Wednesday, April 24, 2024

Fußball Nationalelf: Nike soll DFB 100 Millionen Euro pro Jahr zahlen

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Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kritisiert den Ausrüsterwechsel beim Deutschen Fußball-Bund von Adidas zu Nike. „Die Erfolgsgeschichte begann 1954 mit dem unvergessenen WM-Sieg, der unserem Land wieder Selbstbewusstsein gegeben hat. Deshalb ist es falsch, schade und auch unverständlich, dass diese Geschichte jetzt enden soll“, schrieb der CSU-Politiker am Freitag auf X (früher Twitter). Die Nationalelf „spielt in drei Streifen – das war so klar, wie dass der Ball rund ist und ein Spiel 90 Minuten dauert“.

Die Meldung hatte hohe Wellen geschlagen. Nach sieben Jahrzehnten endet die Partnerschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit Adidas. 70 Jahre lang trugen die Nationalmannschaft das Trikot mit den drei Streifen. Damit ist 2027 Schluss, der DFB lässt den Vertrag auslaufen und kooperiert ab dann mit dem US-Sportartikelhersteller Nike. Das US-Unternehmen soll in dieser Zeitspanne alle Nationalteams ausrüsten.

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„Deutscher Fußball ist Heimat pur – und kein Spielball internationaler Konzernkämpfe. Kommerz ist nicht alles. Mehr Geradlinigkeit hätte dem DFB trotz aller wirtschaftlichen Herausforderungen gut zu Gesicht gestanden“, erklärte der 57-jährige Söder. Der deutsche Fußball sei immer auch „ein Stück deutsche Wirtschaftsgeschichte“ gewesen. Adidas hat seinen Sitz in Herzogenaurach im Freistaat Bayern. Seinen Post versah Söder mit einem Foto der Siegerehrung nach dem WM-Triumph 2014. Bastian Schweinsteiger, wie seine Kollegen mit dem bekannten Trikot gekleidet, hält auf dem Bild den WM-Pokal in die Höhe.

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz kritisierte den Wechsel des Ausrüsters ebenfalls scharf. „Das ist eine für mich völlig unverständliche Entscheidung“, sagte der Oppositionsführer im Bundestag am Freitag in Berlin. „Und ich muss ehrlich sagen: Sie ist auch unpatriotisch.“ Natürlich müsse der DFB auch ökonomisch arbeiten. Für ihn stünden aber auch andere Erwägungen mit zur Abstimmung, sagte Merz. Er wies darauf hin, dass der DFB mit Adidas viermal Fußball-Weltmeister geworden sei.

Bundestag

Friedrich Merz (CDU) kritisierte die Entscheidung des DFB als „unverständlich“
Quelle: dpa/Britta Pedersen

„Diese Entscheidung ist völlig unverständlich und geschichtsvergessen. Vom DFB würde ich schon ein Mindestmaß an Patriotismus erwarten. Die vielen Erfolge unserer Fußballer, beginnend beim Wunder von Bern über zahlreiche großartige „Schlachten“ bei Europa- und Weltmeisterschaften, sind untrennbar mit den drei Streifen verbunden“, erklärte Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann (CSU).

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„Es ist ein Armutszeugnis, dass sich der DFB von dieser Tradition, von einem einheimischen fränkischen Unternehmen verabschiedet, um wegen ein paar Dollar mehr einem amerikanischen Sportausrüster den Vorzug zu geben. Bei allem Verständnis, dass Fußball heutzutage ein Milliarden-Geschäft ist, muss nicht überall die Tradition dem Geld weichen“, meinte Herrmann.

Nike soll 100 Millionen zahlen

Nach Informationen des „Handelsblatts“ ist der Wechsel des Ausrüsters für den DFB äußerst lukrativ. Der Vertrag mit Nike soll dem DFB 100 Millionen Euro pro Jahr bringen. Damit würde Nike die bisherige Vertragssumme des aktuellen Ausrüsters Adidas bei Weitem übertreffen.

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Der langjährige Partner Adidas, der noch bis Ende 2026 alle Nationalmannschaften ausrüstet, soll rund 50 Millionen Euro jährlich an den DFB überweisen. Der Verband hatte den neuen Deal am Donnerstag bekannt gegeben, die Vertragssumme aber nicht genannt. Es hieß lediglich, dass Nike „das mit Abstand beste wirtschaftliche Angebot abgegeben“ habe.

Karl Lauterbach treibt in Adidas-Klamotten Sport, die Nationalelf bald nicht mehr

Karl Lauterbach treibt in Adidas-Klamotten Sport, die Nationalelf bald nicht mehr
Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka

Der Ausrüster-Wechsel hatte unter anderem auch Kritik von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hervorgerufen. „Ich kann mir das deutsche Trikot ohne die drei Streifen kaum vorstellen. Adidas und Schwarz-Rot-Gold gehörten für mich immer zusammen. Ein Stück deutscher Identität. Da hätte ich mir ein Stück mehr Standortpatriotismus gewünscht“, sagte Habeck.

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Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kritisierte die Entscheidung des DFB und schrieb bei „X“: „Adidas soll nicht mehr Nationaltrikot im Fußball sein? Stattdessen ein US-Unternehmen? Halte ich für eine Fehlentscheidung, wo Kommerz eine Tradition und ein Stück Heimat vernichtet.“

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Durch den Ausrüster-Wechsel endet dann eine mehr als 70-jährige Partnerschaft des DFB mit Adidas. Bei allen vier WM-Titeln und bei allen drei EM-Titeln der Männer sowie bei den beiden WM-Titeln und den acht EM-Trophäen der Frauen war Adidas der Ausrüster. Die Zusammenarbeit mit Nike ist zunächst bis 2034 angelegt.

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