Tuesday, July 23, 2024

EM 2024: Große Sorgen um Cristiano Ronaldo wegen der Flitzer

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Cristiano Ronaldo war sauer – obwohl es für ihn und Portugal ein überaus erfolgreicher Abend war. Der Europameister von 2016 hatte sich durch ein 3:0 (2:0) über die Türkei vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert und sich den Gruppensieg gesichert. Ronaldo selbst hatte seinen ersten Assist bei seiner sechsten EM verbuchen können und das Publikum hatte es an Wertschätzung ihm gegenüber nicht fehlen lassen.

Doch genau das wurde zum Problem und war der Grund, warum CR7 recht genervt die Dortmunder Arena verließ – der immer noch bekannteste Fußballer der Welt muss sich regelrecht verfolgt gefühlt haben – fast schon gestalkt.

Es fing zunächst harmlos an. Ein couragierter kleiner Junge im Portugal-Trikot war Mitte der zweiten Halbzeit auf den Rasen gerannt. Er machte ein Selfie mit seinem Idol, während Ronaldo seine Hand auf die Schulter des etwa Acht- oder Neunjährigen legte. Anschließend narrte der Junge die Ordner mit einigen geschickten Finten. Das Publikum hatte seinen Spaß – und Ronaldo, so wirkte es zumindest, auch.

Euro 2024 - Turkey v Portugal

Ronaldo posierte mit dem jungen Flitzer mitten im Spiel für ein Selfie. Nach der Partie wurde es gefährlich
Quelle: REUTERS

Das sollte sich jedoch ändern. Einige Minuten später versuchte ein erwachsener Mann über den Platz zu Ronaldo zu gelangen – Ronaldo war bereits sauer, diesmal griff der Ordnungsdienst etwas entschlossener und rabiater zu. Bis zum Schlusspfiff kam es noch zu zwei weiteren Versuchen von Flitzern, auf das Spielfeld zu gelangen. Ihr Ziel war immer Ronaldo.

„Ja, ich mache mir Sorgen“

Auch unmittelbar nach Schlusspfiff hatten die Stewarts in Dortmund alle Hände voll zu tun: Drei weitere Menschen mussten daran gehindert werden, zu Ronaldo stürmen. Bei einem Versuch ging der portugiesische Stürmer Goncalo Ramos zu Boden. Ronaldo, der gerade dabei war, in die Kabine zu gehen, reagierte wütend. Es wäre nachvollziehbar gewesen, falls er sich um seine Sicherheit gefürchtet haben sollte. Ronaldo verließ das Stadion, ohne in der Interviewzone zu erscheinen.

Ein Flitzer bedrängt Ronaldo, die Ordnungsleute sind zu spät

Ein Flitzer bedrängt Ronaldo, die Ordnungsleute sind zu spät
Quelle: REUTERS

„Ja, ich mache mir Sorgen“, sagte Roberto Martinez auf die Frage, ob ihm die hohe Anzahl von Flitzern Angst mache. Der portugiesische Trainer warnte eindringlich, die Vorfälle zu bagatellisieren. „Heute haben wir Glück gehabt. Aber du weißt nie, welche Absichten bei den Menschen, die so etwas tun, vorliegen“, erklärter er. Dann übte Martinez auch indirekt Kritik an der Uefa, die für die Sicherheit in den EM-Stadien zuständig ist. „Es gibt hier viel Security, wir müssen darauf aufpassen, dass so etwas nicht passiert. Wir müssen unsere Spieler, die natürlich viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, schützen.“

Sicherheitslücke bei der EM

Tatsächlich zeigt die Häufung der sogenannten Flitzer eine bedenkliche Sicherheitslücke bei der EM. Es ist bezeichnend, dass es trotz einer sehr hohen Anzahl von Ordnungskräften, die beispielsweise am Samstag in Dortmund im Einsatz waren, zu gleich sieben Vorfällen dieser Art kommen konnte.

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Gleichzeitig richtete Martinez auch einen Appell an die Fans. Es sei „nicht der richtige Weg, seine Begeisterung zu zeigen, in dem man auf das Feld rennt“, sagte der Spanier. Bereits bei einem öffentlichen Training der Portugiesen in Gütersloh in der Nähe ihres Teamquartiers hatte es ähnliche Vorfalle gegeben, als mehrere Fans Ronaldo auf solche Weise nahekommen wollten.

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