Thursday, February 22, 2024

Israel News ++ Fünf israelische Geiseln in Gewalt der Hamas gestorben ++

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Die israelische Armee hat den Tod von fünf Geiseln bestätigt, die von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas in den Gaza-Streifen verschleppt worden waren. Die Angehörigen seien informiert worden und der Leichnam einer Geisel sei nach Israel zurückgekehrt, teilte Armeesprecher Daniel Hagari mit.

In den vergangenen Tagen hätten Armee und Polizei die Familien der Geiseln Elijahu Margalit, Maja Goren, Ronen Engel und Arje Zalmanovitz über deren Tod informiert, sagte Hagari. Israelische Soldaten hätten zudem den Leichnam von Ofir Tsarfati zurückgebracht.

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Alle Entwicklungen im Liveticker:

00:20 Uhr – Israel startet Luftangriff auf Damaskus

Israel fliegt am späten Freitagabend einen Luftangriff auf die Umgebung der syrischen Hauptstadt Damaskus, berichten syrische Medien.

23:10 Uhr – Person zündet sich vor Generalkonsulat Israels in Atlanta an

Vor dem israelischen Generalkonsulat in der US-Metropole Atlanta hat sich eine Person angezündet. Ein Sicherheitsmann sei dazwischen gegangen – beide seien bei dem Vorfall verletzt worden. Es war unklar, ob es sich bei der Person um einen Mann oder eine Frau handelte. Die Polizei sprach in einer Pressekonferenz von einem „extremen Akt des politischen Protests“ – eine palästinensische Flagge sei am Ort des Vorfalls gefunden worden. Es bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit und es gebe keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund, so die Behörden weiter.

22:45 Uhr – Zwei Kämpfer und eine Zivilistin bei Gefechten im Libanon gestorben

Bei israelischen Angriffen auf den Südlibanon sind nach Angaben der Hisbollah-Miliz zwei ihrer Kämpfer sowie eine Zivilistin getötet worden. Die Angriffe seien nach Ende der einwöchigen Waffenruhe zwischen Israel und der mit der Hisbollah verbündeten Hamas erfolgt, teilte die Schiitenmiliz mit. Bei dem zivilen Opfer handele es sich um die Mutter eines der getöteten Kämpfer.

Die Hisbollah-Miliz teilte zudem mit, ihre Kämpfer hätten „eine Gruppe feindlicher Soldaten“ in der Nähe einer israelischen Stellung auf der anderen Seite der Grenze ins Visier genommen. In separaten Erklärungen reklamierte die militante Gruppe mehrere weitere Angriffe in Israel für sich, darunter auf Truppen und eine Kaserne.

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Die israelische Armee erklärte ihrerseits, sie habe „eine Terrorzelle“ angegriffen und zwei aus dem Libanon gestartete Raketen abgefangen.

22:10 Uhr – Israel will Visum für UN-Koordinatorin offenbar nicht verlängern

Israel will nach Angaben der Vereinten Nationen das Visum für die UN-Koordinatorin für humanitäre Angelegenheiten in den palästinensischen Gebieten, Lynn Hastings, nicht verlängern. Die UNO sei von den israelischen Behörden darüber informiert worden, dass Hastings Visum nicht über das Ablaufdatum hinaus verlängert werde, sagte Guterres‘ Sprecher Stéphane Dujarric am in New York. Israel wirft Hastings vor, im aktuellen Konflikt zwischen Israel und der islamistischen Hamas parteiisch zu sein.

20:15 Uhr – Hamas meldet 178 Tote seit Ende der Feuerpause im Gaza-Streifen

Nach Darstellung des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums im Gaza-Streifen sind seit dem Ende der Feuerpause bei israelischen Angriffen 178 Menschen ums Leben gekommen. 589 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte ein Sprecher der Behörde mit. Die Zahlen waren unabhängig nicht zu überprüfen.

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Gaza-Streifen

18:45 Uhr – Israels Militär: Leiche von Geisel aus dem Gaza-Streifen geborgen

Israels Militär hat nach eigenen Angaben die Leiche eines in den Gaza-Streifen verschleppten Israelis geborgen. Sie sei vor kurzem entdeckt und zurück nach Israel gebracht worden, teilte die Armee am Freitagabend mit. Der Tote sei am Mittwoch identifiziert worden.

Terroristen hatten den 27-Jährigen Medienberichten zufolge am 7. Oktober zusammen mit etwa 240 weiteren Menschen in den Gazastreifen entführt. Er hatte demnach mit Freunden das Supernova-Festival besucht. Wann er getötet wurde, war zunächst unklar.

17:28 Uhr – Wieder Gefechte an der israelisch-libanesischen Grenze

An der Grenze zwischen dem Libanon und Israel hat wieder Gefechte gegeben. Die vom Iran unterstütze Hisbollah-Miliz im Libanon erklärte, am Nachmittag eine Gruppe „feindlicher Soldaten“ im Grenzgebiet mit „angemessenen Waffen“ angegriffen zu haben. Das israelische Militär teilte mit, ein verdächtiges Flugobjekt abgefangen zu haben. Es sei aus Richtung des Libanons auf israelisches Gebiet gelangt. Das Militär griff demnach außerdem eine Terrorzelle an, die „im Libanon operierte“. Außerdem meldete Israel mehrfachen Beschuss aus dem Libanon. Zwei Geschosse seien abgefangen worden.

Der Vorsitzende des Stadtrates von Hula, Schakib Koteich, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es seien zwei Zivilisten durch israelischen Beschuss getötet worden.

17:12 Uhr – Angehörige einer Deutschen: Hamas-Geiselhaft vor allem mental hart

Der Deutsch-Israelin Yarden Romann geht es nach Worten ihrer Angehörigen nach ihrer Freilassung aus der Geiselhaft der Hamas den Umständen entsprechend gut. „Ihre Erfahrung war offensichtlich sehr hart, vor allem mental“, sagte ihre Cousine Maya Romann der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Yarden Romann war am Mittwoch von der Hamas im Rahmen eines Abkommens mit der israelischen Regierung freigelassen worden.

Das Bild zeigt die Deutsch-Israelin Yarden Romann mit ihrer dreijährigen Tochter Gefen (genaues Aufnahmedatum unbekannt) vor der Entführung

Das Bild zeigt die Deutsch-Israelin Yarden Romann mit ihrer dreijährigen Tochter Gefen (genaues Aufnahmedatum unbekannt) vor der Entführung
Quelle: picture alliance/dpa/Roni Romann

„Es geht ihr recht gut, wenn man bedenkt, was sie alles durchgemacht hat“, sagte ihr Cousine weiter. Yarden sei eine extrem starke Frau. Die Zeit der Geiselhaft sei sehr gefährlich gewesen. Einzelheiten über die Erlebnisse ihrer Cousine während der Zeit könne Maya Romann aber nicht mitteilen. Es gebe eine entsprechende Anweisung der Armee.

17:00 Uhr – Laut Israel noch 137 Geiseln im Gazastreifen

Im Gaza-Streifen werden nach Angaben eines israelischen Regierungssprechers noch 137 Geiseln festgehalten. Darunter seien 115 Männer, 20 Frauen sowie zwei Kinder, sagte Eylon Levy am Freitagnachmittag. Dabei zählt die israelische Regierung auch eine Frau und ihre beiden kleinen Söhne mit, die die islamistische Hamas vor wenigen Tagen als getötet angegeben hatte.

Nach Angaben eines Militärsprechers ist ihr Tod jedoch nicht bestätigt. Die Hamas hatte behauptet, sie seien bei israelischen Angriffen getötet worden – die israelische Armee erklärte daraufhin, die Angaben auf ihre Glaubwürdigkeit zu prüfen.

Fotos von Geiseln, die von der Hamas festgehalten werden, an den Wänden der Altstadt von Jerusalem

Fotos von Geiseln, die von der Hamas festgehalten werden, an den Wänden der Altstadt von Jerusalem
Quelle: dpa/Ilia Yefimovich

Unter den Geiseln sind laut Levy 126 Israelis sowie 11 Ausländer. Bei den Ausländern handelt es sich demnach um acht Thailänder und jeweils einen Staatsbürger aus Nepal und Tansania. Eine Geisel habe zudem die französische sowie die mexikanische Staatsbürgerschaft. Nach Angaben der Familien haben acht israelische Geiseln auch den deutschen Pass.

Levy zufolge gelten sieben Menschen seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober weiter als vermisst. Tausende Terroristen der Hamas sowie anderer Gruppierungen hatten Israel überfallen und im Grenzgebiet ein Blutbad angerichtet. Rund 1200 Menschen wurden ermordet, der Großteil davon Zivilisten. Die Identifikation aller Leichen dauert auch acht Wochen später weiter an. Rund 240 Menschen wurden an dem Tag in den Gaza-Streifen verschleppt. In der vergangenen Woche kamen während einer Feuerpause zwischen Israel und der Hamas 105 Geiseln frei. Im Gegenzug entließ Israel 240 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen.

16:48 Uhr – Nach Ende der Feuerpause keine Hilfslieferungen in Gaza angekommen

Seit Auslaufen der Feuerpause im Gaza-Krieg sind offiziellen Angaben zufolge keine Hilfslieferungen mehr über den Grenzübergang Rafah im abgeriegelten Küstenstreifen angekommen. Das bestätigte der palästinensische Sprecher des Grenzübergangs zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten der Deutschen Presse-Agentur. Aus Sicherheitskreisen in Ägypten hieß es, dass Ägypten bereit sei, Hilfe zu leisten. Dies sei aber wegen der israelischen Bombenangriffe im Gaza-Streifen nicht möglich, hieß es weiter. Zur Frage der Hilfslieferungen gab es aus Israel zunächst keine Reaktion.

15:27 Uhr – USA dringen auf neue Feuerpause im Gaza-Streifen

Nach der Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen Israel und der Hamas dringen die USA auf eine erneute Feuerpause. „Wir arbeiten weiter mit Israel, Ägypten und Katar an Bemühungen, die humanitäre Pause im Gaza-Streifen zu verlängern“, erklärte der Nationale Sicherheitsrat des Weißen Hauses.

14:18 Uhr – Luftalarm in Israel nahe Grenze zum Libanon

In mehreren nordisraelischen Orten nahe der Grenze zum Libanon ist Luftalarm ertönt. Bewohner versuchten sich in Sicherheit zu bringen. Das israelische Militär machte zunächst keine Angaben dazu, was die Sirenen ausgelöst hatte. Im Zuge des Kriegs zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas im Gaza-Streifen hat auch die Gewalt weiter nördlich im Grenzgebiet zwischen Israel und Libanon wieder zugenommen. Im Libanon agiert die islamistische Hisbollah-Miliz, die mit der Hamas verbündet ist.

13:41 Uhr – Bundesregierung „respektiert“ Fortsetzung von Israels Militäreinsatz in Gaza

Die Bundesregierung hält die Fortsetzung des israelischen Militäreinsatzes im Gaza-Streifen für gerechtfertigt. Israel habe von Anfang an angekündigt, seine Militäraktion gegen die Hamas fortzusetzen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann in Berlin. Die Bundesregierung „respektiert“ das – „zumal nach dem Anschlag gestern in Jerusalem, bei dem ja auch Israelis getötet wurden, durch Terroristen der Hamas“.

12:57 Uhr – Hamas nach eigener Darstellung zu Freilassung weiterer Geiseln bereit – aber nur bei Waffenstillstand

Die Terrorgruppe Hamas ist nach Darstellung eines ranghohen Mitglieds zu Gesprächen über die Freilassung weiterer ziviler Geiseln bereit. Voraussetzung sei eine neuerliche Feuerpause, sagte Chalil al-Hajeh dem Fernsehsender Al-Dschasira.

Al-Hajeh erklärte, Verhandlungen über die Freilassung von Militärangehörigen aus der Gewalt der Hamas seien nur im Rahmen eines umfassenden Waffenstillstands möglich. Eine Kampfpause reiche dafür nicht. „Dies ist eine komplizierte Angelegenheit, die an verschiedene Bedingungen geknüpft ist“, sagte er über die Freilassung von Soldaten. „Aber wenn es um Zivilisten geht, sind wir offen für jede neue Waffenruhe, um den Fall der zivilen Geiseln zu schließen.“

Genaue Angaben über die Zahl der Geiseln, die noch von der Hamas festgehalten werden, habe er nicht, sagte Al-Haje. Unter den festgehaltenen Zivilisten seien auch einige ältere Menschen.

12:12 Uhr – Iranische Delegation verlässt Klimakonferenz aus Protest gegen Teilnahme Israels

Aus Protest gegen die Teilnahme von Vertretern des israelischen Staates hat die iranische Delegation nach Medienberichten die Verhandlungen bei der UN-Klimakonferenz in Dubai verlassen. Der iranische Energieminister, Ali Akbar Mehrabian, erklärte als iranischer Delegationsleiter nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna, dass die Teilnahme der Israelis „den Zielen und Leitlinien der Konferenz zuwider“ liefen. Deshalb verlasse die iranische Delegation die Konferenz.

Zuvor hatte die iranische Agentur bereits gemeldet, dass der iranische Präsident Ebrahim Raisi „wegen der Einladung von Vertretern des zionistischen Regimes“ nicht an der UN-Klimakonferenz teilnehmen werde. Der Iran erkennt Israel als Staat nicht an. Im Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gaza-Streifen unterstützt Teheran die Palästinenserorganisation. Eine direkte Beteiligung des Iran an den Vorbereitungen zum brutalen Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober mit 1200 Toten bestreitet Teheran.

11:59 Uhr – UN-Chef Guterres hofft auf neue Feuerpause

UN-Generalsekretär António Guterres hat tiefes Bedauern über die Wiederaufnahme der Kämpfe im Gaza-Streifen ausgedrückt. „Die Rückkehr zu Feindseligkeiten zeigt nur, wie wichtig es ist, einen echten humanitären Waffenstillstand zu haben“, schrieb er am Freitag auf der Plattform X (vormals Twitter). „Ich hoffe immer noch, dass es möglich wird, die Pause, die eingerichtet worden war, zu erneuern“, so Guterres.

Direkt mit Ablauf der Frist für die Feuerpause wurden am Morgen die Kämpfe im Gaza-Streifen wieder aufgenommen. Bereits am Donnerstag hatte Guterres einen „echten humanitären Waffenstillstand“ zwischen Israel und der islamistischen Hamas gefordert. Zu dem Zeitpunkt bestand noch Hoffnung, dass Verhandlungen für eine verlängerte Feuerpause erfolgreich sein würden.

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11:25 Uhr – Israel veröffentlicht Karte mit Evakuierungszonen in Gaza

Das israelische Militär hat eine Karte mit Evakuierungszonen für die Bewohner des Gaza-Streifens veröffentlicht. Auf der Karte war der Gaza-Streifen in Hunderte nummerierte Bereiche unterteilt. Die Bewohner wurden aufgefordert, sich mit der Nummer ihres Standorts vertraut zu machen, falls es zu einer Evakuierung kommen sollte.

Die Bereiche waren grob gezeichnet, in einigen Fällen durchschnitten die Linien Straßen. Die Karte, die nach Angaben aus Israel demnächst in interaktiver Form zur Verfügung stehen soll, wurde Stunden nach der Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen Israel und der Hamas veröffentlicht.

Aufnahme vom 1. Dezember aus Chan Junis im südlichen Gaza-Streifen

Aufnahme vom 1. Dezember aus Chan Junis im südlichen Gaza-Streifen
Quelle: REUTERS

Eine von Katar, Ägypten und den Vereinigten Staaten ausgehandelte einwöchige Waffenruhe war zuvor ausgelaufen. Es war nicht klar, wie die Palästinenser über die ihnen zugewiesenen Nummern und mögliche Evakuierungsaufrufe auf dem Laufenden gehalten werden sollten und wohin die Bewohner in einem solchen Fall gehen sollten.

09:56 Uhr – Baerbock wirbt für Fortsetzung der Waffenruhe

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat zu einer Fortsetzung der Waffenruhe aufgerufen. „In diesen Minuten müssen wir alles dafür tun, dass die humanitäre Feuerpause fortgeführt wird“, erklärte Baerbock. Dies sei nötig „sowohl für die verbleibenden Geiseln, die seit Wochen in finsteren Tunneln auf Freilassung hoffen, als auch für die Not leidenden Menschen in Gaza, die dringend mehr humanitäre Hilfe benötigen“.

„Das Leid für die Menschen in Israel ist unerträglich. Das Leid für die Menschen in Gaza ist unerträglich. Dieses Leid muss für alle endlich aufhören“, betonte Baerbock. Israel werde niemals in Sicherheit leben können, „wenn der Terror nicht bekämpft wird“. Und zugleich könne es nur Sicherheit für Israel geben, „wenn auch die Palästinenser eine Zukunftsperspektive haben“.

Dies könne aber nur gelingen, wenn „der Vernichtungsterror der Hamas keine Chance mehr hat, sich neu zu formieren“, fügte Baerbock hinzu. Sie verwies auf den Anschlag in Jerusalem mit mindestens drei Toten am Donnerstag, zu dem sich die Hamas bekannt hat, sowie die neuen Raketenangriffe der Islamistenorganisation auf Israel nach dem Ende der Feuerpause am Morgen.

09:04 Uhr – Israel fordert zur Räumung von Häusern im südlichen Gaza-Streifen auf

Israel hat Bewohner des südlichen Gaza-Streifens aufgefordert, ihre Häuser östlich der Stadt Chan Junis zu verlassen. Anwohner berichteten, entsprechende Flugblätter seien über Teilen des Küstengebiets abgeworfen worden. Darin wurde auch gewarnt, dass Chan Junis nun eine gefährliche Kampfzone sei.

Die Flugblätter signalisierten, dass Israel eine Ausweitung seiner Offensive vorbereitete, die sich bisher weitgehend auf den nördlichen Teil des Gazastreifens konzentrierte. Hunderttausende Menschen flohen zu Beginn des Gaza-Krieges aus dem nördlichen Gaza-Streifen, viele haben in Chan Junis und anderen Städten im Süden Schutz gesucht.

Chan Junis während der Waffenruhe

Chan Junis während der Waffenruhe
Quelle: dpa/Mohammed Talatene

08:25 Uhr – Verhandlungskreise: Gespräche über Waffenruhe in Nahost dauern trotz neuer Kämpfe an

Trotz der Wiederaufnahme der Kämpfe werden die Gespräche über eine erneute Feuerpause nach Angaben aus Verhandlungskreisen fortgesetzt. „Die Verhandlungen mit den katarischen und ägyptischen Vermittlern dauern trotz der Wiederaufnahme der israelischen Luftangriffe auf den Gaza-Streifen an“, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Quelle am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

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Anti-Israel-Proteste

07:43 Uhr – Netanjahu bekräftigt Ziele im Kampf gegen Hamas

Nach der Wiederaufnahme der Kämpfe im Gaza-Streifen bekräftigt Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Ziele Israels. Dies seien die Befreiung der Geiseln im Gaza-Streifen und die Vernichtung der Hamas, lässt Netanjahu über sein Büro erklären. Es müsse sichergestellt werden, dass die Hamas nie wieder eine Bedrohung für israelische Bürger darstelle. Netanjahu wirft der radikalen Palästinenser-Organisation vor, gegen Vereinbarungen der am Morgen ausgelaufenen Waffenruhe verstoßen zu haben. Die Hamas habe nicht wie vereinbart alle weiblichen Geiseln freigelassen und zudem Raketen auf Israel abgefeuert.

06:15 Uhr – Waffenruhe ausgelaufen: Israel fängt Rakete aus Gaza ab und nimmt Kämpfe wieder auf

Das im Gaza-Krieg vereinbarte Fristende für die Feuerpause ist am Freitagmorgen verstrichen. Ob die Verhandlungen über eine erneute Verlängerung beendet sind, war am Morgen ungewiss. Keine der beiden Seiten hat bisher eine Übereinkunft zur Verlängerung verkündet. Die Feuerpause war bis Freitag 6:00 Uhr MEZ befristet.

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die Kämpfe im Gaza-Streifen gegen die islamistische Hamas wieder aufgenommen. Israelische Kampfjets haben bereits mit Angriffen auf Ziele der Hamas im Gaza-Streifen begonnen. Dies teilte Israels Militär am Freitagmorgen mit. Die Armee warf der radikalen Palästinenser-Gruppe vor, die Vereinbarung der vorübergehenden Waffenruhe gebrochen und Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert zu haben.

Israelische Militärkräfte im Gaza-Streifen

Israelische Militärkräfte im Gaza-Streifen
Quelle: via REUTERS

Die israelische Armee hatte bereits rund eine Stunde vor Ablauf der siebentägigen Waffenruhe gemeldet, dass sie eine aus dem Gaza-Streifen abgefeuerte Rakete abgefangen habe. Das Raketenabwehrsystem Iron Dome habe das Geschoss abgefangen.

Zuvor hatten in den israelischen Gebieten nahe der Grenze zum Gaza-Streifen nach Angaben des israelischen Rundfunksenders „Kan“ Raketensirenen geheult. Es gibt keine Berichte über Verletzte oder Schäden durch den Angriff. Weder die israelische Armee noch die Hamas geben zunächst eine Stellungnahme ab, niemand bekannte sich zu dem Beschuss.

03:20 Uhr – Roter Halbmond: Hunderte Lkw mit Hilfsgütern erreichen Norden Gazas

Seit Beginn der Waffenruhe im Gaza-Krieg haben nach Angaben des Palästinensischen Roten Halbmonds 310 Lastwagen mit Hilfsgütern erfolgreich den Norden des abgeriegelten Küstenstreifens erreicht. Wie die Hilfsorganisation in der Nacht zum Freitag auf X bekanntgab, konnten auf diese Weise wichtige Güter wie Lebensmittel, Babynahrung und Decken für Tausende Menschen in Not bereitgestellt werden. Allein am Vortag hätten 56 Lastwagen mit Hilfsgütern die Stadt Gaza und die nördlichen Gebiete des Gazastreifens erreicht, hieß es in der Mitteilung.

01:56 Uhr – Israel lässt 30 Palästinenser aus Gefängnissen frei

30 Palästinenser sind nach Angaben der israelischen Gefängnisbehörde aus israelischen Gefängnissen entlassen worden. Die Palästinenser seien im Rahmen der siebten Runde des Geiseldeals im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens aus Haftanstalten in Israel, im besetzten Westjordanland und in Jerusalem freigelassen worden, heißt es.

01:26 Uhr – Israelischer Soldat hat Zivilisten bei Terroranschlag irrtümlich erschossen

Ein Zivilist, der bei dem Terroranschlag am Donnerstagmorgen in Jerusalem die Attentäter beherzt angriff, ist laut Medienberichten versehentlich von israelischen Soldaten erschossen worden. Er sei einen Tag vor seinem 38. Geburtstag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen, berichteten mehrere israelische Medien unter Berufung auf die behandelnde Klinik.

Der Mann habe gesehen, wie die Attentäter an einer Bushaltestelle auf Menschen schossen, sei spontan aus dem Auto gesprungen und habe mit seiner eigenen Waffe auf die Angreifer geschossen. Auch die Soldaten eröffneten das Feuer auf die Palästinenser, hielten jedoch auch den Mann irrtümlicherweise für einen Attentäter und schossen auf ihn.

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Terrororganisation

23:37 Uhr – Freigelassene Geiseln wieder in Israel

Die von der islamistischen Hamas freigelassenen Geiseln sind in Israel angekommen. Die sechs Israelis seien auf dem Weg zu einer medizinischen Untersuchung und würden anschließend in Krankenhäusern ihre Familien treffen, teilte das Militär mit. Nach Angaben aus dem Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu handelte es sich um vier Frauen sowie eine 18-Jährige und ihren 17-jährigen Bruder.

23:24 Uhr – Israel ruft Botschafterin in Spanien zu Konsultationen zurück

Im Streit über Äußerungen des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez zum Gaza-Krieg hat Israel seine Botschafterin in Madrid zu Konsultationen zurückgerufen. „Aufgrund der skandalösen Bemerkungen des spanischen Ministerpräsidenten, der unbegründete Behauptungen wiederholt hat, habe ich beschlossen, die israelische Botschafterin in Spanien“, Rodica Radian-Gordon, zu „Konsultationen“ nach Jerusalem zurückzurufen, schrieb der israelische Außenminister Eli Cohen auf X.

Sánchez hatte unter anderem kürzlich in einem Interview mit dem Sender RTVE gesagt, dass Israel „seine Handlungen auf das humanitäre Völkerrecht stützen“ müsse. Angesichts der Bilder aus dem Gaza-Streifen „und der wachsenden Zahl von Menschen, die sterben, vor allem junge Jungen und Mädchen“ habe er „ernsthafte Zweifel“ daran.

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Cohen betonte auf X: „Israel handelt und wird weiterhin im Einklang mit dem Völkerrecht handeln, und wir werden den Krieg fortsetzen, bis alle Geiseln befreit sind und die Hamas im Gaza-Streifen eliminiert ist.“

23:04 Uhr – Katar: Acht Israelis und 30 Palästinenser kommen frei

In Gaza-Krieg sind nach Darstellung des Vermittlers Katar am Abend acht weitere israelische Geiseln der radikal-islamischen Hamas freigelassen worden. Dabei handle es sich um zwei Minderjährige und sechs Frauen, teilt ein Sprecher des Außenministeriums von Katar mit. Zu der Gruppe gehörten formell auch zwei Russen, die am Vortag freigelassen worden waren. Im Gegenzug sollten noch 30 Palästinenser aus israelischen Gefängnissen entlassen werden. Es handle sich dabei um 23 Minderjährige und sieben Frauen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz bestätigt zunächst die Freilassung von acht Geiseln.

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