Wednesday, April 24, 2024

Adidas-Aus beim DFB: Marktwirtschaft nennt sich das, Herr Wirtschaftsminister!

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So so, fehlender Standortpatriotismus also. Noch so ein Wort, dass erst einmal ins interne Wörterbuch übertragen werden muss, weil es dort bisher fehlte. Robert Habeck hat dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) fehlenden Standortpatriotismus vorgeworfen, weil der Verband ab 2027 mit Nike paktiert statt mit Adidas. Der US-amerikanische Sportartikelgigant wird dann alle Nationalmannschaften des DFB mit seinem Swoosh bekleben und damit die drei Streifen vom Ärmel tilgen, die jahrzehntelang das weiße National-Oberhemd schmückten.

Fehlender Standortpatriotismus also? Das wirkt absurd. Allein schon, weil sich der Bundeswirtschaftsminister in der Vergangenheit nicht gerade durch übertriebene Vaterlandsliebe (=Patriotismus) auszeichnete; es gibt da sogar Zitate, dass er selbige „zum Kotzen“ fände. Dass er sich nun für den sympathischen Nachbarschaftskonzern Adidas starkmacht, passt natürlich in die Zeit: regional-saisonal, auch im Sportbekleidungssektor.

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Erst kürzlich machte Wirtschaftsminister Habeck mit seinen Regierungskollegen Werbung für die Europameisterschaft in Deutschland
Quelle: REUTERS

Aus wirtschaftlicher Sicht gesehen ist das allerdings Quatsch. Denn warum sollte der DFB ein deutlich besser dotiertes Angebot ausschlagen? Aus Gründen des Standortpatriotismus? Würde Habeck das auch anderen deutschen Wirtschaftsunternehmen vorwerfen, die besseren ausländischen Angeboten den Vorzug vor inländischen geben? Da hätte er viel zu tun. Oder kommt dem Sport da eine Sonderrolle zu?

Deutscher Fußball-Bund unter Zugzwang

Der klamme DFB wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn er in seiner jetzigen Situation ein Angebot ausschlagen würde, das ihm dem Vernehmen nach 100 Millionen Euro pro Jahr einbringen wird. Marktwirtschaft nennt sich das. Adidas stand es ja frei, mitzuziehen oder zu überbieten. Offenbar war es dem Herzogenauracher Unternehmen das nicht wert.

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Apropos Patriotismus: Der Verband kann sich allein deshalb schon nicht leisten, auf Mehreinnahmen zu verzichten, weil ebenjener „Standort“ ihm ja gerade in die Kasse greifen will. Das Finanzamt Frankfurt hat dem DFB die Gemeinnützigkeit für die Jahre 2014 und 2015 entzogen, ihm droht eine Steuernachzahlung in zweistelliger Millionenhöhe.

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Zudem kämpft der Verband seit Jahren gegen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für das Jahr 2006 und die daraus erfolgte Steuernachzahlung in Höhe von rund 22 Millionen Euro. Und das ist ja auch richtig so. Allerdings pocht der DFB da auch nicht auf Standortpatriotismus. Man würde ihn wohl auch auslachen.

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