Wednesday, June 19, 2024

„Tod den Arabern“: Israelische Nationalisten ziehen durch Jerusalemer Altstadt

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Am sogenannten Jerusalemtag sind am Mittwoch Tausende israelische Nationalisten durch die Altstadt von Jerusalem gezogen. Sie riefen „Tod den Arabern“ und anti-islamische Parolen. Der rechtsradikale Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir hat darauf bestanden, dass der Marsch, der an die Eroberung Ostjerusalems im Sechstagekrieg von 1967 erinnert, durch das muslimische Viertel bis zur Klagemauer am Tempelberg führt, dem für Juden heiligsten Ort auf Erden.

Israel betrachtet ganz Jerusalem als seine Hauptstadt, aber die Annexion Ostjerusalems wird international nicht anerkannt. Die Palästinenser, die Ostjerusalem als Hauptstadt eines künftigen Staates anstreben, betrachten den Marsch als Provokation.

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Die Polizei setzte nach eigenen Angaben 3000 Sicherheitskräfte ein und versicherte, der Marsch werde nicht auf den Tempelberg selbst mit der Al-Aksa-Moschee führen, der Muslimen heilig ist. Busse brachten zahlreiche junge Juden zur Altstadt, die sich durch das Damaskustor drängten. Palästinensische Geschäftsleute hatten ihre Geschäfte geschlossen.

ISRAEL-PALESTINIAN-CONFLICT-JERUSALEM DAY

Ein Journalist liegt auf dem Boden, nachdem er von Dutzenden jungen Israelis mit Plastikflaschen beworfen wurde
Quelle: AFP/HAZEM BADER

Kurz vor dem Tor umringten Dutzende junge Israelis einen Journalisten, der eine Weste mit der Aufschrift „Presse“ trug, und bewarfen ihn mit Plastikflaschen. Sie prügelten sich mit Polizeibeamten, die versuchten, sie in Schach zu halten. Polizisten nahmen auch Palästinenser fest und führten sie mit auf dem Rücken gefesselten Händen ab.

Den ganzen Tag über waren Gegenproteste geplant. Eine israelische Gruppe namens Tag Meir schickte vor dem Marsch Freiwillige durch die sich leerenden Straßen der Stadt, um Blumen an christliche und muslimische Bewohner der Altstadt zu verteilen.

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