Wednesday, June 19, 2024

Ebrahim Raisi: UN-Sicherheitsrat hält Schweigeminute ab – Heftige Kritik aus Israel

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Zu Beginn der Sitzung des UN-Sicherheitsrates am Montag in New York sind dessen Mitglieder in einer Schweigeminute für den am Tag zuvor bei einem Hubschrauberabsturz gestorbenen iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi aufgestanden. Außerdem sprachen die Mitglieder des Sicherheitsrats gemeinsam mit UN-Generalsekretär António Guterres ihr Beileid aus.

„Der Generalsekretär spricht den Familien der Verstorbenen sowie der Regierung und dem Volk der Islamischen Republik Iran sein aufrichtiges Beileid aus“, sagte der Sprecher von Guterres in einer veröffentlichten Erklärung.

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Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Gilad Erdan, übte deshalb heftige Kritik am Sicherheitsrat. „Der UN-Sicherheitsrat hat heute eine Schweigeminute eingelegt, um an einen Massenmörder, den iranischen Präsidenten Raisi, zu erinnern. Das ist eine Schande“, sagte er in einer Videobotschaft. „Diese Körperschaft, die keine Anstrengungen unternimmt, unsere Geiseln zu befreien, hat heute ihren Kopf vor einem Mann verneigt, der für den Tod von Tausenden im Iran, in Israel und auf der ganzen Welt verantwortlich ist. Was kommt als Nächstes? Eine Schweigeminute zum Jahrestag von Hitlers Tod?“, fragte Erdan und warf dem UN-Sicherheitsrat vor, „zu einer Gefahr für den Weltfrieden“ geworden zu sein.

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Der jahrzehntealte Konflikt zwischen Israel und dem Iran hat sich seit den Massakern der islamistischen Hamas und anderer Extremisten aus dem Gaza-Streifen in Israel zugespitzt. Raisi sicherte der Hamas Unterstützung zu. Erstmals ging der schiitische Iran Mitte April unter Raisis Führung sogar so weit, direkt von seinem Boden aus hunderte Drohnen und Raketen auf Israel abzufeuern – fast alle wurden mithilfe der USA und anderer Verbündeter abgefangen.

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WELT-Redakteur Klaus Geiger

Zum Tod von Raisi

Für die Exil-Opposition ist sein Name unauslöschlich mit Massenhinrichtungen von politischen Dissidenten im Jahr 1988 verbunden, als Raisi stellvertretender Staatsanwalt des Revolutionsgerichts in Teheran war. Dafür erhielt er den Beinamen „Schlächter von Teheran“. Er selbst bestritt jegliche Verantwortung. Seit 2019 stand Raisi auf einer Sanktionsliste der USA. Ihm werden weitere schwere Menschenrechtsverbrechen zur Last gelegt.

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