Sunday, July 14, 2024

EM 2024: Österreichische Fans skandieren rassistische Parolen

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Unzählige Fans der türkischen Fußball-Nationalelf haben ausgelassen den Einzug in EM-Viertelfinale gefeiert, auch in Berlin. Nach dem 2:1-Sieg gegen Österreich zog es viele Menschen in der Hauptstadt jubelnd auf die Straßen.

Auf dem Kurfürstendamm in Charlottenburg gab es den schon traditionellen Autokorso. Die Fans hatten türkische Fahnen dabei und Beobachtern zufolge auch Pyrotechnik gezündet. Auch in anderen Orten in der Stadt gab es laute Hupkonzerte und es wurde Feuerwerk gezündet.

Zahlreiche türkische Fans verfolgten das Achtelfinale auf der Berliner Fanzone vor dem Brandenburger Tor, die für ein zusätzliches Public Viewings geöffnet war. Da das EM-Spiel nicht im frei empfangbaren Fernsehen übertragen wurde, nutzen viele türkische Fans die Möglichkeit.

Türkei-Fans feiern den Sieg ihrer Mannschaft am Breitscheidplatz in Berlin

Türkei-Fans feiern den Sieg ihrer Mannschaft am Breitscheidplatz in Berlin
Quelle: dpa/Christoph Soeder

Auch in Dortmund haben türkische Fans den Einzug ins EM-Viertelfinale gefeiert. Laut Angaben der Polizei waren nach Abpfiff zahlreiche Fans mit Autos auf dem Dortmunder Wall unterwegs.

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Demnach kam es an mehreren Stellen zu Verkehrsbehinderungen und gefährlichen Verkehrssituationen. Die Polizei ging daher mit einem Sperrkonzept gegen die Situation am Dortmunder Wall vor. Der Wall solle von den Zufahrtsstraßen gestaffelt verengt und wenn nötig gesperrt werden, hieß es am späten Abend.

23:17 Uhr: Österreichische Fans skandieren rassistische Parolen

Österreichische Fans haben vor dem Achtelfinale gegen die Türkei in Leipzig für einen Eklat gesorgt. Während einer Übertragung des Schweizer Fernsehens SRF war am Dienstag vor dem Spiel zu sehen, wie Anhänger der ÖFB-Auswahl in der Stadt zur Melodie des Lieds „L‘amour toujours“ die Parole „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ singen.

Bundesweit bekanntgeworden war die rassistische Parole durch ein Video von der Insel Sylt. Darin hatten zahlreiche junge Menschen bei einer Feier „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“ zu dem Lied von Gigi D‘Agostino gegrölt. Mittlerweile sind zahlreiche weitere Vorfälle bekannt. Auf einigen Volksfesten soll das Lied daher nicht gespielt werden, auch bei der Fußball-EM ist es nicht zugelassen.

Das eigentlich sehr friedliche Lied „L‘amour toujours“ gehört normalerweise zu den Songs, die im Umfeld der österreichischen Nationalmannschaft gespielt werden. Der Verband hatte auch einen Antrag gestellt, dass das Lied nach siegreichen EM-Spielen in den Stadien in Deutschland gespielt wird – nach den Vorfällen mit der rassistischen Parolen nahmen aber der ÖFB und die Europäische Fußball-Union davon Abstand. Der italienische DJ D‘Agostino hatte klargestellt, dass es in seinem Lied ausschließlich um Liebe gehe.

20:05 Uhr: Kapitän Gündogan – Spanien hat Respekt vor DFB-Auswahl

Kapitän Ilkay Gündogan hat das große Selbstvertrauen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor dem EM-Viertelfinale gegen Spanien bekräftigt. „Ich glaube, dass wir uns vor Spanien definitiv nicht verstecken müssen, wir haben auch extreme Qualitäten“, sagte der Profi des FC Barcelona, der am Freitag (18.00 Uhr, ARD/Magenta TV) in Stuttgart unter anderen auf seine Klub-Teamkollegen Lamine Yamal und Pedri treffen wird, im ARD-Interview. „Ich glaube, die Spanier haben mehr Respekt vor uns, als sie öffentlich zugeben.“

Ilkay Gündogan

Ilkay Gündogan
Quelle: dpa/Christian Charisius

Das 16 Jahre alte Supertalent Yamal sei ein „extrem“ besonderer Spieler, sagte der 33 Jahre alte Gündogan. „Aber man muss auch sagen, dass er noch viel dazulernen muss.“ Yamal sei in der Abwehrbewegung nicht der aktivste. „Das Problem ist, wenn du den Ball zu schnell verlierst, ist er der Hauptumschaltspieler für die Spanier“, sagte Gündogan.

Den Hauptunterschied am Freitag werde ausmachen, welche Mannschaft besser damit umgehe, nicht den Ball zu haben. „Das wird extrem wichtig in diesem Spiel“, sagte Gündogan. Mit Blick auf die aktuelle Form, die bisherigen Auftritte bei der EM, „die Attraktivität und die Effizienz“ träfen in Stuttgart „zwei der drei, vier besten Mannschaft aufeinander“, sagte Gündogan.

18.44 Uhr: Schottischer Politiker stichelt gegen England

Die Rivalität zwischen den Nachbarn England und Schottland ist groß – und wird auch von Politikern gepflegt. Mit einem Post bei X machte nun der schottische Spitzenpolitiker und Unabhängigkeitsbefürworter Stephen Flynn deutlich, wem seine Sympathien beim bevorstehenden Viertelfinale zwischen den Three Lions und der Schweiz am Samstag in Düsseldorf gelten.

Ein Foto zeigte den Fraktionschef der Schottischen Nationalpartei (SNP) im britischen Parlament mit einer Packung einer bekannten Schweizer Schokolade. „Es gibt nur eine Option zum Frühstück“, schrieb der Fan des schottischen Erstligisten Dundee United und postete die Schweizer Flagge sowie ein Berg-Emoji dazu. Die SNP, die in Schottland die Regionalregierung führt, tritt für eine Unabhängigkeit von Großbritannien und die Rückkehr in die EU ein.

17.54 Uhr: Uefa veröffentlicht Preise für EM 2025

Tickets für die Europameisterschaft 2025 der Fußballerinnen werden ab 1. Oktober im freien Verkauf angeboten. Das teilte die Europäische Fußball-Union Uefa ein Jahr vor Turnierstart mit. Die Preise für das Turnier in der Schweiz liegen zwischen 25 Schweizer Franken (knapp 26 Euro) und 90 Schweizer Franken (93 Euro).

Insgesamt stehen den Fans über 720.000 Tickets zur Verfügung, die am Spieltag auch für die öffentlichen Verkehrsmittel zur An- und Abreise innerhalb der gesamten Schweiz gelten.

17.05 Uhr: Spanien-Kapitän Morata bleibt bei Atlético

Spaniens Kapitän Álvaro Morata bleibt über den Sommer hinaus bei Atlético Madrid. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie es sein muss, in diesem Trikot etwas zu gewinnen und ich werde nicht aufhören, bis ich es geschafft habe“, schrieb der Mittelstürmer im Instagram-Kanal des spanischen Erstligisten. Der 31-Jährige hatte sich zuletzt über mangelnde Wertschätzung in seiner Heimat beklagt.

Der Vertrag des 77-maligen Nationalspielers (36 Tore) in Madrid läuft noch bis zum 30. Juni 2026. Nach Medienangaben hatte der Morata ein finanziell überaus attraktives Angebot von Al Qadsiah in Saudi-Arabien. Der Klub wird vom Spanier Michel trainiert. Morata war von 2014 bis 2016 und von 2020 bis 2022 bei Juventus Turin und von 2017 bis 2019 beim FC Chelsea.

15:17 Uhr: Journalist beleidigt Belgiens Kapitän

Für Belgiens Kapitän Kevin De Bruyne ist das EM-Aus ein schwerer Schlag. Er reagiert emotional und lässt sich auf einen verbalen Schlagabtausch mit einem italienischen Reporter ein. Der kartet anschließend noch nach.

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Belgiens Superstar Kevin De Bruyne im Viertelfinale der Fußball-EM 2024 gegen Frankreichs

Kevin De Bruyne

14:32 Uhr: Sané im Schach chancenlos

Leroy Sané hat im Teamquartier seinen Meister gefunden – zumindest am Schachbrett. „Ich habe bisher nur gegen Jamal gespielt. Also, gut bin ich darin nicht, ich kenne die Regeln“, erzählte der Offensivspieler vom FC Bayern. Größeres Talent beim königlichen Spiel wollte der 28-Jährige für sich ausdrücklich nicht reklamieren. Im Gegensatz zum Kollegen Jamal Musiala.

„Ich habe ein bisschen gespielt, um Jamal zu ärgern“, erzählte Sané gut gelaunt. Gewonnen? Nein. „Habe ich nicht“, sagte er. Sané ist also der Neuling in der sogenannten Schach-AG im DFB-Team, zu der neben Musiala auch noch Joshua Kimmich gehört. Musiala hatte jüngst in einem „Spiegel“-Interview berichtet, dass er gegen den weiteren Münchner Fußballer mit Schach-Leidenschaft wiederum noch keine Chance habe. „Na ja, ich bin auf jeden Fall noch nicht gut genug, gegen ihn zu gewinnen“, sagte Musiala.

13:44 Uhr: Lehmann nennt Spanier „Jugendmannschaft“

Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann sieht beim deutschen Viertelfinalgegner Spanien zwei spezielle Schwächen. „Sie sind eigentlich von der Qualität her vielleicht sogar einen Tick besser als wir. Aber sie sind in der Körpergröße zu klein und sie sind sehr unerfahren“, sagte er bei WELT.

Mit Blick auf die Jungstars Lamine Yamal (16) und Nico Williams (21) sagte Lehmann: „Das ist eigentlich eine Jugendmannschaft teilweise, weil sie vorn zwei Stürmer haben, die extrem jung sind.“ Die Furia Roja habe wenig internationale Erfahrung in der Achse, „angefangen vom Torwart über die Innenverteidigung bis nach vorn zu Morata. Die Mannschaft ist in der Körpergröße zu klein“, so Lehmann weiter.

12:31 Uhr: Barcelona will offenbar Nico Williams

Der FC Barcelona verstärkt seine Bemühungen um eine Verpflichtung von Spaniens Jungstar Nico Williams. Es sei das Ziel, den 21 Jahre alten Außenstürmer von Athletic Bilbao diesen Sommer zu holen, schreibt die Zeitung „Mundo Deportivo“. Nach Angaben von „Sport“ sind die Verantwortlichen bei den Katalanen mit Trainer Hansi Flick „ganz verrückt“ danach, Williams unter Vertrag zu nehmen.

Begehrt: Nico Williams

Begehrt: Nico Williams
Quelle: Getty Images/Alex Grimm

Barça hat allerdings große finanzielle Probleme und Williams hatte erst im Dezember in Bilbao bis 2027 unterschrieben. Die Ausstiegsklausel soll bei 60 Millionen Euro liegen. „Ich habe meinen Vertrag bei Athletic erst vor Kurzem verlängert, ich fühle mich dort sehr wohl. Ich bin sehr glücklich“, sagte das Toptalent kürzlich im EM-Quartier der spanischen Fußballer in Donaueschingen: „Es fühlt sich sehr seltsam an, dass Sie mich nach meiner Zukunft fragen.“

11:53 Uhr: Can fehlt beim deutschen Training

Die deutsche Mannschaft hat ohne den Dortmunder Emre Can die aktive Vorbereitung auf das Viertelfinale gegen Spanien begonnen. Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler fehlte am Dienstag in Herzogenaurach als einziger Akteur des 26-Mann-Kaders auf dem Trainingsplatz. Der DFB nannte Belastungssteuerung als Grund.

Auch Can dürfte Bundestrainer Julian Nagelsmann damit am Freitag (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Stuttgart zur Verfügung stehen. Der Leverkusener Jonathan Tah dürfte nach seiner Gelb-Sperre gegen Dänemark wieder in die Abwehr rücken, auch wenn ihn der Dortmunder Nico Schlotterbeck im Achtelfinale hervorragend ersetzt hatte. Nagelsmann sprach von einer Luxussituation, die er bei der Abwehrbesetzung habe.

11:17: Ronaldo von der BBC verspottet

Cristiano Ronaldo ist nach seinem verschossenen Elfmeter mit anschließendem Weinkrampf in aller Munde. Der Sender BBC Sport untermalt seine Analyse mit einem höhnischen Wortspiel. „Eine Schande“, findet Englands Fußball-Legende John Terry.

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Alle Spiele der Heim-EM im Überblick:

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