Saturday, June 22, 2024

Puma ist plötzlich die Nummer 1 in der Bundesliga – WELT

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Auf der Hamburger Reeperbahn herrschte am Pfingstmontag Ausnahmezustand. Der FC St. Pauli feierte die Zweitliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Erste Bundesliga. Die Band Deichkind spielte, Rapper König Boris legte auf. 50.000 Fußballfans feierten bis in die Nacht.

Für den Anlass hatten sich viele in ihre alten Fan-Trikots gezwängt und führten ausgeblichene Leibchen aus Zeiten spazieren, in denen die Kiez-Kicker noch mit dem lokalen Bierbrauer oder Whisky-Werbung auf der Brust aufliefen. Doch als die Spieler die Meisterschale in den Himmel hoben, hatten sie schon die Erstliga-Trikots ihres neuen Ausstatters übergestreift – Puma.

Der Sportartikelhersteller aus dem fränkischen Herzogenaurach hatte im Herbst vergangenen Jahres eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Hamburger Club unterzeichnet – angeblich für knapp zwei Millionen Euro im Jahr. Das Geld scheint gut investiert. Denn nun spielt Puma mit St. Pauli erstklassig, während Rivale Adidas mit dem ehedem großen HSV die siebte Ehrenrunde in Liga zwei drehen muss.

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Die Aufholjagd beginnt

Nun greift die ewige Nummer zwei im fränkischen Hersteller-Duell in der Bundesliga an, und das nicht nur mit St. Pauli. Denn parallel zur Hamburger Meisterfeier rollte am Montag ein paar Kilometer weiter nördlich die Mannschaft von Holstein Kiel im offenen Bus durch die Stadt, auch sie bejubelt von Zehntausenden.

Die Kieler „Störche“ feierten an diesem Tag ebenfalls ihren Bundesliga-Aufstieg, auch sie in Puma-Trikots. „Ich bin unheimlich stolz auf die überragende Leistung unserer Clubs und die tolle Arbeit meines Teams“, kommentiert Puma-CEO Arne Freundt gegenüber WELT die sportlichen Erfolge. „Zusammen werden wir nächste Saison die sichtbarste Sportmarke in der Bundesliga sein.“

Tatsächlich wird Puma mit den beiden Überraschungsaufsteigern zur dominantesten Marke in der höchsten deutschen Spielklasse. Freundt hatte erst bei der Bilanzvorstellung Anfang des Jahres bekannt gegeben, dass Puma dem US-Rivalen Nike das Profi-Team von RB Leipzig abgeluchst hatte, das seit 2016 in der Bundesliga spielt.

150 Millionen Euro schwer soll der Deal sein, verteilt über zehn Jahre. Zusammen mit den Puma-Bestandskunden – dem Champions-League-Finalisten Dortmund sowie Mönchengladbach und Heidenheim – stattet der Hersteller in der kommenden Saison sechs der 18 Erstliga-Clubs aus. Damit ist Puma zumindest in puncto Trikotpräsenz mit Abstand die neue Nummer eins.

Quelle: Infografik WELT

Bei Adidas hält sich hingegen die Partystimmung in engen Grenzen. Der vermeintliche Meisterschafts-Abonnent aus München, der traditionell mit drei Streifen aufläuft, steckt in der Krise. Und der trendige Hauptstadt-Club Union Berlin wäre nach kurzem Höhenflug beinahe in die Zweitklassigkeit abgestiegen.

Nun muss man schon auf die Relegationsspiele hoffen, um im Falle eines Sieges von Fortuna Düsseldorf wenigstens einen dritten Adidas-Club in die Erstliga-Arenen zu schicken. Das wären dann genauso viele, wie auch Nike hat. Die übrigen Teams verteilen sich auf kleinere Ausstatter wie Hummel, Jako oder Mizuno.

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