Tuesday, June 25, 2024

Israel: Journalist hielt Hamas-Geiseln fest – Al-Dschasira bestreitet Verbindung

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In seinem eigenen Haus soll ein Al-Dschasira-Journalist drei Geiseln für die Hamas festgehalten haben. Das berichtet die israelische Armee (IDF). Nach acht Monaten konnten israelische Soldaten am Samstag insgesamt vier Geiseln befreien, drei sollen sich im Haus des Journalisten befunden haben: Almog Meir Jan (22), Andrey Kozlov (27) und Shlomi Ziv (40). Im Haus seiner Familie soll der freie Journalist die drei Männer monatelang festgehalten haben. Eine weitere Geisel, die 26-jährige Noa Argamani, wurde in einem Haus 200 Meter weiter entdeckt. Neben dem TV-Sender soll er auch für „The Palestine Chronicle“ gearbeitet haben.

Israels Armee zeigte sich empört und wütend. „Der „Journalist“ Abdallah A. war ein Hamas-Terrorist, der Almog, Andrey und Shlomi im Haus seiner Familie in Nuseirat als Geiseln festhielt“, schreibt die Armee. „Keine Presseweste kann ihn für die Verbrechen, die er begangen hat, entschuldigen.“ Zudem fragen sie den Nachrichtensender: „Was macht dieser Terrorist auf eurer Website?“

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Der TV-Sender dementiert jedoch und spricht von einer Lüge. Man kenne den Mann nicht: „Dieser Mann ist nicht von Al-Dschasira, und er hat nicht für Al-Dschasira gearbeitet, und er wird weder jetzt noch in der Vergangenheit als für Al-Dschasira arbeitend aufgeführt“, zitiert die „The Times of Israel“ Omar al-Walid, Leiter des Büros von Al-Dschasira in Jerusalem. „Wir kennen ihn nicht und alle Gerüchte, die verbreitet wurden, sind inhaltsleer und überhaupt nicht wahr.“ Er fügt hinzu, dass das Sender-Netzwerk jeden verklagen will, der Gerüchte verbreitet, dass eine Verbindung zu Abdallah A. bestehe.

In einer Pressemitteilung des Senders heißt es, dass Abdullah A. nie mit dem Netzwerk zusammengearbeitet, dass er „jedoch 2019 einen Kommentar verfasst habe“. Die Vorwürfe seien daher völlig unbegründet.

Überraschungseinsatz der israelischen Armee

Mit einer dramatischen Befreiungsaktion im Gazastreifen hatten israelische Spezialeinheiten am Samstag die vier Geiseln aus ihrer acht Monate langen Gefangenschaft gerettet. Sie wurden in einem Überraschungseinsatz aus zwei Gebäuden in dem dicht besiedelten Flüchtlingsviertel Nuseirat befreit. In Israel feierten Menschen die Befreiung der Geiseln begeistert.

Nach Darstellung der israelischen Armee geriet das Rettungsteam unter heftigen Beschuss bewaffneter Palästinenser und lieferte sich mit ihnen schwere Gefechte. Um die Bewacher der Hamas zu überraschen, drangen die Truppen um 11.00 Uhr Ortszeit zeitgleich in beide Gebäude ein.

Nahostkonflikt - Vier Geiseln aus dem Gazastreifen befreit

Andrey Kozlov (2.v.l) und Almog Meir (M), zwei der vier israelischen Geiseln, die herausgeholt wurden
Quelle: picture alliance/dpa/Ilia Yefimovich

Der Einsatz sei mehrere Wochen lang vorbereitet worden, sagte der israelische Armeesprecher Peter Lerner. Er sprach von einer komplexen und auch riskanten Aktion der Spezialeinheiten. „Der Schlüsselfaktor war der Überraschungsangriff.“ Ein israelischer Offizier wurde bei dem Einsatz getötet. „Unsere heldenhaften Kämpfer sind wie ein Mann in das Feuer gestürmt, haben die Terroristen ausgeschaltet und die Geiseln befreit“, sagte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu am Sonntag.

Ein Rettungsfahrzeug mit den Geiseln sei unter massivem Beschuss stecken geblieben, berichteten israelische Medien am Sonntag. Daraufhin seien weitere Truppen zur Verstärkung gerufen worden. Die vier Geiseln wurden letztlich mit Hubschraubern nach Israel geflogen.

Nach einem Bericht der „New York Times“ half ein Team von US-Experten für die Geisel-Befreiung in Israel bei der Vorbereitung der Aktion, indem sie Informationen und „andere logistische Unterstützung“ bereithielten. Die Zeitung berief sich dabei auf einen amerikanischen Informanten.

Das sind die geretteten Geiseln

Almog Meir Jan, Noa Argamani, Andrey Kozlov und Shlomi Ziv

Almog Meir Jan, Noa Argamani, Andrey Kozlov und Shlomi Ziv
Quelle: via REUTERS

Das Schicksal der vom Nova-Musikfestival entführten jungen Israelin Noa Argamani hatte in Israel und auch weltweit große Anteilnahme ausgelöst. Aufnahmen, wie sie von Terroristen auf einem Motorrad entführt wurde und dabei verzweifelt und weinend um Hilfe rief, kursieren seit Monaten in sozialen Medien. Der ebenfalls verschleppte Freund der Studentin befindet sich noch immer in Gewalt der Hamas. Ihre aus China stammende Mutter hat Krebs im Endstadium. Ihr innigster Wunsch, ihre Tochter noch einmal zu sehen, wurde ihr nach deren Befreiung erfüllt.

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Gaza-Streifen

Almog Meir Jan – Der junge Mann wurde nach seiner Befreiung glücklich von Familie und Freunden in die Arme geschlossen. Tragisch ist dagegen, dass sein Vater die Rückkehr seines Sohnes nicht mehr miterleben durfte. Der 57-Jährige starb nach Medienberichten nur Stunden zuvor und wurde nach der Befreiung tot aufgefunden. „Mein Bruder ist vor Gram gestorben und hat seinen Sohn nicht zurückkehren sehen“, sagte seine Schwester dem Kan-Sender am Sonntag.

Andrej Kozlov – Der aus Russland stammende junge Mann war erst zuletzt nach Israel eingewandert. Er arbeitete auf dem Musikfestival, von dem er entführt wurde, als Wachmann. Seine Eltern kamen nach Medienberichten am Sonntag aus Russland angereist, um ihn nach seiner Freilassung zu sehen. Er ist auch russischer Staatsbürger.

Schlomi Ziv – Die vierte befreite Geisel stammt aus einem Ort an Israels Grenze zum Libanon. Nach Angaben des Forums der Geiselfamilien arbeitete er ebenfalls als Wachmann auf dem Musikfestival. Bei einem ersten Telefonat mit seiner Frau nach seiner Befreiung brach er vor Erleichterung in Tränen aus.

Damit sind bisher sieben Geiseln lebend von der Armee aus dem Gazastreifen gerettet worden. Außerdem wurden mehrere Leichen geborgen. Weitere 120 Geiseln verbleiben in der Gewalt der Hamas, es wird befürchtet, dass viele bereits tot sind.

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