Sunday, June 16, 2024

Apple Intelligence: Das sind die neuen Funktionen für iPhones, iPads und Macs – WELT

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Apple-Chef Tim Cook hat zum Start der Entwicklerkonferenz WWDC seine lang erwartete generative KI-Initiative angekündigt. Unter dem Namen Apple Intelligence soll die Technologie tief in die Software- und Hardware-Produkte von Apple integriert werden und den Umgang mit iPhone, iPad und Mac erleichtern.

„Apple Intelligence wird verändern, was Anwender mit unseren Produkten machen können − und was unsere Produkte für unsere Nutzer leisten“, sagte Cook in Cupertino im US-Bundesstaat Kalifornien. Dabei werde generative KI mit dem persönlichen Kontext von Nutzern kombiniert.

Die neuen Funktionen werden zum Teil mit den neuen Generationen der Betriebssysteme für iPhone, iPad und Mac im Herbst oder später in diesem Jahr eingeführt. Die meisten davon sind Nutzern bereits von Konkurrenzprodukten wie ChatGPT und Microsofts Copilot bekannt, waren aber auf Apples Geräten bislang nicht verfügbar.

Formulierungshilfe

So werden Nutzer künftig Formulierungshilfe bekommen, wenn sie auf ihren Apple-Geräten Texte verfassen. Diese Writing Tools sollen überall dort funktionieren, wo Texte geschrieben werden, darunter im Mail-Programm, Notizen, Pages und Apps von anderen Anbietern. Rewrite hilft dann dabei, bessere Formulierungen zu finden, Proofread verbessert die Grammatik, Wortwahl und Satzaufbau und Summarize fasst längere Texte zusammen.

In E-Mails wird die künstliche Intelligenz künftig Vorschläge für schnelle Antworten machen. Außerdem kann sie im Eingangsordner die wichtigsten E-Mails ganz oben anzeigen. Eine solche Priorisierung funktioniert auch mit Benachrichtigen auf dem Sperrbildschirm. Wo bei einer Listendarstellung von E-Mails bisher die ersten Wörter des Textfeldes dargestellt wurden, lassen sich künftig kurze Zusammenfassungen der Mails anzeigen.

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Das iPhone wird künftig mit Apple Intelligence in der Lage sein, sowohl in der Notizen-App, als auch während eines Telefongesprächs Audio aufzunehmen, um es anschließend zu verschriftlichen und zusammenzufassen. Wenn eine Aufnahme während eines Anrufes gestartet wird, werden nach Angaben von Apple die Teilnehmer darüber benachrichtigt.

Mit Apple Intelligence wird auch der digitale Sprachassistent Siri überarbeitet und greift tiefer in das System ein. Er soll damit persönlicher, natürlicher und relevanter werden. Nutzer können mit ihm künftig natürlicher sprechen, so die Ankündigung.

Siri wird smarter

Apples KI greift bei der Nutzung von Siri auch auf persönliche Daten zu, die beispielsweise in Nachrichten oder im Kalender auftauchen, und berücksichtigt sie bei seinen Antworten. Dadurch werden auch Fragen möglich wie: „Wann kommt Papas Flug an“. Zudem versteht Siri, was gerade auf dem Display dargestellt wird und kann dazu ebenfalls Informationen geben.

Siri wird zudem zum Türsteher für ChatGPT. Kommt Apples Sprachassistent nicht allein weiter, bietet er an, die KI von OpenAI zu befragen und präsentiert dann die Antworten. Diese Funktion wird voraussichtlich noch nicht mit dem Start der nächsten Betriebssystem-Versionen kommen, sondern später in diesem Jahr.

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Bedrohung durch KI

Nach Angaben von Apple werden beim Zugriff auf ChatGPT die IP-Adressen der Nutzer unkenntlich gemacht. Die Anfragen sollen zudem auch nicht von OpenAI gespeichert werden. Nutzer können kostenlos auf ChatGPT zugreifen.

Abgespeicherte Fotos und Videoszenen lassen sich künftig in natürlicher Sprache suchen. Dann sind Suchbefehle wie „Tim beim Radschlagen am Strand“ möglich. Auch die Bildbearbeitung mittels KI wird erweitert, sodass etwa Personen im Hintergrund entfernt werden können. Google nennt diese Funktion in Google Fotos den magischen Radierer.

iPhone denkt sich Bilder aus

Für die Möglichkeit, Bilder zu erzeugen, führt Apple eine neue App mit der Bezeichnung Image Playground ein. Hier können Nutzer innerhalb von wenigen Sekunden Bilder generieren, die jedoch nicht fotorealistisch sind. Zu Auswahl stehen die Stile Animation, Illustration und Sketch.

Image Playground ist auch direkt in Apps wie Nachrichten, Keynote, Freeform und Pages integriert, sodass die Bilder auch direkt versendet oder in Präsentationen eingebunden werden können.

Image Playground von Apple

Image Playground von Apple
Quelle: Apple

Nutzer können sich von der KI bald eigene Emojis kreieren lassen und sie in Nachrichten versenden. Apple nennt sie Genmoji. Dann entfällt das lange Suchen nach einem Emoji, weil einfach nur eine Beschreibung per Text eingegeben werden muss. Das funktioniert sogar auf Grundlage von Personen, die auf Fotos abgebildet sind.

Auch fernab von Apple Intelligence hat das Unternehmen einige Neuerungen vorgestellt. So sollen Nutzer mit iOS 18 auf ihren iPhones eine größere Gestaltungsfreiheit auf dem Homescreen haben und App-Icons freier positionieren. Auch das Kontrollzentrum auf dem iPhone lässt sich nun mit zusätzlichen Steuerelementen flexibler anpassen und in Gruppen wie beispielsweise Smarthome organisieren.

Einzelne Apps lassen sich in dem neuen Betriebssystem sperren und sogar verbergen. Dann können sie nur gestartet werden, wenn sie beispielsweise mit Face ID oder einem Pin entsperrt werden. Zudem können Nutzer festlegen, dass nur bestimmte Kontakte mit einer App geteilt werden. Das alles wird auch auf dem iPad verfügbar sein.

Nachrichten per Satellit

In der Nachrichten-App lässt sich der Text künftig fetten, unterstreichen oder sogar animieren. Nachrichten können für einen späteren Versand konfiguriert werden. Mit iOS 18 unterstützt das iPhone nun endlich RCS (Rich Communication Services) für Empfänger, die kein iPhone besitzen. Im Vergleich zu SMS ermöglicht RCS erweiterte Funktionen wie Gruppenchats, den Versand von hochauflösenden Fotos und Videos, Lesebestätigungen und Standortfreigabe.

Befindet sich das iPhone in einem Funkloch, können Nutzer Nachrichten künftig per Satellit versenden. Damit erweitert Apple die bisherige Möglichkeit von SOS-Nachrichten auf normale Textnachrichten und Emojis, die über iMessage und SMS versendet und empfangen werden.

Apple führt nun auch eine Passwörter-App ein, wie man sie beispielsweise von 1Password kennt. Basierend auf dem Schlüsselbund werden dort Passwörter, Pins und Passkeys sicher gespeichert.

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Auch auf anderen Geräten gibt es Neuerungen. So werden Nutzer der AirPods Pro künftig in der Lage sein, einen eingehenden Anruf mit einem Kopfnicken anzunehmen oder mit einem Kopfschütteln abzulehnen. Laute Geräusche in der Umgebung werden beim Telefonieren künftig ausgeblendet, sodass sie nicht mit übertragen werden.

Für die Apple Watches und Apple TV gibt es nur unwesentliche Neuerungen. Das iPad bekommt zum ersten Mal einen eigenen Taschenrechner von Apple, der im Zusammenspiel mit dem Pencil und der Funktion Math Notes in der Lage ist, Rechnungen zu lösen, die mit der Hand geschrieben werden.

Wer eine unleserliche Handschrift hat, dürfte sich über die Funktion Smart Script freuen, die handschriftliche Texte in Echtzeit gleichmäßiger und damit besser lesbar macht, zugleich aber den Stil der individuellen Handschrift beibehält. Wird hier getippter Text eingefügt, nimmt er die Form der Handschrift an.

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Das nächste Mac-Betriebssystem trägt die Bezeichnung Sequoia, den Namen eines kalifornischen Nationalparks, der für seine riesigen Mammutbäume bekannt ist. Hier ist die interessanteste Neuerung das iPhone Mirroring. Nutzer können über den Mac-Bildschirm auf ihr iPhone zugreifen, auch wenn es sich in ihrer Tasche befindet und gesperrt ist. Sie sehen das iPhone Display genauso, wie sie es von ihrem Smartphone kennen, und können auf Nachrichten oder Apps zugreifen und Inhalte per Drag & Drop zwischen iPhone und Mac bewegen.

Apple hat zum Start seiner Entwicklerkonferenz auch die Einführung der VR-Brille Vision Pro für weitere Länder bekannt gegeben. In Deutschland soll sie ab dem 12. Juli verfügbar sein. In der günstigsten Ausführung mit 256 Gigabyte Speicher kostet die Vision Pro hierzulande 3999 Euro. Nach Angaben von Apple stehen im AppStore inzwischen mehr als 2000 Apps dafür zur Verfügung. In den USA wurde die Brille vor vier Monaten eingeführt, verkauft sich Medienberichten zufolge aber eher schleppend.

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