Monday, July 15, 2024

Belgien – Ukraine: Pfiffe der belgischen Fans – De Bruyne ruft Mannschaft zurück

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Die belgischen Fans mussten beim Spiel gegen Außenseiter Ukraine bis zum Schluss zittern. Obwohl sie als klarer Favorit in die Partie in Stuttgart gegangen waren, lieferte das Team um Kevin De Bruyne eine enttäuschende Performance ab und blieb zum zweiten Mal in drei Spielen sieglos. Am Schluss reicht das 0:0, um als Gruppenzweiter weiterzukommen – die Fans können sich darüber offenbar nicht wirklich freuen. Zumal es jetzt im Achtelfinale gegen Frankreich geht und nicht gegen einen Gruppendritten.

Während den Verlierern aus der Ukraine applaudiert wurde, pfiff der belgische Anhang die eigenen Spieler nach der wackeligen Vorstellung heftig aus. Das wollte sich Kapitän De Bruyne wohl nicht antun – und dirigierte seine Kollegen kurzerhand zurück in Richtung Mittelkreis.

„Ich kann verstehen, dass die Leute wollen, dass wir gewinnen“, sagte er danach. „Aber wenn ich bei einem Eckball in der letzten Minute den Ball nicht kurz, sondern lang spiele und einen Konter einleite, dann treffe ich eine falsche Entscheidung und man bringt mich um. Manchmal muss man Risiko gehen und manchmal muss man schlau sein.“

Ärger mit Kamera-Team

Danach gab es auch noch Ärger mit einem Kamera-Team. Die Belgier hatten sich versammelt, Nationaltrainer Domenico Tedesco wollte dort eine kurze Ansprache halten, und auch De Bruyne richtete sich an sein Team. Die Spieler fühlten sich offenbar von dem Kamera-Team gestört, das in den Spieler-Kreis filmen wollte. Der Kapitän und Trainer Tedesco verscheuchten das Team daraufhin mit böser Miene.

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Der 38-jährige Tedesco wurde in Italien geboren, wuchs aber im Landkreis Esslingen auf. Familie und Freunde waren in die Arena gekommen, um den früheren Nachwuchstrainer des VfB Stuttgart bei seinem persönlichen EM-Heimspiel zu unterstützen. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es wäre ein normales Stadion und ein normales Umfeld für mich“, hatte Tedesco vor der Partie gesagt.

Doch die Belgier blieben vor dem Stuttgarter Publikum blass. Gerade in der Schlussphase mussten die Fans gehörig um das Achtelfinal-Ticket bangen, einen direkt aufs Tor gezogenen Eckball klärte Casteels gerade noch auf der Linie. Mit einer Niederlage wäre das Team ausgeschieden.

Mit der lautstarken Kritik der eigenen Fans geht er gelassen um. „Wichtig war, dass wir uns für die nächste Runde qualifizieren. Die Pfiffe müssen wir akzeptieren, aber meine Spieler verstehen sie nicht. Die Fans können unzufrieden sein. Aber wir brauchen sie, eine andere Botschaft habe ich nicht an sie“.

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Nationalmannschaft

Was Tedesco indes mächtig ärgerte, waren die Umstände bei der offenbar beschwerlichen Anreise. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte er. „Wir sind ohne Blaulicht von der Polizei hierher eskortiert worden, die Straßen waren vollkommen frei, sie sind mit 20 oder 25 Km/h gefahren und an jeder Ampel stehengeblieben – vor so einem wichtigen Spiel, unglaublich.“

Erst eine Stunde vor Spielbeginn seien die Belgier in der Stuttgarter Arena eingetroffen, erklärte der Coach. Das sei „keine gute Vorbereitung“ gewesen, meinte Verteidiger Wout Faes. Er wolle es aber auch nicht als Entschuldigung hernehmen.

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