Wednesday, June 19, 2024

Nordkorea schickt rund 600 Ballons mit Müll über Grenze nach Südkorea

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Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs erneut Hunderte mit Müll gefüllte Ballons über die stark befestigte Grenze nach Südkorea gesendet. Seit Samstagabend seien rund 600 Ballons in Seoul und der Provinz Gyeonggi entdeckt worden, in ihnen seien unter anderem Zigarettenstummel, Papier und Plastiktüten, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag unter Berufung auf den Generalstab in Seoul. Die Objekte sollten nicht berührt werden, da sie potenziell gefährlich sein könnten.

Das Militär schickte Teams zur Bergung der Trümmer, wie es weiter hieß. Die Ballons seien nicht abgeschossen worden, da nicht völlig ausgeschlossen werden könne, dass sie giftige Chemikalien enthielten. Das südkoreanische Präsidialamt wollte noch am Sonntag über die Provokationen durch die Ballons beraten.

Nordkorea hatte bereits in der vergangenen Woche rund 260 Ballons geschickt, in denen sich möglicherweise in Tüten auch Exkremente befunden haben sollen. Am Freitag hatte das südkoreanische Verteidigungsministerium gewarnt, es werde Maßnahmen ergreifen, wenn Nordkorea weiter „irrationale“ Provokationen vornehme. Man könne erwägen, Lautsprechersendungen an der Grenze wiederaufzunehmen oder Flugblätter mit kritischen Inhalten zu schicken, die unter anderem zum Sturz der Führung in Pjöngjang aufrufen.

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Das von Kim Jong Un autoritär regierte Nordkorea hatte am vergangenen Sonntag gedroht, „Haufen von Altpapier und Dreck“ über die Grenzregionen zu schicken. Südkorea werde merken, „wie viel Mühe es macht, alles zu beseitigen“, hieß es in einer Erklärung des Vize-Verteidigungsministers. Die Maßnahmen würden eine Antwort auf die Versendung von Flugblättern und Unrat aus Südkorea sein.

Unter der früheren liberalen südkoreanischen Regierung war 2021 ein Gesetz in Kraft getreten, wonach das Versenden von Flugblättern und anderer Objekte an der militärischen Demarkationslinie zwischen beiden Ländern verboten ist. Das Verfassungsgericht hob das Verbot im vergangenen Jahr mit dem Argument wieder auf, es schränke unverhältnismäßig die Meinungsfreiheit ein.

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