Tuesday, July 23, 2024

AfD: „Möchte nicht auf ihn an meiner Seite verzichten“, sagt Weidel über Chrupalla

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Die AfD-Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla wollen am kommenden Wochenende auf dem Bundesparteitag in Essen wiedergewählt werden – und stärken sich nun gegenseitig den Rücken.

Weidel sagt WELT: „Tino Chrupalla und ich haben beide unterschiedliche Stärken, wir wollen als Doppelspitze weitermachen. Ich möchte nicht auf ihn an meiner Seite verzichten.“

Weidel ist innerhalb der Partei deutlich beliebter als ihr Co-Chef. 2022 war sie mit 67 Prozent an die Spitze gewählt worden, Chrupalla lediglich mit 53 Prozent. Beide hatten einen Gegenkandidaten. Da die AfD mit den beiden Bundesvorsitzenden unterschiedliche Wählergruppen anspricht, erachten beide eine gegenseitige Unterstützung als sinnvoll. Weidel macht sich auch aufgrund der anstehenden Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg im September für ihren sächsischen Kollegen stark.

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Außer Weidel und Chrupalla hat bislang niemand eine Kandidatur für die Spitzenposition angekündigt. Laut Satzung ist grundsätzlich auch eine Einzelspitze möglich. Dies müsste der Parteitag mit einer einfachen Mehrheit vor der Wahl des Bundesvorstands beschließen. Dies gilt nach aktuellem Stand zwar als eher unwahrscheinlich. Sollte aber tatsächlich die Wahl einer Einzelspitze beschlossen werden, würde die Entscheidung auf Weidel hinauslaufen. Chrupalla hätte dann kaum Chancen, sich an der Spitze zu halten.

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Chrupalla ist daher auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit angewiesen. „Mit Alice Weidel ist ein Vertrauensverhältnis entstanden, das ich in der Politik so noch nicht erlebt habe“, sagte er WELT. „Verschiedenheit kann auch verbinden. Wir akzeptieren unsere Unterschiede und sind gerade deshalb als Duo erfolgreich.“

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Dem Parteitag liegt ein Antrag vor, mit dem ab 2025 der Posten eines Generalsekretärs geschaffen werden soll. Dieser soll nur dann eingesetzt werden, wenn es eine Einzel- und keine Doppelspitze gibt. Der Antrag wird von den Vorsitzenden aus elf Landesverbänden unterstützt.

Auch wenn Weidel dem Ansinnen grundsätzlich positiv gegenübersteht, schätzt die Parteispitze den Zeitpunkt des Antrags nach WELT-Informationen als unglücklich ein. Durch einen Änderungsantrag wäre es theoretisch möglich, den Posten bereits in Essen zu wählen. Dann gäbe es keine Doppelspitze mehr. Teilweise wurde der Antrag daher innerhalb der Partei als Angriff auf Chrupalla verstanden.

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