Saturday, June 22, 2024

Deutsche gehen später in Rente – beziehen aber länger

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Die Deutschen gehen später in Rente, beziehen aber auch länger eine Rente als noch vor 20 Jahren. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Bund erhielten Rentnerinnen und Rentner 2023 durchschnittlich 20,5 Jahre lang ihre Altersbezüge. 2003 waren es noch 16,8 Jahre. Als Grund dafür gibt die Rentenversicherung die höhere Lebenserwartung an. Zuerst hatte das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ über den Anstieg der durchschnittlichen Rentenbezugsdauer berichtet.

Bei den Männern stieg die Bezugsdauer den Angaben zufolge von 14,3 Jahren (2003) auf 18,8 Jahre im vergangenen Jahr, bei den Frauen von 19,3 Jahren auf 22,1 Jahre. Zugleich stieg in den vergangenen 20 Jahren das durchschnittliche Renteneintrittsalter der Deutschen. Betrug es für Männer wie auch für Frauen im Jahr 2003 noch 62,9 Jahre, stieg es laut Rentenversicherung bis 2023 auf jeweils 64,4 Jahre.

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„Grund für den langfristigen Anstieg des Renteneintrittsalters sind insbesondere die Anhebung der Altersgrenzen für die Inanspruchnahme einer Altersrente und das Auslaufen von zwei vorgezogenen Altersrentenarten“, sagte der Vorsitzende der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund, Uwe Hildebrandt. Die vorgezogenen Altersrentenarten konnten in der Vergangenheit teilweise schon mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden, so etwa die Altersrente für Frauen oder die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit.

Trotz des deutlichen Anstiegs der Rentenbezugsdauer sei der Beitragssatz zur Rentenversicherung gesunken und seit vielen Jahren stabil, hieß es weiter. Lag der Beitragssatz 2003 noch bei 19,5 Prozent, sind es seit 2018 durchgehend 18,6 Prozent.

Rentner haben im Schnitt länger eingezahlt

Neurentnerinnen und -rentner in Deutschland können zudem auf immer mehr Jahre zurückblicken, in denen sie in die Rentenkasse eingezahlt haben. „Kamen Versicherte bei Beginn ihrer Altersrente im Jahr 2003 noch auf durchschnittlich 33,0 Versicherungsjahre, waren es 2023 bereits 39,3 Jahre“, sagte der Vorstandschef der Deutschen Rentenversicherung Bund, Jens Dirk Wohlfeil, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

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Besonders deutlich ist der Anstieg demnach bei den Frauen. Hier nahm die Zahl der durchschnittlichen Versicherungsjahre zwischen 2003 und 2023 von 26,6 auf 37,3 Jahre zu. In den alten Bundesländern stieg sie von 23,2 auf 35,9 Jahre, in den Ostländern von 41,1 auf 42,9 Jahre. Bei den Männern gab es einen bundesweiten Anstieg von 40,5 Jahren im Jahr 2003 auf 41,4 Jahre im Jahr 2023.

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Billionenlasten absehbar

Wohlfeil führte die Zunahme der Versicherungsjahre hauptsächlich auf eine erhöhte Erwerbsbeteiligung von westdeutschen Frauen zurück. Ein weiterer Grund für die Zunahme der Versicherungsjahre: die Begrenzungen von Möglichkeiten des vorzeitigen Rentenbezugs, die es in den vergangenen 20 Jahren gegeben habe. Auch wirke sich bei Rentnerinnen die erhöhte Anrechnung von Kindererziehungszeiten durch die sogenannte Mütterrente aus. Denn zu den Versicherungsjahren zählen neben Zeiten der Erwerbstätigkeit zum Beispiel auch Zeiten der Kindererziehung, des Sozialleistungsbezugs und der Pflege.

Verabschiedung von Rentenpaket II steht auf der Kippe

Die für Anfang Juli vorgesehene Verabschiedung des sogenannten Rentenpakets II im Bundestag könnte sich einem Medienbericht zufolge um mehrere Monate verzögern. Wie die „Bild“-Zeitung in Berufung auf Fraktionskreise berichtet, wollen zahlreiche FDP-Bundestagsabgeordnete der Reform nicht zustimmen, sollte sie zu höheren Rentenbeiträgen führen. „Ich werde keinem Rentenpaket zustimmen, das zu höheren Rentenbeiträgen führt“, zitierte die Zeitung den stellvertretenden Vorsitzenden der Jungen Gruppe in der FDP-Fraktion, Max Mordhorst. „Das aktuelle Paket ist ein Tritt in die Kniekehlen aller jungen arbeitenden Menschen.“

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Nach langem Streit

Das Rentenpaket II ist ein sozialpolitisches Kernvorhaben der Ampel-Koalition. Das Bundeskabinett hatte das Paket Ende Mai beschlossen. Dem Beschluss vorangegangen war ein bisweilen offen ausgetragener koalitionsinterner Streit vor allem zwischen FDP und SPD.

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