Saturday, June 22, 2024

Krieg in der Ukraine: Energieexperten warnen vor Blackout

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Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind mehrere Energieanlagen getroffen worden. Ein Kraftwerk sei zerstört und das Stromnetz im Bezirk Holosijiwskyj sei beschädigt worden, teilte das Energieunternehmen DTEK mit. Einige Privathäuser seien noch ohne Strom. Die russischen Streitkräfte hätten mit Drohnen und ballistischen Kurzstreckenraketen vom Typ Iskander angegriffen, teilte die ukrainische Luftwaffe mit.

Energieexperten haben die Folgen der russischen Angriffe auf die Elektrizitätswerke untersucht. Einer von ihnen ist der Berliner Helmholtz-Forscher Georg Zachmann. Er fürchtet, dass die Stromversorgung der Ukraine im nächsten Winter zusammenbrechen könnte. Das berichtet der „Spiegel“. Demnach laufen die Atommeiler, die unter ukrainischer Verwaltung stehen, zwar weitgehend ungestört weiter, doch hat Moskau inzwischen mehr als 90 Prozent der Gas- und Kohlekraftwerke des Landes zerstört oder besetzt.

Ukraine-Krieg - Stromausfall in Kiew

November 2022: Kiew ist ohne Strom, nachdem wichtige zivile Infrastrukturen durch russische Raketenangriffe getroffen wurden
Quelle: picture alliance/dpa/SOPA Images via ZUMA Press Wire/Oleksii Chumachenko

Bleibt es beim heutigen Grad der Zerstörung, würden etwa ein Fünftel der benötigten Erzeugungskapazität im Winter fehlen. Im Extremfall könne es „zu einem Blackout kommen“, sagt Zachmann. Dann würde sich die Stromerzeugung nur schwer wieder hochfahren lassen. Der Analyse nach wären die Auswirkungen gravierend, wenn Haushalte, Kommunen oder kriegswichtige Industrien für mehrere Stunden pro Tag auf Strom verzichten müssten.

Zudem ziele Moskaus Strategie darauf ab, die Moral der Verteidiger zu untergraben. Russland bombardiere die Kraftwerke oft bei laufender Reparatur, um gezielt „Ingenieure und Rettungskräfte zu töten“.

Feuerwehrleute löschen in Charkiw den Brand nach einem Raketenangriff

Feuerwehrleute löschen in Charkiw den Brand nach einem Raketenangriff
Quelle: dpa/Andrii Marienko

Ähnlich war es bei russischen Angriffen auf die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine. Nach Angaben des örtlichen Gouverneurs sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Mehr als zwei Dutzend seien verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Oleh Synegubow am Freitag im Onlinedienst Telegram.

Er warf Russland vor, erneut eine Taktik des doppelten Angriffs verfolgt zu haben, obwohl Ärzte, Rettungs- und Sicherheitskräfte bereits vor Ort gewesen seien. Unter den Verletzten sei auch ein Notarzt. Mit der Taktik ist gemeint, dass eine zweite Rakete auf dasselbe Ziel abgefeuert wird.

Der Großteil der Opfer lebte in einem fünfstöckigen Wohnhaus. Das russische Militär habe fünf Raketen auf die Großstadt abgefeuert, hieß es. Die örtliche Staatsanwaltschaft erklärte, bei dem Angriff seien S-300- und S-400-Raketen aus der russischen Grenzregion Belgorod abgefeuert worden.

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Charkiw ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine und beinahe täglich Ziel von Angriffen, die hauptsächlich von russischem Territorium ausgehen. Die russische Armee hatte Mitte Mai eine Offensive in der Region Charkiw gestartet und die ukrainischen Streitkräfte unter Druck gesetzt. Dabei verzeichnete sie eine Reihe von Geländegewinnen.

Pentagon-Bericht: Russland setzt nordkoreanische Raketen ein

Russland setzt laut einer Trümmeranalyse des US-Militärs nordkoreanische Raketen in der Ukraine ein. „Die Analyse bestätigt, dass Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine in Nordkorea hergestellte ballistische Raketen eingesetzt hat. Nordkoreanische Raketentrümmer wurden in der gesamten Ukraine gefunden“, erklärte der militärische Nachrichtendienst Defense Intelligence Agency (DIA) des Pentagons.

Der Bericht stützt sich auf öffentlich zugängliche Bilder, um zu bestätigen, dass im Januar in der Region Charkiw gefundene Trümmer von einer ballistischen Kurzstreckenrakete aus Nordkorea stammen. Dafür wurden Bilder nordkoreanischer Staatsmedien mit Fotos verglichen, die Raketentrümmer in Charkiw zeigen.

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