Sunday, July 14, 2024

Rheinmetall: Die wahre Dimension des Munitions-Milliardenauftrags

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Für Rheinmetall-Chef Armin Papperger bewahrheiten sich Schritt für Schritt seine extrem ambitionierten Unternehmensziele. Soeben meldete der Rüstungskonzern den größten Auftrag in der jüngeren Firmengeschichte: ein Rahmenvertrag mit der Bundeswehr über den Abruf von 155 Millimeter Artilleriemunition im Wert von bis zu brutto 8,5 Milliarden Euro. Diese Munition wird beispielsweise in der Panzerhaubitze 2000 verschossen, die auch in die Ukraine geliefert wurde.

Auftrag sichert Auslastung des neuen Munitionswerks Unterlüß

Mit dem Vertrag gewinnt Rheinmetall nach eigenen Angaben Sicherheit bei der Auslastung seines Munitionswerks in Unterlüß, das derzeit erweitert wird. Allerdings ist die Munition in diesem gewaltigen Umfang noch nicht fest bestellt. Geliefert werden soll vor allem an die Bundeswehr, die dann einen Teil an die Ukraine weiterreicht. Zudem würden auch die Niederlande, Estland und Dänemark von der Bestellung profitieren.

Ein Rheinmetall-Sprecher ordnet den Auftrag so ein, dass der neue Rahmenvertrag eine Erweiterung des im Juli vergangenen Jahres verkündeten Rahmenabkommens über etwa 1,3 Milliarden Euro darstellt.

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Für den im DAX40 notierten Konzern ist es sicher hilfreich, wenn möglichst hohe in Aussicht stehende Aufträge genannt werden. So hatte Rheinmetall allein für das erste Quartal 2024 einen Anstieg beim Auftragsbestand um knapp 43 Prozent gemeldet. Dieser betrug demnach 40,2 Milliarden Euro. Ein neuer Höchstwert. Diese Angabe stellt jedoch eine Mischung aus Festaufträgen, festen Rahmenverträgen (Frame Backlog) sowie erwarteten Rahmenverträgen (Nominated Backlog) dar.

Rahmenverträge könnten komplett abgerufen werden

Rheinmetall geht vor dem Hintergrund der relativ leeren Munitionslager der Bundeswehr, der Aufstockung der Verteidigungsausgaben und dem Ziel der Kriegstüchtigkeit – wie es Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) formulierte – wohl davon aus, dass die Rahmenverträge mit der Bundeswehr auch komplett abgerufen werden. Aus Rahmenverträgen werden Festaufträge und dann Umsätze und Ertrag.

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Neues Geschäftsfeld

Aus dem jetzt verkündeten erweiterten Rahmenvertrag werden in einem ersten Schritt Geschosse im Wert von 880 Millionen Euro abgerufen, die im nächsten Jahr ausgeliefert werden sollen. Weitere erhöhte Abrufe in den kommenden Jahren werden erwartet, heißt es bei Rheinmetall. Die Munitionsproduktion gehört zu den Geschäftsfeldern mit den höchsten Renditen beim Düsseldorfer Rüstungskonzern.

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Für das laufende Geschäftsjahr 2024 hat Rheinmetall einen Umsatzanstieg von 7,2 auf rund zehn Milliarden Euro vorhergesagt. Die operative Ergebnisrendite im Segment Waffen/Munition soll sich von 23 auf 25 bis 26 Prozent verbessern. Der Auftragseingang bei Rheinmetall wird von Analysten in diesem Jahr auf 30 bis 40 Milliarden Euro veranschlagt.

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Wie ein Rheinmetall-Sprecher erklärte, gibt es mit dem soeben verkündeten Munitionsrahmenvertrag „keine Änderung an den Unternehmensprognosen“. Dass Rheinmetall diesen Rahmenvertrag erwartet hat, wird an einem Zitat von Konzernchef Armin Papperger deutlich: „Die Bundesregierung hält Wort“, erklärt er zum neuen Vertrag. Er sichere die Auslastung des neuen Werks Unterlüß. Bundeskanzler Olaf Scholz habe dies bei seinem Besuch anlässlich des Spatenstichs zur Werkserweiterung im Februar 2024 zugesichert.

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