutiert. Was hält er wirklich von der Nato? Glaubt er wirklich, dass die Nato obsolet ist?

John Bolton: Ich glaube nicht, dass er die Nato grundlegend versteht, dass er das Konzept einer kollektiven Verteidigungsorganisation verstanden hat. Er hat eine sehr einfältige Vorstellung davon. Er glaubt, dass die Vereinigten Staaten Europa verteidigen und Europa nicht dafür bezahlt. Er versteht nicht, dass ein gut funktionierendes Bündnis wie die Nato die Sicherheit aller Bündnismitglieder erhöht. Sicherlich würden 99 Prozent der Amerikaner sagen, dass die Europäer mehr für ihre Verteidigungsausgaben zahlen sollten. Aber Trump nutzt das Thema der Verteidigungsausgaben, um die Nato an sich zu kritisieren. Und ich denke, dass er im Falle eines Wahlsiegs leider den Rückzug der Vereinigten Staaten anstreben wird.

„Scholz sollte mal mit Trump Golf spielen“, sagt dessen Ex-Berater John Bolton