Wednesday, June 19, 2024

Deniz Undav: „Immer wieder hatte ich mit Traum von Profikarriere schon abgeschlossen“

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Mit 18 Saisontoren ist Deniz Undav einer der Shooting-Stars der Liga. Im März wurde der 27 Jahre alte Spieler des VfB Stuttgart erstmals von Bundestrainer Julian Nagelmsann in die Nationalmannschaft berufen, beim 2:0 gegen Frankreich gab er sein Debüt. Bei der EM (14. Juni bis 14. Juli) ist er Teil der deutschen Offensivabteilung

Frage: Herr Undav, Sie stehen mit Deutschland vor ihrem ersten großen Turnier. Welche Erinnerungen haben Sie an die Heim-WM 2006?

Deniz Undav: Ich war zehn Jahre alt und ständig auf dem Fußballplatz. Nach den Spielen bin ich immer mit meinem Vater und meinem Bruder in die Stadt zu uns nach Achim gegangen. Dort ging die Post ab, alle hatten Deutschland-Fahnen und haben gesungen. Daran kann ich mich noch gut erinnern. Lahm, Schweinsteiger, Poldi – das waren so die Spielertypen, die man bewundert hat.

Frage: Hatten Sie damals ein Trikot an?

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Undav: Nee, ein DFB-Trikot hatte ich nie. Ich habe in meinem Leben nur zwei Trikots gekauft: ein Brasilien-Shirt von Ronaldo und ein Schalke-Trikot von Klaas-Jan Huntelaar. Ansonsten hatte ich vielleicht mal ein gefälschtes Trikot, das mir mein Vater aus der Türkei mitgebracht hat …

Frage: Deniz Undaz als Poldi 2.0 – würden Sie das so unterschreiben?

Undav: Wir sind uns ähnlich. Aber Poldi ist Poldi und ich bin der Deniz. Ich mache mein eigenes Ding. Wir werden beide in eine gewisse Schublade gesteckt – womöglich wegen unserer Sprüche. Aber wenn man uns kennenlernt, merkt man hoffentlich: Da ist mehr dahinter.

Frage: Neben Thomas Müller gelten Sie als der Spaßvogel im Team. Wie ist ihr Verhältnis zum Bayern-Star?

Undav: Wir verstehen uns super. Wir sind uns ja schon ähnlich: Wir lieben es, mit Spaß Fußball zu spielen, machen gerne Sprüche und reißen Witze. Ich glaube, es gibt für eine Mannschaft nichts Besseres, als wenn die Chemie stimmt und man sich auch mal einen lockeren Spruch drücken kann.

„Ein bisschen was kann er schon noch, der Onkel“