Wednesday, June 19, 2024

Fernseher zur EM: Das sind die besten Schnäppchen – und hier lauern Kreditfallen – WELT

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Die Fußball-Europameisterschaft 2024 würden viele Fans am liebsten auf einem neuen, hochauflösenden Fernseher genießen. Wer sich dann aber auf eine Ratenfinanzierung einlässt, weil online ein tolles Gerät gefunden wurde, sollte vorsichtig sein. Das ergab eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox, der WELT exklusiv vorab zur Verfügung gestellt wurde. Bis zu 500 Euro an Kreditkosten werden fällig, wenn man ein 2499 Euro teures TV-Gerät auf Raten mit zwei Jahren Laufzeit kauft.

Das mache die Angebote bei den drei größten deutschen Versandhändlern Amazon, Otto sowie Media Markt/Saturn mehr als doppelt so teuer wie ein günstiger Bankkredit. Otto habe von den drei untersuchten Onlineportalen mit einem effektiven Jahreszins von 18,94 Prozent die teuersten Konditionen.

Der Fernseher für 2499 Euro über 24 Monate koste zusätzliche Zinskosten von 480 Euro. Zum Vergleich wurde ein im April bei Verivox abgeschlossener Ratenkredit herangezogen, der im Mittel 6,79 Prozent Zinsen gekostet habe. Diese Konditionen hätten für den Kauf des Fernsehers nur 175 Euro Zinskosten erbracht.

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Etwas geringer fallen die Kosten bei den anderen beiden Händlern aus. So liegt der Zinssatz bei Amazon bei 12,6 Prozent. Damit zahlen Kunden für den untersuchten Warenwert von 2499 Euro 322 Euro Zinsen. Media Markt/Saturn verlangen 11,9 Prozent Zinsen und die Zinskosten summieren sich auf 305 Euro. Damit ist der Ratenkauf über den Onlineversandhändler Amazon um 84 Prozent und über Media Markt/Saturn um 74 Prozent teurer als ein händlerunabhängiger Ratenkredit.

„Die Ratenfinanzierung direkt über den Händler ist auf den ersten Blick zwar bequemer, kann aber schnell zur Kostenfalle werden. Wir raten dazu, sich die Konditionen beim Händler genau anzuschauen“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer des Verivox Finanzvergleichs.

Allerdings geht es auch billiger: Mediamarkt/Saturn etwa bietet eine Null-Prozent-Finanzierung an, die aber höchstens zehn Monate laufen darf. Der Kredit wird über die Bank BNP vermittelt, die dazu laut Media-Saturn-Homepage mit Mastercard kooperiert.

Quelle: Infografik WELT

Wer länger zum Zurückzahlen braucht, löhnt stattliche 17,9 Prozent Effektivzinsen pro Jahr. Kein Wunder, dass der Zwei-Jahres-Vergleich nicht so gut aussieht. Wer aber sein TV-Gerät in zehn Monaten oder weniger zurückzahlen kann, bekommt seinen Fernseher „gratis“ finanziert.

Und noch ein Aspekt ist relevant für das neue TV-Gerät zur EM: Kurz vor dem Start der EM sind im Onlinehandel die Preise für Fernseher gefallen, hat das Vergleichsportal guenstiger.de herausgefunden. Untersucht wurden die Preise für OLED-, QLED- und UHD-Geräte. 87 Prozent der rund 130 beliebtesten Geräte auf guenstiger.de seien deutlich preiswerter erhältlich als noch Anfang des Jahres.

OLED-Fernseher, die zu Jahresanfang im Schnitt 2032 Euro kosteten, liegen aktuell bei nur noch 1756 Euro. Und QLED-TVs sind von 1082 Euro im Januar auf jetzt 986 Euro gefallen. UHD-TVs kosteten heute im Durchschnitt 593 Euro, nach 636 Euro im Januar. Im Schnitt könnten Verbraucher zehn Prozent sparen.

Quelle: Infografik WELT

„Die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft ist für viele Verbraucher ein guter Anlass, sich einen neuen Fernseher anzuschaffen. Unsere Preisanalyse zeigt, dass gerade jetzt ein idealer Zeitpunkt dafür ist, da die Preise für viele Modelle deutlich gesunken sind. Besonders bei den OLED- und QLED-TVs können Käufer momentan attraktive Schnäppchen finden“, sagt Nicole Berg von guenstiger.de.

Ein Vergleich der Stiftung Warentest ergab, dass das günstigste mit „gut“ bewertete Gerät 435 Euro kostet. Es ist ein LG ist der Größenklasse 40 bis 50 Zoll Bildschirmdiagonale (1,02 bis 1,27 Meter). Ein gutes OLED-Gerät in dieser Größe, auch von LG, kostet schon 1850 Euro.

Quelle: Infografik WELT

Auch bei den größeren TV-Geräten gibt es gute OLED-Schirme für 1200 Euro (55 Zoll). Bei den größten Schirmen mit 1,65 Meter Diagonale kostet ein OLED-Gerät ab 1850 Euro. Einen LCD-Fernseher, bei dem 1,65 Meter Bildschirmdiagonale fast schon so viel ist wie ein Fußballspieler lang, kriegt man schon ab 710 Euro.

„Gerade bei Sportereignissen steigt die Nachfrage nach großen Geräten mit 75 Zoll und größer“, heißt es bei Mediamarkt/Saturn. Topseller seien aber nach wie vor TV-Geräte in den Größen 55 und 65 Zoll. Aktuell würde OLED-Technik stark von den Kunden nachgefragt. Vereinzelt aber auch Angebote aus dem Bereich LCD-Technik.

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Die Stiftung Warentest hat noch ein paar Tipps für Fernsehkäufer: Gerade bei Sportübertragungen komme es darauf an, dass die schnellen Bewegungen flüssig wirken. Eine überzeugende Bewegtbildoptimierung würden aber nicht alle Geräte bieten. Die mit „gut“ bewerteten OLED-Geräte von LG seien in dieser Hinsicht besonders effektiv.

Zudem hätten nicht alle Geräte einen ausreichend großen Betrachtungswinkel. Das am einfachsten zu lösende Problem sei aber die manchmal nicht ausreichend gute Tonqualität. Das könne mit einem Anschluss an die Stereoanlage oder eine Soundbar geändert werden. Auch mit einer Bluetooth-Box lasse sich der Sound aufpeppen.

Und der letzte, aber nicht unwichtige Tipp zum TV-Kauf: Im Laden würden viele Geräte kleiner wirken als zu Hause. Auch vor der Onlinebestellung empfehle es sich, mit einer einfachen Pappschablone zu prüfen, ob der Fernseher an seinen vorgesehenen Platz passt. Abstand zum und Größe des Bildschirms sollten auch passen. Man sollte nämlich den ganzen Bildschirm auf einmal erfassen können.

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