Monday, July 15, 2024

EM 2024: Matthäus sieht Kimmich im DFB-Team als Kroos-Nachfolger

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Mehr als 300.000 Menschen haben sich einer wohl aussichtslosen Online-Petition angeschlossen, die eine Wiederholung des EM-Viertelfinales zwischen Spanien und Deutschland fordert. Begründet wird die Forderung mit angeblich vielen Fehlentscheidungen des englischen Schiedsrichters Anthony Taylor bei der 1:2-Niederlage der deutschen Mannschaft nach Verlängerung. Der Initiator, der sich auf der Plattform Erik V nennt, führt unter anderem und zunächst die Hand-Aufregerszene in der Verlängerung an.

Spaniens Marc Cucurella hatte einen Schuss von Jamal Musiala im Strafraum an den Arm bekommen, Taylor und sein Team entschieden aber nicht auf Strafstoß. Diese Richtung der Regelauslegung hatte Uefa-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti vor dem Turnier vorgegeben.

12:47 Uhr: Markige Trainer-Worte zum Teamgeist der Spanier

Vor dem Halbfinal-Kracher gegen Frankreich beschwor Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente den Team-Zusammenhalt mit ungewohnt markigen Worten. „Ich würde für sie sterben, so wie sie für mich“, sagte der sonst eher zurückhaltende 63-Jährige mit Blick auf seine Spieler. Was andere von ihm und seiner Arbeit halten, sei im egal. Wichtig sei ihm die Meinung seiner Spieler.

Dabei gibt es auch von außen nach dem dramatischen Sieg im Viertelfinale gegen Deutschland keinen Grund zur Kritik. Spanien ist die bisher überzeugendste Turniermannschaft und geht selbst gegen das französische Starensemble um Ausnahmefußballer Kylian Mbappé am Dienstag in München als Favorit ins Spiel (21 Uhr, ZDF/Magenta TV). Der Optimismus ist riesig.

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„Wir freuen uns, dass ein ganzes Land in Euphorie ist“, sagte de la Fuente. Sein Team überzeugt mit fußballerischer Klasse, ist zudem während des Turniers als Mannschaft zusammengewachsen.

12.31 Uhr: Geht Wagner?

Julian Nagelsmanns Assistent Sandro Wagner soll einem Bericht der BILD zufolge Cheftrainer-Kandidat bei mehreren Vereinen im In- und Ausland sein. Wie das Blatt am Sonntag berichtet, habe der 36-Jährige durch seine Arbeit als Co-Trainer bei der Nationalmannschaft bei der Heim-EM Interesse geweckt. Aus DFB-Kreisen hieß es allerdings umgehend, dass Wagner mit Nagelsmann die kommenden Aufgaben in der Nations League und der Qualifikation für die WM 2026 angehen werde.

Der Vertrag des ehemaligen Nationalspielers und Bayern-Profis war wie die Arbeitspapiere der weiteren Nagelsmann-Assistenten kurz vor der EM um zwei Jahre bis zum WM-Turnier in Amerika verlängert worden. Nagelsmann hatte in seiner EM-Abschlusspressekonferenz Wagner am Samstag ausdrücklich gelobt. Es sei auch dessen Idee gewesen, Toni Kroos zu einem DFB-Comeback zu animieren. Zudem habe der Confed-Cup-Sieger von 2017 im Gegensatz zu ihm mehr Erfahrung im Profi-Fußball.

11.15 Uhr: Kimmich als Kroos-Nachfolger?

Aus Sicht von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist nach dem Aus im Viertelfinale der EM Joshua Kimmich der geeignete Nachfolger von Toni Kroos in der DFB-Auswahl. „Für mich gibt es nur einen und das ist Joshua Kimmich“, schreibt der 63-Jährige in seiner Sky-Kolumne. „Er war für mich gegen Spanien auch als Rechtsverteidiger unser bester Mann, wäre im Mittelfeld für mich aber noch wertvoller.“

Deutschland habe ein gutes, aber kein überragendes Turnier gespielt, so Matthäus. „Das ist gar nicht böse gemeint. Man hat eine große Euphorie entfacht, aber für die Note Eins fehlt uns das Halbfinale und Finale oder auch die ein oder andere bessere Leistung in den Partien, die wir absolviert haben.“ Außer zum Auftakt gegen Schottland (5:1) habe die DFB-Auswahl „kein sehr gutes Spiel gemacht“, erklärt Matthäus.

Lothar Matthäus

TV-Fußballexperte Lothar Matthäus
Quelle: dpa/Tom Weller

Dennoch sieht der Weltmeister von 1990 die Nationalmannschaft mit Blick auf die nächsten Turniere auf einem guten Weg. Deutschland gehört laut Matthäus zu einem Kreis von acht Teams, die für einen Titel infrage kommen. „Man braucht natürlich das Quäntchen Glück, denn wir sind sicher nicht vor den anderen Ländern.“

10.48 Uhr: TV-Verteilung des Halbfinales steht

Die TV-Sender ARD und ZDF haben die Verteilung der Halbfinal-Begegnungen bekanntgegeben. Das erste Semifinale zwischen Spanien und Frankreich am Dienstag (21.00 Uhr) läuft im Zweiten. Das Spiel Niederlande gegen England wird am Mittwoch (21.00 Uhr) von der ARD übertragen.

Dass das Finale am kommenden Sonntag im Ersten läuft, stand bereits vor dem Turnier fest. Die drei letzten Spiele der EM werden zudem beim kostenpflichtigen Anbieter MagentaTV gezeigt. Für RTL ist das Turnier mit der Übertragung des letzten Viertelfinales am Samstagabend beendet.

8.52 Uhr: Ex-Bundestrainer Vogts schlägt Änderung beim VAR-Einsatz vor

Der frühere Nationalspieler und Bundestrainer Berti Vogts hat nach der Hand-Aufregerszene beim Viertelfinalaus der deutschen Mannschaft gegen Spanien eine Regeländerung angeregt. „Vielleicht sollte man aufgrund dieser Szene darüber nachdenken, dass jede Mannschaft pro Halbzeit einmal den VAR anrufen kann, um eine Entscheidung zu prüfen, so wie es in anderen Sportarten üblich ist“, schrieb der 77-Jährige in einer Kolumne der „Rheinischen Post“.

Spaniens Marc Cucurella hatte in der Verlängerung einen Schuss von Jamal Musiala im Strafraum an den Arm bekommen, der englische Schiedsrichter Anthony Taylor und sein Team entschieden aber nicht auf Strafstoß. Deutschland verlor 1:2.

„Ich ärgere mich maßlos über den Schiedsrichter. Dass er in der Szene mit dem Handspiel nicht nochmal auf die Video-Bilder schaut, kann ich absolut nicht nachvollziehen“, schrieb Vogts. „Wozu gibt es die ganze Technik? Sonst wird bei jedem Einwurf alles zweimal hinterfragt und in der für die deutsche Mannschaft, den EM-Gastgeber, wichtigsten Szene des gesamten Turniers passiert nichts?“

8.25 Uhr: Saka überwindet Trauma

Bukayo Saka war überglücklich. Mit breitem Grinsen kommentierte der zum „Man of the Match“ gewählt englische Angreifer das 5:3 (1:1/1:1/0:0) im Elfmeterschießen gegen die Schweiz und den Einzug der Three Lions in das Halbfinale der EM. „Diese zwei Spiele können unser Leben verändern. Wir können Geschichte schreiben“, sagte Saka mit Blick auf das Halbfinale am Mittwoch in Dortmund und das mögliche Endspiel am Sonntag in Berlin.

Mit einem Mal war sein Trauma von der EM 2021 überwunden. Sein vor heimischer Kulisse im Finale von Wembley gegen Italien verschossener Elfmeter und die anschließende mitunter rassistische Kritik vieler enttäuschter England-Fans hinderten ihn nicht daran, zum Krimi vom Punkt anzutreten – und eiskalt zu verwandeln. „Ich konzentriere mich nicht auf die Vergangenheit, sondern auf das, was vor mir liegt. Ich bin cool geblieben und habe ihn verwandelt“, kommentierte der Dribbelkünstler vom FC Arsenal: „Man kann einen Fehlschlag haben, aber man muss wieder aufstehen.“

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Erfolgreicher Minimalismus

7.30 Uhr: Joker Weghorst ein „Albtraum“ für die Gegner

Am Halbfinaleinzug der Niederländer hatte die Einwechslung von Super-Joker Wout Weghorst gegen die Türkei maßgeblichen Anteil – und seine Teamkollegen wussten das genau. „Er hat auf jeden Fall sehr geholfen“, sagte Verteidiger Nathan Aké: „Es ist ein Alptraum, wenn man gegen ihn spielt. Er ist stark, er ist eine Plage im Strafraum und er kämpft um alles, er rennt allem hinterher. Er ist für uns eine große Bereicherung.“

Ähnlich äußerte sich Offensivstar Cody Gakpo, nachdem Oranje im Viertelfinale im Berliner Olympiastadion auch dank des zur zweiten Halbzeit eingewechselten Weghorst den 0:1-Rückstand noch in ein 2:1 gedreht hatte. „Er ist groß, er ist gut in der Luft, er kämpft um jeden Ball, der in den Strafraum fliegt“, meinte Gakpo: „Ich bin sehr glücklich, dass Wout heute Wout sein konnte.“

3.30 Uhr: Nagelsmann rechnet weiter mit Gündogan

Julian Nagelsmann geht davon aus, dass Kapitän Ilkay Gündogan auch in Zukunft für die Fußball-Nationalmannschaft auflaufen wird. „Klar freue ich mich, wenn er weitermacht. Stand jetzt, gehe ich auch davon aus, dass er weiter zur Verfügung steht. Aber das soll Ilkay am Ende selbst entscheiden und auch selbst verkünden“, sagte der Bundestrainer am Tag nach dem deutschen EM-Aus gegen Spanien in Herzogenaurach.

Einen großen Umbruch in der Mannschaft soll es nicht geben. „Es macht keinen Sinn, den kompletten Kader durchzuwürfeln. Wir haben einen großen Stock, der die WM noch spielen kann“, sagte Nagelsmann. Lediglich in Nuancen soll das Team verändert werden.

Nagelsmann will den älteren und besonders verdienten Akteuren im DFB-Team wie Manuel Neuer oder Thomas Müller die Zeit im Urlaub geben, selbst ihre Situation zu reflektieren und einzuschätzen. „Am Ende finde ich, sind solche großen Spieler auch absolut selber im Lead, das auch selbst für sich zu bewerten und zu entscheiden, was das Beste für ihre Karriere ist“, sagte er.

Alle Spiele der Heim-EM im Überblick:

Spielplan der EM 2024 mit allen Ergebnissen
EM-Spielplan als PDF zum Ausdrucken

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