Saturday, June 22, 2024

Robert Habeck legt Hochwasser-Opfer Arm um Schulter, Söder fragt: „Sind Sie versichert?“

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Heftiger Dauerregen, gebrochene Dämme, überflutete Orte: Viele Menschen in Süddeutschland haben weiterhin mit den Folgen der Wetterextreme zu kämpfen. In zahlreichen Landkreisen im Süden galt zum Wochenstart der Katastrophenfall, viele Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Ein Feuerwehrmann kam bei einem Einsatz in den Fluten ums Leben, ein weiterer wird vermisst. Am Montag reist Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in die Hochwasserregion.

>>>Lesen Sie hier die aktuellen Entwicklungen in unserem Live-Ticker<<<

Am Sonntag haben sich Vizekanzler Robert Habeck (Grüne), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Landesinnenminister Joachim Herrmann (beide CSU) ein Bild von der Lage gemacht. In Babenhausen (westlich von München) trafen Habeck und Söder auf Rino Bernardi, einen 72 Jahre alten Eisdielenbesitzer. „Wir haben schöne Worte gehört und jetzt brauchen wir Tatsachen“, sagt Bernardi vor laufender Kamera und umringt von den Politikern. Sie würden positiv denken und auf Hilfe hoffen. Dann kann der Mann seine Tränen aber doch nicht mehr zurückhalten.

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Eine Situation, auf die Habeck und Söder nicht unterschiedlicher hätten reagieren können. Der Vizekanzler legt seinen Arm um Bernadis Schulter, während dieser sich für die Gefühle entschuldigt. Söder hingegen stellt die Frage: „Sind Sie versichert?“ Der Eisdielenbesitzer bejaht, der restliche Satz geht jedoch in Schluchzen unter. Es sei so schlimm, fügt er an. Aber man werde es schaffen. In dem Moment klopft ihm Habeck auf die Schulter und Bernadi fügt an: „Wir sind geboren zum Arbeiten, hat meine Mutter gesagt. Wir werden weiterarbeiten.“

Nun geht Söder einen Schritt auf ihn zu, nimmt seine Hand und umarmt den Mann. „Wir werden das schaffen. Wir lassen keinen allein“, fügt er an.

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Hochwasser in Deutschland
Quelle: Infografik WELT

Nach Angaben Söders waren seit Beginn der Hochwasserkatastrophe allein in Bayern fast 40.000 Kräfte von Feuerwehren, Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz und Technischen Hilfswerk und der Bundeswehr im Einsatz. Dem Bundesverteidigungsministerium zufolge helfen rund 800 Soldatinnen und Soldaten mit Sandsäcken, Decken und Fahrzeugen.

Flüsse vor allem in Bayern und Baden-Württemberg stark ansteigen

Tagelange Regenfälle ließen in den vergangenen Tagen die Pegel zahlreicher Bäche und Flüsse vor allem in Bayern und Baden-Württemberg stark ansteigen. Ganze Ortschaften wurden überflutet, auch nachdem Dämme gebrochen waren.

In mehreren Gemeinden wurden die Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und wurden mit Baggern, Booten und Hubschraubern in Sicherheit gebracht. Das bayerische Innenministerium gab die Zahl der von Evakuierungen betroffenen Menschen am Sonntag mit 3000 an.

In Pfaffenhofen an der Ilm steht ein Großteil des Ortes unter Wasser

In Pfaffenhofen an der Ilm steht ein Großteil des Ortes unter Wasser
Quelle: dpa/-

Besonders heftig traf es den bayerischen Landkreis Pfaffenhofen. Dort starb in der Nacht zum Sonntag ein 42-jähriger ehrenamtlicher Feuerwehrmann im Einsatz, nachdem ein Rettungsboot an einem unterspülten Haus gekentert war.

Einen weiteren Unfall gab es bei einer Evakuierungsaktion im bayerischen Günzburg, als ein Boot mit fünf Einsatzkräften von DLRG und Feuerwehr wegen starker Strömung kenterte. Vier Insassen konnten sich retten und blieben unverletzt, nach einem 22-jährigen ehrenamtlichen Feuerwehrmann lief ein großangelegter Sucheinsatz. Ebenfalls vermisst wurde eine 43-Jährige, die in einem vollgelaufenen Keller eines Mehrfamilienhauses im bayerischen Schrobenhausen vermutet wurde.

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Für Montag rechnet der Deutsche Wetterdienst mit weiteren Regenfällen in Süd- und Ostdeutschland. Für Teile Bayerns, Baden-Württembergs, Sachsens, Thüringens sowie Brandenburgs galt am Sonntag die Warnstufe zwei. Erwartet werden auch steigende Pegel entlang des Rheins, wo am Samstagabend bei Karlsruhe bereits die Schifffahrt eingestellt worden war.

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