Tuesday, July 23, 2024

Deutschland-Spanien im Ticker: Verlängerung in Stuttgart – Deutschland drängt auf die Führung

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Der Traum vom vierten EM-Triumph nach 1972, 1980 und 1996 hat sich für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nicht erfüllt. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann verlor am Freitag in Stuttgart im Viertelfinale der Heim-Europameisterschaft gegen Spanien mit 1:2 (1:1, 0:0) nach Verlängerung und schied aus. Es war ein großes Drama nach einer großen Leistung. Die deutschen Spieler in der Einzelkritik.

Manuel Neuer: Der National-Torhüter kam an diesem denkwürdigen Fußball-Freitag zu seinem 39. Spiel bei einer EM- oder WM-Endrunde. Damit überholte er Bastian Schweinsteiger und ist nun alleiniger Rekordhalter für Deutschland. Bereits nach 54 Sekunden musste er einen Schuss von Pedri entschärfen, hielt dann auch stark gegen Laporte (23.). Bei zwei Schüssen der Spanier musste er nachfassen, bei beiden Toren ohne Chance. Pech für den Münchner, zuvor hatte die deutsche Elf vier Viertelfinalspiele bei einem großen Turnier mit ihm im Tor gewonnen. Note 3

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Manuel Neuer

Joshua Kimmich: Da viel über rechts ging, war er mehr am Ball als David Raum links. Der Münchner rackerte viel und ging energisch in die Zweikämpfe. Kurz vor dem Ende mit einer perfekten Vorarbeit zum 1:1, als er den Ball per Kopf für Wirtz auflegte. In der Verlängerung einer der besten deutschen Spieler, kämpfte unermüdlich, war offensiv sehr präsent und bereitete den Flugkopfball von Füllkrug vor. Allerdings ließ er Olmo am Ende bei der Flanke zum 2:1-Siegtor der Spanier gewähren. Note 3

Antonio Rüdiger: Er war zu Beginn sehr wachsam und verhinderte mit zwei starken Balleroberungen spanische Angriffe. Allerdings kassierte er nach einem Foul an Olmo recht früh die Gelbe Karte. Das Foul musste er machen, sonst wäre es gefährlich geworden. Der Verteidiger von Real Madrid strahlte meist Ruhe aus. Er köpfte viele Bälle hinten heraus. Am Ende aber stand er falsch und nicht nah genug an Merino, der Spanien ins Halbfinale köpfte. Welch Tragik in diesem Moment, vorher war Rüdiger meist souverän. Note 3

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Jonathan Tah: Gegen Dänemark war er gelbgesperrt, nun rückte er für Nico Schlotterbeck, der ihn im Achtelfinale vertrat, wieder in die Innenverteidigung. Der Leverkusener agierte mit sehr viel Ruhe und Übersicht. Er spielte abgeklärt – gewann allein vor der Pause 80 Prozent seiner Zweikämpfe. Note 2

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Handspiel in der Verlängerung

David Raum: Defensiv agierte der Leipziger sehr gut, nur nach vorn blieb er einiges schuldig. Wenn er die Gelegenheit für eine Flanke hatte, kamen diese leider zu ungenau in die Mitte. Hatte seine Aktie am 0:1, als er Yamal nicht attackierte und ihn flanken ließ. Nicht so stark wie im Achtelfinale gegen Dänemark. Note 4

Emre Can: Der Dortmunder, der bei der EM bislang dreimal eingewechselt wurde, spielte erstmals von Beginn an. Er ersetzte Robert Andrich im defensiven Mittelfeld, weil der Bundestrainer ihn für geeigneter hielt, mit ihm im Spiel auf Dreierkette umzustellen. Sein Spiel begann mit einem Fehlpass, der Spaniens erste Chance einleitete. Can fing sich dann schnell, hatte gute Balleroberungen und agierte resolut in den Zweikämpfen. 13 hatte er in Halbzeit eins, gewann 54 Prozent. Licht und Schatten. Musste zur Pause raus. Der Plan Nagelsmanns mit Can ging nicht auf. Note 4

Toni Kroos: Er foulte in den ersten sieben Minuten gleich zweimal. Der Spanier Pedri musste verletzt raus – Diagnose: Innenbandzerrung. Die Spanier tobten. Kroos hatte großes Glück, dass es dafür jeweils kein Gelb gab. Er versuchte das Spiel anzutreiben, aber es gelang ihm nicht so viel Gutes wie noch in den Partien zuvor. In der 67. Minute kassierte er dann nach einem taktischen Foul gegen Olmo die Gelbe Karte. Es war sein fünftes Foul in der Partie. Sein letztes Spiel für Deutschland, sein letztes in seiner Karriere – welch tragischer Abschluss. In der Nachspielt der Verlängerung hatte er noch eine Freistoß-Chance, doch dieser kam zu ungefährlich. Note 3

Leroy Sané: Mit seinem Tempo sollte er die Spanier beschäftigen. Der Münchner spielte zwar engagiert und war viel unterwegs, doch es fehlte diese eine Idee, dieser eine gute Lauf in die Tiefe, dieser eine gute Pass auf den Mitspieler. Sané war vor der Pause nur 14 Mal am Ball – und der zweikampfschwächste Spieler auf dem Platz, gewann nur 27 Prozent. Musste zur Pause raus. Auch bei ihm ging der Plan des Bundestrainers nicht auf. Note 4

Leroy Sané konnte gegen Spanien nicht überzeugen

Leroy Sané konnte gegen Spanien nicht überzeugen
Quelle: REUTERS

Ilkay Gündogan: Der Kapitän war viel beschäftigt in der Mitte, eroberte Bälle, hatte aber auch zwei Ballverluste, welche die Spanier jedoch nicht für sich nutzen konnten. Gündogan war dieses Mal nicht so auffällig, wie in den Spielen zuvor. Der Mittelfeldstratege musste dann für Füllkrug nach der Pause weichen. Er war glücklos. Note 4

Jamal Musiala: Offensiv fand er in der ersten Halbzeit kaum statt, da ihn die Spanier gut zudeckten. Kurz vor der Pause mit einer ganz wichtigen Balleroberung, als er im eigenen Strafraum im Stile eines Verteidigers klärte. Aber er spielte längst nicht so auffällig, wie man das von ihm kennt. Er blieb oft hängen, wenn er es allein mal probierte. Erst am Ende gefährlicher. Note 3

Kai Havertz: Er hatte nach 21 Minuten Pech, als er frei zum Kopfball kam und gut hochstieg, der spanische Torhüter aber hielt. Lauerte viel, brachte sich in Position. Behauptete sich in der 35. gut gegen Le Normand, sein Schuss mit dem schwachen rechten Fuß war aber nicht gut genug. Kurz danach mit einem katastrophalen Fehlpass im Mittelfeld, der aber ungenutzt blieb. Der Stürmer des FC Arsenal hatte die große Chance zum Ausgleich, als die deutsche Elf einen Abschlag des Keepers abfing und Havertz den Ball über ihn den Keeper und das Tor hinweg lupfte. Note 4

Florian Wirtz: (ab der 45. für Sané) Er fand nach seiner Einwechslung erst einmal kaum Bindung zum Spiel, steigerte sich dann aber enorm. In der 77. spielte er traumhaft in den Strafraum auf Füllkrug, der nur den Pfosten traf. Und kurz vor dem Abpfiff kam dann dieser eine Moment, von dem der Bundestrainer so oft spricht: Nach Vorarbeit von Kimmich erzielte Wirtz den umjubelten Ausgleich. Es war das vierte Jokertor für Deutschland – damit stellte Wirtz den EM-Rekord von 1976 ein. In der Verlängerung einer der auffälligsten deutschen Spieler. Hatte in der 106. Spielminute nach einem Pass von Thomas Müller die Riesenchance zum 2:1, sein guter Schuss ging knapp am Pfosten vorbei. Note 2

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Viertelfinale

Robert Andrich: (ab der 45. für Can) Der Leverkusener patzte vor dem 0:1, als ihm Torschütze Olmo im Rücken davonlief und den Ball ins Tor schoss. Kurz danach kassierte er dann auch gleich noch Gelb für ein Foul an Williams. In der 68. hatte er Pech, als der spanische Keeper seinen Schuss parierte. Der Leverkusener steigerte sich zunehmend. Kassierte seine zweite Gelbe. Nicht so stark wie in den Spielen zuvor. Note 4

Niclas Füllkrug: (ab der 57. für Gündogan) Der Dortmunder kam rein und animierte erst einmal die Zuschauer dazu, die Mannschaft anzufeuern. Auch auf dem Platz sorgte er für Belebung. In der 64. und 72. Spielminute kam er jeweils zu einer Kopfballchance, die er aber nicht nutzte. In der 77. Spielminute hatte er dann das ganz große Pech, als sein Schuss nach Vorlage von Wirtz nur an den Pfosten ging. In der 117. Minute erneut mit Pech, als sein Flugkopfball vom spanischen Keeper abgewehrt wurde. In der Nachspielzeit der Verlängerung vergab er die große Chance zum 2:2. Note 3

Maximilian Mittelstädt: (ab 57. für Raum): Er sorgte sofort für Power auf der linken Seite, hatte gleich eine Balleroberung, nur fand die Flanke im Nachgang keinen Abnehmer. Der Stuttgarter war bemüht, aber konnte dem Spiel dann auch nicht den entscheidenden Stempel aufdrücken. Note 4

Thomas Müller (79. für Tah) ohne Note

Waldemar Anton (91. für Havertz) ohne Note

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