Monday, July 15, 2024

EM 2024: Lineker kritisiert Kane – „Hat sich kaum bewegt“

- Advertisement -
- Advertisement -

Die Kritik ist groß. Wieder eine dürftige Leistung, wieder Ernüchterung. Das englische Nationalteam steckt nach dem 1:1 im zweiten Gruppenspiel dieser EM gegen Dänemark augenscheinlich in der Krise. Am Ende war es ein glückliches Remis. Die britische Zeitung „The Sun“ sah die Mannschaft als „zahme Löwen“ Die Elf sei „ein englisches Team, das unter einer Identitätskrise leidet. England scheint meilenweit davon entfernt zu sein, potenzieller Europameister zu werden.“ Denn schon das 1:0 zum Auftakt gegen Serbien war alles andere als berauschend.

Denmark v England: Group C - UEFA EURO 2024

Trainer Southgate nimmt seinen Kapitän Kane vorzeitig vom Feld
Quelle: Getty Images/Richard Pelham

Im Fokus des beklagenswerten Mittelmaßes: Englands Stürmer Harry Kane. Torschütze des 1:0 zwar, soweit alles gut. Aber von Kane als Kapitän und Anführer wird bei so einem Turnier natürlich mehr erwartet als die Pflichterfüllung eines Angreifers. Er ist zwar ist nach Michael Owen und Wayne Rooney erst der dritte Engländer, der bei vier großen Turnieren einen Treffer erzielte (WM 2018, EM 2021, WM 2022 und nun diese EM). Bezeichnend ist aber auch, dass der Torjäger des FC Bayern in der 69. Minute für Ollie Watkins weichen musste. Wann gab es das zuletzt mal so weit vor Spielende? Bei den Bayern in der vergangenen Saison nie.

Für Englands Fußball-Legende Gary Lineker war Kane jedenfalls Stein des Anstoßes. „Harry muss noch viel besser werden. Ich glaube, er hat sich kaum bewegt, er hat nicht versucht, nach hinten zu gehen, und das tut er auch nicht oft. Aber selbst wenn er zu kurz kommt, driftet er nur sehr lethargisch ab und das ist nicht hilfreich.“

„Was macht Harry Kane da?“

Lineker, in den 80er-Jahren der wohl beste Angreifer Englands, stimmte selbst Kanes Treffer nicht milde. „Wenn du Stürmer bist“, sagte er, „ist deine Aufgabe, Tore zu schießen, was er brillant kann und das schon seine ganze Karriere lang. Aber er braucht einen Trainer, der ihm sagt: ‚Ich brauche ein bisschen mehr von dir, Harry!‘ Das hätte ich auch erwartet, wenn ich so eine Leistung gezeigt hätte.“

An dieser Stelle finden Sie Inhalte von Drittanbietern
Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine widerrufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an“ stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u.a. die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du hier. Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Schalter und über Privatsphäre am Seitenende widerrufen.

Er würde „eine kleine Theorie anbieten“ sagte Lineker: „Wenn man Druck machen will, muss das zuerst vom Mittelstürmer kommen. Harry macht aber kein Pressing und er hat auch in der ersten Halbzeit nicht gepresst. Er hat sich kaum bewegt. Dann steht die Mannschaft tiefer und Harry Kane geht noch tiefer. Selbst wenn du den Ball bekommst, kann man so nichts treffen. Ich verstehe das einfach nicht.“

Lesen Sie auch

Eifrig werden auf der Insel seine Ballkontakte (in Halbzeit eins gegen Serbien: zwei) gezählt und nicht nur von Lineker die Auslegung seiner Rolle als kaum mitspielender Strafraumspieler hinterfragt.

„Es ist insgesamt zu wenig“ – Ballack enttäuscht von den Engländern