Sunday, July 14, 2024

EM 2024: In Gruppe E droht eine zweite Schande von Gijón

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Diesen Fall hätte die Europäische Fußball-Union Uefa sicher gerne vermieden. Am letzten Tag der EM-Vorrunde droht ein zweites Gijón. Der Nichtangriffspakt in der spanischen Stadt sorgte 1982 bei der WM dafür, dass sowohl Deutschland als auch Österreich mit dem gleichen Ergebnis die nächste Runde erreichten – zulasten von Algerien, das die Gruppenphase zuvor bereits beendet hatte.

Damals gewann die DFB-Elf durch ein frühes Tor (11. Minute) von Horst Hrubesch 1:0 gegen Österreich. Da genau dieses Resultat beiden Teams für die nächste Runde genügte, stellen sie jegliche Versuche, am Ergebnis noch etwas zu ändern, alsbald ein. Die Zuschauer erlebten ein unwürdiges Ballgeschiebe, aufgebrachte algerische Zuschauer auf den Tribünen wedelten mit Geldscheinen. Das Spiel ging als Schande von Gijón in die Fußballgeschichte ein. Auch diese Erfahrung führte dazu, dass der Modus bei Turnieren geändert wurde und die letzten Spiele einer Gruppe mittlerweile zeitgleich ausgetragen werden.

Aufgebrachte algerische Zuschauer auf der Tribüne

Aufgebrachte algerische Zuschauer auf der Tribüne

Und dennoch gibt es an diesem Mittwoch (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) eine ähnliche Konstellation wie 1982. Und zwar bei der Partie Slowakei gegen Rumänien in Frankfurt am Main.

Die Slowakei und Rumänien haben schon vor dem Anpfiff Klarheit

Durch den Modus mit 24 Teams und sechs Gruppen, aus denen die vier besten Dritten weiterkommen, haben die Slowakei und Rumänien schon vor dem Anpfiff Klarheit. Beiden Teams würde ein Remis reichen, um garantiert ins Achtelfinale einzuziehen. Nach zwei Spieltagen führen in der Gruppe, in der alle vier Teams drei Punkte gesammelt haben, die Rumänen (3:2 Tore). Die Slowaken sind hinter Belgien und vor der Ukraine zunächst auf Rang drei (2:2).

Ein Traumtor und zwei Torwartpatzer – Rumäniens Sieg gegen die Ukraine im Video