Tuesday, July 23, 2024

EM 2024, Achtelfinale: Deutschland auf der bösen Seite des Spielplans

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Am Samstag läutet die Europameisterschaft in Deutschland die heiße Phase ein. Ab dann starten die K.o.-Spiele, jede Niederlage bedeutet automatisch das Aus. Die DFB-Elf trifft am Samstag (21.00 Uhr) in Dortmund auf Dänemark. Gewinnt Deutschland, wartet im Viertelfinale Spanien – der Turnierbaum will es so, dass sich die zwei wohl größten Anwärter auf den Titel in einem vorgezogenen Finale vorzeitig ausschalten. Das erinnert an das Turnier 2016.

Schon seit vergangenem Dezember, als der Spielplan von der Uefa veröffentlicht wurde, war klar, dass es zu dieser Konstellation kommen könnte. Jetzt ist der Turnierbaum mit Leben gefüllt und birgt Brisanz. Nicht nur, dass sich auf der einen Seite des Spielplans die Favoriten gegenseitig eliminieren, auf der anderen Seite könnte ein Außenseiter bis ins Finale einziehen.

Achtelfinale zwischen Rumänien und Slowenien möglich

Die Gruppensieger Deutschland, Spanien und Portugal sowie der Gruppenzweite Frankreich stehen alle auf der gleichen Seite des Turnierbaums. Das bedeutet, dass es im Viertelfinale nicht nur zum Aufeinandertreffen zwischen der DFB-Elf und der „Furia Roja“, sondern auch zu einer Neuauflage des EM-Finals von 2016 kommen könnte. Damals gewann Portugal überraschend mit 1:0 nach Verlängerung gegen den Favoriten Frankreich.

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Beendet Belgien am Mittwoch die Gruppe E als Zweiter, rutschen die „Roten Teufel“ ebenfalls in die linke Hälfte des Turnierbaums und würden im Achtelfinale auf Frankreich treffen. In der rechten Hälfte ist die Begegnung zwischen Rumänien und Slowenien im Achtelfinale möglich – rein auf dem Papier und vom Klang der Namen eine deutlich schwächere Paarung.

England und Italien haben bei diesem Turnier nur große Namen

Bisher sicher auf dieser Seite des Turnierbaums sind die starken Österreicher, die spätestens seit dem fulminanten 3:2-Sieg gegen die Niederlande zum erweiterten Favoritenkreis zählen. Außerdem England, das nach drei biederen Auftritten einmal mehr unter seinen Möglichkeiten bleibt. Und Italien, das sich erst durch einen Treffer in der letzten Minute der Nachspielzeit mühsam ins Achtelfinale hievte. Und die Schweiz, die das DFB-Team am Rande einer Niederlage hatte. Der Weg ins Finale führt hier nicht über Deutschland oder Spanien, nicht über Frankreich oder Portugal.

Kyle Walker (r.) und England überzeugten in der Gruppenphase nicht

Kyle Walker (r.) und England überzeugten in der Gruppenphase nicht
Quelle: AP/Andreea Alexandru

Während sich die Favoriten einerseits gegenseitig stürzen, ist es andererseits durchaus vorstellbar, dass eine kleine Nation den Weg bis ins Halbfinale, womöglich sogar bis ins Finale schafft – so wie Portugal vor acht Jahren.

Die Portugiesen zählten damals, anders als das aktuelle Team, bei Weitem nicht zum Kreis der Titel-Anwärter. In der Gruppenphase gewannen Ronaldo und Co. keines der drei Spiele. Mit drei Unentschieden gegen Island, Österreich und Ungarn qualifizierte sich Portugal als einer der vier besten Gruppendritten für das Achtelfinale.

Portugal wurde mit nur einem Sieg in der regulären Spielzeit Europameister

Und es blieb zunächst dabei: Portugal gewann kein Spiel, zumindest nicht in 90 Minuten. In der Runde der besten 16 schlug Portugal Kroatien 1:0 nach Verlängerung, im Viertelfinale Polen 5:3 im Elfmeterschießen. Das Halbfinale gegen Wales (2:0) war das einzige Spiel, dass der spätere Europameister in der regulären Spielzeit für sich entschied.

Portugals Eder (M.) erzielte im Finale 2016 den Siegtreffer in der Verlängerung

Portugals Eder (M.) erzielte im Finale 2016 den Siegtreffer in der Verlängerung
Quelle: picture alliance/dpa/Revierfoto

Kroatien, Polen, Wales, der Weg der Portugiesen ins Endspiel liest sich auf dem Papier recht einfach. Deutschland etwa traf im Viertelfinale auf Italien, setzte sich dank Jonas Hectors Tor im Elfmeterschießen durch. Im Halbfinale wartete dann Frankreich – für viele das vorgezogene Finale. Es schien klar, der Gewinner aus der Partie zwischen Deutschland und Frankreich würde den Gewinner aus Portugal gegen Wales schlagen.

Es kam genau umgekehrt. Und hält die Tür auf für die Träume der Außenseiter, 2024 Europameister zu werden.

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