Monday, July 15, 2024

Habeck über Altkanzlerin: sperr Freitag 1 Uhr + „Bei Merkel waren feiner Spott und schneidender Witz zu Hause“

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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat sich in einem Interview anerkennend über die frühere Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geäußert. So attestierte er ihr unter anderem einen „schneidenden Witz“.

Habeck gratuliert Merkel zu ihrem anstehenden 70. Geburtstag am 17. Juli in einem Beitrag für das Magazin „Rolling Stone“ und zeichnet dabei ein ausbalanciertes Bild der Ex-Bundeskanzlerin: „Der feine Spott“, schreibt Habeck, „war bei ihr so zu Hause wie der schneidende Witz und Humor – das Pathos, die Emotion, die Leidenschaft weniger. Merkel als Kanzlerin war, wie sie sprach: nüchtern und analytisch.“

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Habeck beschreibt Merkel als eine Regierungschefin, die dem Land und seinen Bürgern „Normalität in Perfektion“ geboten habe. „Merkel konnte man sich beim Kuchenbacken oder Kartoffelschälen oder beim ‚Tatort‘-Gucken vorstellen“, so Habeck im „Rolling Stone“. Sie sei eine Regierungschefin gewesen, von der man gewusst habe, dass sie in den Supermarkt und ins Kino ging. „Man spürte eine Nahbarkeit, eine wohltuende Normalität“, so Habeck.

„Die Ära Merkel“ habe dem Land „Stabilität, der Union die Mitte und den Deutschen das Gefühl gegeben, dass wir Weltmeister bleiben können, indem wir alles lassen, wie es ist.“ Merkel war von 2005 bis 2021 Kanzlerin.

„Sieg über den Chauvinismus“

Eine von Merkels großen Leistungen sei, „dass sie die Union über sechzehn Jahre lang in der Mitte gehalten, sie immun gegen die Versuchung des rechten Populismus gemacht“ habe. Was man für die Zeit nach ihr „nicht ungebrochen sagen kann“, so der Grünen-Politiker in seinem Beitrag.

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Lobend hob er hervor, dass sich Merkel im Laufe ihrer Karriere gegen viele männliche Widersacher in der CDU durchgesetzt habe. Merkels „Umgang mit männlichen Parteigranden“ bezeichnet Habeck dabei als einen „Sieg über den Chauvinismus“.

Aber der grüne Wirtschaftsminister blickt auch kritisch auf das Wirken der damaligen Kanzlerin. Etliches an notwendigen Veränderungen sei liegen geblieben, „aus Sorge, dass es mit Zumutungen einhergeht“. In diesem Erbe sieht Habeck auch eine Erklärung für die Unbeliebtheit der Ampelkoalition. „Natürlich gibt es auch Management- oder Performanceprobleme“, schreibt er. „Aber vielleicht gerät Zustimmung nach einer langen Phase ohne Anstrengung auch strukturell unter Druck, wenn eine Regierung eine Reformregierung ist.“

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