Wednesday, June 19, 2024

Leichtathletik-EM: Ein Stolperer, ein Schreckmoment, ein Kampf – Dann jubelt Amanal Petros

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Schwerer, immer schwerer werden die Schritte von Amanal Petros. Es sind die letzten 100 Meter des Halbmarathons bei den Europameisterschaften in Rom, Petros beißt die Zähne aufeinander, es war ein hartes, ein enges Rennen, er kämpft – die Silbermedaille vor Augen. Von hinten aber fliegt der Italiener Pietro Riva heran – und an Petros vorbei. Dennoch: Der 29-Jährige sichert sich in 1:01:07 Stunden Bronze.

Völlig ausgepumpt, das letzte aus sich heraus geholt, liegt Petros danach hinter dem Zielstrich. Erst allmählich kann er sich aufrappeln, beglückwünscht den Sieger Yemaneberhan Crippa (1:01:03 Stunden) aus Italien und dessen Landsmann Riva, nimmt seinerseits Gratulationen entgegen und schnappt sich zum Feiern die deutsche Fahne. Kurz danach wird klar, dass die deutsche Mannschaft noch mehr zu bejubeln hat: In der Halbmarathon-Teamwertung gewinnen sie ebenfalls Bronze. „Mir hat ein bisschen Speed gefehlt, deswegen bin ich mit dem dritten Platz sehr zufrieden“, sagte Petros in der ARD. Es sind die Medaillen Nummer zwei und drei für die deutsche Mannschaft in Rom – danach legten die deutschen Frauen nach.

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Dass ihn ein Stolperer im Stadion Silber gekostet hatte, sieht Petros nicht so. Es war eine Schrecksekunde am Rennende gewesen: Petros trat auf die Umrandung der Laufbahn, kam ins Straucheln und verzog kurz das Gesicht. „Es ist immer eine schwierige Situation nach 20 Kilometern“, sagte er danach. „Das kostet mental Energie und Zeit, aber ich bin einfach sehr froh.“ Als zweitbester Deutscher läuft Samuel Fitwi in 1:01:17 Stunden auf Rang fünf ins Ziel. Filimon Abraham landet auf Platz 22 (1:03:09), Richard Ringer belegt Platz 28 (1:03:53), Simon Boch wurde 31. (1:04:16), Hendrik Pfeiffer 34. (1:04:32).

Petros und Fitwi in der entscheidenden Phase dabei

Zwei Monate vor den Olympischen Spielen in Paris stand bei der EM jetzt nur die halbe Marathon-Distanz auf dem Programm. Über die kompletten knapp 42,2 Kilometer hatte vor zwei Jahren in München Richard Ringer triumphiert, in der Teamwertung gab es damals Silber.

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Die große Hitze der Tage zuvor blieb den Läufern an diesem Sonntag erspart, bei bedecktem Himmel und leichter Schwüle ging es in der Nähe des Kolosseums los und dann vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten der Ewigen Stadt.

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In der entscheidenden Phase des Rennens waren Petros und Fitwi noch ganz vorn dabei und hefteten sich an die Fersen von Crippa. Auch Riva und der am Ende viertplatzierte Maru Teferi aus Israel liefen um die Medaillen mit. Fitwi fiel kurz vor dem Einlauf ins Olympiastadion zurück, dort hatte Crippa schließlich die größten Reserven. 2022 in München hatte er noch Gold über 10.000 Meter geholt.

Melat Kejeta als größte Einzelhoffnung der deutschen Frauen fiel vor der Schlussphase zwar zurück und belegte in 1:09:42 Stunden Platz fünf beim Sieg der Norwegerin Karoline Grövdal (1:08:09). Domenika Mayer (1:10:49) als Elfte und Esther Pfeiffer (1:11:28) auf Platz 18 sorgten aber für Platz zwei im Team hinter den Britinnen.

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