Wednesday, April 24, 2024

Eishockey: Trauer um berüchtigten NHL-Star Chris Simon

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Eishockey ist ein gefährlicher Sport. Trotz aller Regelverschärfungen kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen. Manchmal werden diese auch in Kauf genommen. Zum Beispiel, wenn sich zwei Profis auf dem Eis schlagen. Meist wird die Prügelei erst nach mehreren harten Schlägen beendet. Einer, der gerne hingelangt hat, war Chris Simon. Nun ist er tot, elf Jahre nach seinem Karriereende.

Die National Hockey League (NHL) trauert um den Kanadier, der 1996 mit den Colorado Avalanche den Stanley Cup gewann. Simon starb bereits am Montag im Alter von 52 Jahren, wie die Liga und einige ehemalige Teams des Ex-Profis, der insgesamt 15 Jahre in der besten Eishockeyliga der Welt aktiv war, bestätigten.

Inzwischen hat sich auch Simons Familie in einem offiziellen Statement zum Tod des Eishockeyspielers geäußert. Die Angehörigen des Kanadiers sind sicher, dass die schweren Kopfverletzungen aus seiner Zeit als Profi die Ursache für den Tod sind. „Die Familie ist, weil sie es aus erster Hand erlebt hat, tief überzeugt, dass Simon stark an CTE gelitten und dies tragischerweise zu seinem Tod geführt hat“, heißt es in der Mitteilung. Simon habe sich das Leben genommen, so die Familie.

Maple Leafs Capitals Hockey

Die NHL würdigte Chris Simon mit einer Einblendung auf den Videowürfeln in den Arenen
Quelle: AP/Nick Wass

CTE ist eine Gehirnerkrankung, die nach häufigen Schlägen oder Stößen auf den Kopf auftritt. Zu den Symptomen zählen kognitive Defizite sowie Wesens- und Verhaltensveränderungen. Ob Simon an CTE litt, lässt sich nur durch eine posthume Untersuchung des Gehirns diagnostizieren. In der Vergangenheit sind bereits mehrere ehemalige NHL-Profis an den Folgen einer CTE-Erkrankung gestorben. Dazu zählen Wade Belak, Derek Boogard, Steve Montador oder Zarley Salapski.

Simon als Enforcer gefürchtet

Für die Theorie der Simon-Familie spricht auch dessen Karriere als sogenannter Enforcer. Ihre Aufgabe auf dem Eis ist es, gegnerische Spieler besonders hart anzugehen und in Prügeleien zu verwickeln. Simon war für seine Brutalität berüchtigt. Der 1,93 Meter große und 105 Kilogramm schwere Profi sammelte in der NHL insgesamt 1.824 Strafminuten und wurde achtmal suspendiert; im Jahr 2007 für 30 Spiele, weil er auf einen am Boden liegenden Gegner getreten war.

Obit Simon Hockey

Raubein: Chris Simon sammelte während seiner NHL-Karriere über 1800 Strafminuten
Quelle: AP/JEFF MCINTOSH

„Chris war ein großartiger Kerl, ein geliebter Teamkollege und ein wichtiger Teil unserer ersten Meisterschaftssaison“, würdigte Avalanche-Teampräsident Joe Sakic den Kanadier in einer Erklärung. „Er war ein wirklich guter Eishockeyspieler, der Tore schießen konnte, in der Kabine sehr präsent war und als Erster aufstand, um seine Mitspieler zu verteidigen. Abseits des Eises war er ein unglaublicher Kerl und ein fürsorglicher Vater, Sohn, Bruder und Freund. Wir werden ihn schmerzlich vermissen.“ Die NHL bezeichnete Simon als „einen erbitterten Konkurrenten und Teamkollegen“.

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