Tuesday, July 23, 2024

EM 2024, Türkei – Portugal: Dortmund in türkischer Hand – 36 Strafanzeigen

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Murat Yakin will die Schweizer Nationalmannschaft mit einer mutigen Taktik in das letzte Gruppenspiel gegen Deutschland schicken. „Wir müssen dagegenhalten. Wir dürfen uns nicht nur auf die Defensive fokussieren. Wir müssen ihre Offensive unter Kontrolle haben, aber auch nach vorne spielen“, sagte der Chefcoach der Eidgenossen vor der Partei am Sonntag (21.00 Uhr/ARD/Magenta TV und im WELT-Liveticker) gegen die DFB-Elf.

Mit einem Sieg würde die Schweiz die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann noch vom ersten Platz in der Gruppe A verdrängen. Mit einem Remis hätte die Schweiz den Einzug ins Achtelfinale als Gruppenzweiter sicher. Dem 3:1 zum Auftakt gegen Ungarn folgte ein 1:1 gegen Schottland. Gegen Deutschland hat die Schweiz in einem Pflichtspiel seit der WM 1938 nicht mehr gewonnen.

Murat Yakin (l.) mit seinem Kapitän Granit Xhaka

Murat Yakin (l.) mit seinem Kapitän Granit Xhaka
Quelle: dpa/Peter Klaunzer

Über Bundestrainer Nagelsmann sprach der ehemalige Bundesligaprofi Yakin in den höchsten Tönen. „Mich beeindruckt extrem, was der Trainer Julian (Nagelsmann) entschieden hat, auch die Spielweise. Bei jedem Spielzug ist ein Plan dahinter“, sagte der 49-Jährige. Im Gegensatz zum deutschen Bundestrainer will er seine Startelf für die Partie in Frankfurt aber noch nicht bekanntgeben. Alle Spieler seien einsatzfähig, sagte er.

21:34 Uhr: Mbappé wieder am Ball

Frankreichs Superstar Kylian Mbappé ist nach seinem Nasenbeinbruch am Samstag in einem Testspiel erstmals wieder zum Einsatz gekommen. Der Stürmer spielte in der Begegnung gegen eine Jugendauswahl des SC Paderborn mit einer schwarzen Schutzmaske. Nach einem Bericht von RMC Sport habe Mbappé in dem Test über zweimal 30 Minuten zwei Tore erzielt und sei gut auf den Beinen gewesen. Das Spiel sollte vor allem den Reservisten ein wenig Spielpraxis geben. Die Gegner seien gebeten worden, in Zweikämpfen nicht zu hart einzusteigen, berichtete die „L‘Équipe“.

18:46 Uhr: Kramer kritisiert Journalismus

Weltmeister Christoph Kramer hat Teile des Sportjournalismus in Deutschland kritisiert. Die Berichterstattung nennt der Profi als einen Grund, warum es aus seiner Sicht immer weniger Typen im Fußball gibt. „In Fußball-Medien-Deutschland sucht man sich immer das raus, was später eine Instagram-Kachel wird. Dann ist es möglichst ein Zitat, wo alle schnell draufklicken“, sagte Kramer im ZDF.

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Anlass war eine Dokumentation über Nationalspieler Joshua Kimmich. Kramer bemängelte grundsätzlich, dass medial einzelne Zitate herausgegriffen würden. „Ich finde es ganz furchtbar, weil es kein Journalismus mehr ist. Wir sind irgendwie in Deutschland dahingekommen, dass das unser Journalismus ist. Ich weiß, dass es auch noch verdammt viele gute Journalisten gibt. Die Allgemeinheit ist einfach nur: schnelle Klicks und möglichst hohe Erfolgszahlen bei Instagram.“

Der 33 Jahre alte Kramer fügte an: „Man überlegt sich 100 Mal, was man noch sagt, weil die Medien daraus immer ein Riesending machen. Das verhindert Typen. Dann können wir uns aber nicht hinstellen und sagen: Wir wollen aber Typen, wenn wir immer alles ausschlachten und 100 Mal rumdrehen.“

17:05 Uhr: 36 Strafanzeigen gegen türkische Fans

Vor dem Topspiel in der Gruppe F gegen Portugal war Dortmund fest in türkischer Hand. Vor dem zweiten Gruppenspiel trafen sich tausende türkische Fans für einen Fanmarsch in der Innenstadt. Schon vor Beginn des Marsches hatten sich geschätzte 15.000 Fans am Startpunkt versammelt. Gegen 14 Uhr waren rund 20.000 auf dem Weg in Richtung Stadion.

Unterwegs feierten die Fans. Etliche zündeten Feuerwerk. Insgesamt hat es 36 Strafanzeigen wegen verbotenen Zündens von Pyrotechnik gegeben. Die türkischen Fans sind an der Kampstraße losgezogen. Wie die Polizei berichtet, zog der „Fanwalk“ von der Kleppingstraße über die Ruhrallee in Richtung Stadion. Der Fanmarsch wurde immer länger: Am Stadion angekommen, wurden rund 30.000 Fans in rot-weißen Trikots geschätzt.

Aktuelle Bilder aus Dortmund

Aktuelle Bilder aus Dortmund
Quelle: REUTERS

Teile des Dortmunder Hauptbahnhofs wurden am frühen Nachmittag wegen eines herrenlosen Gepäckstücks vorübergehend gesperrt. Nach einer Röntgen-Untersuchung des Gepäckstücks wurde die Teilsperrung gegen 16.00 Uhr wieder aufgehoben, wie die Bundespolizei mitteilte. Die portugiesischen Fans feierten am Samstag bei einer Fanparty im Westpark. Das Spiel gilt als Hochrisikopartie.

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15:50 Uhr: Ittrich lobt Schiedsrichterleistungen

Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich hat die bisherigen Leistungen seiner Kollegen bei der EM gelobt. Dadurch, dass sich die Spieler durch eine Regeländerung weniger beschweren dürfen, „bekommt man den Eindruck, dass die Leistungen besser geworden sind. Das ist aber auch tatsächlich so“, sagte der 45-Jährige als Experte bei MagentaTV: „Das waren bisher grundweg solide, durchweg stabile Leistungen“, sagte der Hamburger.

Seine deutschen Kollegen sind am Samstag im Einsatz. Daniel Siebert kam am Nachmittag beim Spiel Georgien gegen Tschechien erstmals bei diesem Turnier zum Einsatz, Felix Zwayer drei Stunden später bei der Partie Türkei gegen Portugal zum zweiten Mal. „Ich freue mich unfassbar, dass beide unser Land und das deutsche Schiedsrichter-Wesen vertreten dürfen und werde genau hinschauen“, sagte Ittrich.

15:09: Der FC Bayern hat Interesse am türkischen Kapitän

Der FC Bayern München hat offenbar Kontakt zum türkischen Fußball-Nationalspieler Hakan Calhanoglu aufgenommen. Der 30-Jährige ist bei der Europameisterschaft der Kapitän und umstrittener Anführer der türkischen Mannschaft. Nach einem BILD-Bericht sei der ehemalige Bundesligaspieler beim Rekordmeister ein Kandidat für das defensive Mittelfeld.

Hakan Calhanoglu (r.) im Spiel gegen Georgien

Hakan Calhanoglu (r.) im Spiel gegen Georgien
Quelle: dpa/Julian Stratenschulte

Laut TRT-Sports aus der Türkei habe Calhanoglu die Kontaktaufnahme durch die Bayern bestätigt. Der Mittelfeldspieler vom italienischen Meister Inter Mailand spielte in Deutschland zuletzt drei Jahre bei Bayer Leverkusen. Die Türkei trifft nach ihrem 3:1-Auftaktsieg über Georgien am Samstagabend auf Portugal. Wie schon das erste Spiel wird auch diese Partie in Dortmund ausgetragen.

14:23 Uhr: Festnahmen und zwei Verletzte in Berlin

Am Tag des zweiten EM-Spiels in Berlin ist es zu mehreren Zwischenfällen gekommen. Insgesamt kam es zu 114 freiheitsbeschränkenden oder freiheitsentziehenden Maßnahmen, wie die Berliner Polizei am Samstag mitteilte. Zwei Fußballfans wurden laut Polizei verletzt und kamen ins Krankenhaus.

An Kontrollstellen der Fanzone am Brandenburger Tor kam es demnach zweimal zu gewalttätigen Szenen. Das erste Mal war dies der Fall kurz bevor das Spiel Polen gegen Österreich (1:3) im Olympiastadion angepfiffen und wieder Publikum auf die Fanmeile gelassen wurde, nachdem diese wegen drohenden Unwetters zwischenzeitlich geschlossen war: Einsatzkräfte hätten nach einem Angriff auf sie Reizgas eingesetzt, dabei seien zwei Unbeteiligte leicht verletzt worden, hieß es.

Gut eine Stunde später kam es zu einem Vorfall in einem Bereich, wo sich etwa 120 polnische Fans aufhielten. Eine etwa 20-köpfige Gruppe soll an Absperrgittern gerüttelt und die Ordner bedrängt haben. Polizisten seien angegriffen und mit Flaschen sowie Steinen beworfen worden. Es sei versucht worden, festgenommene Personen zu befreien. Die Polizei ging mit Reizstoff und Stöcken gegen Beteiligte vor. Zehn Menschen wurden festgenommen, wie es hieß. Einer von ihnen sei ins Krankenhaus gekommen mit dem Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma. Acht Polizisten seien verletzt worden, einer habe einen gebrochenen Arm

13:39 Uhr: Wirbel um Tickets für deutsches Achtelfinale

Rund 57.000 Menschen sind Mitglied im „Fanclub Nationalmannschaft“. Das hilft, um an Karten für deutsche EM-Spiele zu kommen. Mancher, der sich sicher fühlte, ist nun enttäuscht. Der DFB hat kurzfristige Änderungen vorgenommen. Es gibt Streit um ein Sternchen. Den ganzen Text finden Sie hier:

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Fanclub Nationalmannschaft

12:32 Uhr Berliner Fanzone wird erweitert

Die Berliner Fanzone vor dem Brandenburger Tor wird zum letzten Gruppenspiel der deutschen Mannschaft erweitert. Man rechne am Sonntag gegen die Schweiz (21:00 Uhr/ARD/Magenta TV) mit einem deutlich größeren Andrang, teilten der Veranstalter Kulturprojekte Berlin mit. Darum werde erstmals die Erweiterung der Fanzone auf der Straße des 17. Juni genutzt, die sich dann bis zur Bellevueallee erstrecke.

Dadurch können laut Veranstalter insgesamt 70.000 Menschen das Spiel auf den Fanzonen vor dem Brandenburger Tor und dem Reichstagsgebäude, wo die Kapazität auf 10.000 Gäste beschränkt ist, verfolgen. Während auf dem Areal am Reichstag alle Spiele der EM übertragen werden, ist dies auf der Fanmeile vor dem Brandenburger Tor nur der Fall, wenn Deutschland spielt oder es Spiele im Olympiastadion gibt.

11:55 Uhr: Deutschland ist gegen die Schweiz die Auswärtsmannschaft

Deutschland ist bei der EM im eigenen Land plötzlich das Auswärtsteam. Der Blick auf die Ansetzung der letzten Gruppenpartie verwirrt manchen Fan. Schweiz – Deutschland. So lautet das Spiel am Sonntag (21.00 Uhr/ARD und Magenta TV) laut offizieller Uefa-Regel.

Der Grund ist die Setzsystematik. Deutschland war als Kopf A1 platziert. Die Schweiz wurde auf den Platz 4 in der Gruppe A gelost. Im Spielplan-Dummy spielt zunächst A1-A2, A3-A4, dann A1-A3, A2-A4. Dann wird aber getauscht. A4 bekommt sozusagen Heimrecht. Sonst wären die Eidgenossen formal immer die Gastmannschaft und hätten zum Beispiel bei der Wahl der Trikotfarbe immer einen Nachteil. Die darf nämlich das formale Heimteam bestimmen.

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