Thursday, July 25, 2024

Israel Liveticker: ++ Netanjahu deutet mögliches Abkommen über Freilassung von Geiseln an ++

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Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat vorsichtig Hoffnung auf eine mögliche Freilassung weiterer Geiseln aus den Händen der islamistischen Hamas gemacht. Auf die Frage, ob eine solche Vereinbarung kommen könnte, sagte Netanjahu am Sonntag dem US-Fernsehsender NBC: „Es könnte sein, aber ich denke, je weniger ich darüber sage, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zustande kommt.“

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Wachsendes Dilemma

Falls dies gelinge, sei es allein Ergebnis von militärischem Druck, betonte Netanjahu. „Das ist das einzige, was zu einer Einigung führen könnte.“ Erst mit der Bodenoffensive des israelischen Militärs im von der Hamas kontrollierten Gaza-Streifen habe es Bewegung in den Verhandlungen gegeben. „Wir werden darüber sprechen, wenn es so weit ist, und es ankündigen, wenn es zustande gekommen ist.“

NBC und andere US-Medien berichteten unter Berufung auf Regierungskreise, diskutiert werde, dass die Hamas etwa 80 Frauen und Kinder freilassen könnte – im Gegenzug für palästinensische Frauen und Teenager, die in Israel in Gewahrsam seien. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht. Auch Netanjahu ging in keiner Weise auf Details eines potenziellen Deals ein.

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Israelische Bodenoperation im Gaza-Streifen
Quelle: OpenStreetMap; Infografik WELT

Alle Entwicklungen vom 13. November finden Sie hier im Liveticker

Alle Entwicklungen vom 12. November:

22:18 Uhr – Kontakt zu Al-Schifa-Klinik laut WHO hergestellt – Lage verheerend

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es nach Angaben ihres Generaldirektors Tedros Adhanom Ghebreyesus geschafft, Kontakt zu Mitarbeitern des Al-Schifa-Krankenhauses in Gaza-Stadt wieder herzustellen. Die Lage sei verheerend und gefährlich, erklärt er auf X, ehemals Twitter. Der ständige Beschuss und die Bombardierungen in der Region hätten die ohnehin schon kritischen Umstände noch verschlimmert. Die Zahl der Todesfälle unter den Patienten sei erheblich gestiegen. Die Klinik funktioniere als Krankenhaus nicht mehr. Der WHO-Chef fordert eine sofortige Feuerpause.

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Gaza-Streifen

21.50 Uhr – EU-Außenbeauftragter bekräftigt, Hamas setzt Zivilisten als Schutzschilder ein

„Die EU verurteilt den Einsatz von Krankenhäusern und Zivilisten als menschliche Schutzschilde durch die Hamas“, heißt es in einer Erklärung des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell im Namen der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. „Zivilisten müssen das Kampfgebiet verlassen dürfen.“ Zugleich ruft er Israel auf, größtmögliche Zurückhaltung zu üben, um den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten„.

20:44 Uhr – Scholz weist Forderungen nach sofortiger Waffenruhe in Nahost zurück

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Forderungen nach einer sofortigen Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas zurückgewiesen. Er finde die Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand oder einer längeren Kampfpause nicht richtig, „weil das ja letztendlich bedeutet, dass Israel die Hamas sich erholen lassen soll“, sagte Scholz bei einer Veranstaltung der Zeitung „Heilbronner Stimme“. Der Kanzler sprach sich stattdessen für „humanitäre Pausen“ aus.

20:25 Uhr – Israel meldet 17 Verletzte bei Angriffen aus dem Libanon

Bei Angriffen aus dem Libanon sind nach israelischen Angaben am Sonntag mindestens 17 Menschen im Norden des Landes verletzt worden. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, dass in der Gegend von Manara sieben Soldaten durch Mörsergranaten leicht verletzt worden seien. Die israelischen Rettungsdienste berichteten von zehn weiteren Verletzten durch Raketeneinschläge oder Granatsplitter. Das israelische Militär meldete 15 Raketenangriffe aus dem Libanon innerhalb kurzer Zeit. Vier Geschossen seien abgefangen worden und der Rest in freiem Gelände niedergegangen.

Der militärische Arm der Hamas bekannte sich zu Angriffen auf Haifa und die Grenzstädte Na‘ura und Schlomi. Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah übernahm die Verantwortung für weitere Attacken, bei denen sie unter anderem Panzerabwehrraketen und Lenkflugkörper einsetzte. Israel reagierte mit Angriffen auf mehrere Städte im Süden des Libanon.

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Krieg gegen Israel

18:02 Uhr – Scholz gegen längere Feuerpause

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Forderung arabischer und muslimischer Staaten nach einer längeren Feuerpause Israels abgelehnt. Er befürworte humanitäre Pausen, damit Hilfe in den Gazastreifen gelangen könne oder ausländische Staatsangehörige ausreisen könnten, sagt er bei einer Veranstaltung der „Heilbronner Stimme“. „Die Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand oder einer langen Pause finde ich nicht richtig“, betont Scholz.

„Denn das heißt, dass Israel die Hamas sich erholen lassen soll.“ Die Forderung der islamischen Staaten sei nicht die der Bundesregierung, die an der Seite Israels stehe. Israel habe das Recht, sich zu verteidigen. Er gehe davon aus, dass es das Völkerrecht einhalte. Zugleich müsse die israelische Regierung sicherstellen, dass im Westjordanland keine Angriffe der jüdischen Siedler gegen die palästinensische Bevölkerung stattfänden. Es müsse die Perspektive einer Zwei-Staaten-Lösung geben.

16:50 Uhr – Hamas feuert 15 Geschosse auf Israels Norden

Aus dem Libanon sind am Sonntag nach israelischen Militärangaben 15 Geschosse auf den Norden Israels abgefeuert worden. Vier davon seien von der Raketenabwehr abgefangen worden, teilte die Armee mit. Der Rest sei in unbewohnten Gebieten eingeschlagen. Zu dem Angriff bekannte sich der militärische Arm der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas. Als Reaktion auf „Massaker und Aggression“ Israels im Gazastreifen seien die israelischen Städte Haifa, Naharija und Schlomi angegriffen worden, teilten die Kassam-Brigaden mit.

Die libanesische Hisbollah-Miliz bekannte sich zu zwei weiteren Angriffen aus dem Nachbarland. Insgesamt wurde am Sonntag über mindestens fünf Angriffe aus dem Libanon berichtet. Dabei wurden nach Angaben israelischer Sanitäter mindestens zehn Menschen verletzt. Die Armee teilte mit, bei einem Mörsergranatenangriff aus dem Libanon seien sieben israelische Soldaten leicht verletzt worden. Israelische Soldaten reagierten demnach mit Artilleriefeuer auf die Orte im Libanon, aus denen geschossen worden war.

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Kriegsvölkerrecht

Der israelische Verteidigungsminister Yoav Galant warnte die Hisbollah unterdessen davor, einen Krieg gegen Israel zu beginnen. „Wenn sie diese Art von Fehler macht, werden es vor allem die libanesischen Bürger sein, die den Preis dafür bezahlen“, sagte Galant nach Angaben seines Büros am Samstag bei einem Truppenbesuch an der israelischen Nordgrenze: „Was wir in Gaza tun, können wir auch in Beirut tun.“

16:02 Uhr – Erdogan fordert USA zum Einwirken auf Israel auf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die USA aufgerufen, Israel zum Stopp der Maßnahmen im Gazastreifen zu bringen. „Die USA müssen ihren Druck auf Israel erhöhen, der Westen muss seinen Druck auf Israel erhöhen“, sagte Erdogan am Sonntag vor Journalisten. „Es ist lebensnotwendig, dass wir einen Waffenstillstand erreichen.“

„Das Land, das am meisten involviert sein muss, sind die USA, die einen Einfluss auf Israel haben“, sagte Erdogan weiter. Zugleich bekräftigte er seine Haltung, dass die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas „eine politische Partei ist, die die Wahlen in Palästina gewonnen hat“. Im Gegensatz zur Europäischen Union und den USA sehe er die Hamas nicht als Terrororganisation, betonte der türkische Präsident.

Erdogan äußerte sich auf dem Heimflug von einem Gipfeltreffen arabischer und muslimischer Länder in Riad. Dabei hatten die Arabische Liga und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in einer gemeinsamen Erklärung eine „bindende“ UN-Resolution zu einem Stopp der „barbarischen“ israelischen Angriffe auf Ziele im Gazastreifen gefordert.

15:55 Uhr – Israel weist Verantwortung für Todesfälle in Schifa-Krankenhaus zurück

Nach Berichten über Todesfälle wegen fehlenden Treibstoffs im Schifa-Krankenhaus im Gazastreifen hat Israel eine Verantwortung bestritten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Sonntag in der Sendung Meet the Press“ des US-Senders NBC, Israel habe den Betreibern der Klinik Treibstoff für die Generatoren angeboten, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. „Sie haben es abgelehnt.“ Vom Gesundheitsministerium der Hamas-Regierung und dem Roten Halbmond gab es darauf zunächst keine Reaktion auf diese Darstellung. Das Ministerium hatte zuvor erklärt, der letzte Treibstoff sei am Samstag zur Neige gegangen, wodurch drei Frühchen und vier andere Patienten verstorben seien. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben nicht.

15:40 Uhr – Zehntausende gehen gegen Antisemitismus auf die Straße

In Paris hat der Marsch gegen den Antisemitismus begonnen, an dem sich zehntausende Menschen beteiligen dürften. Der Demonstrationszug setzte sich am Sonntagnachmittag mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, und ihrem Senats-Kollegen Gérard Larcher an der Spitze in Bewegung. Sie hatten gemeinsam zu der Demonstration aufgerufen.

14:30 Uhr – Evakuierung von Ausländern aus Gazastreifen wieder aufgenommen

Nach zweitägiger Unterbrechung haben am Sonntag wieder einige ausländische oder binationale Staatsbürger den Gazastreifen verlassen können. „50 Binationale haben Rafah überquert“, berichtete der dem ägyptischen Geheimdienst nahestehende Fernsehsender Al-Kahera News. Zudem seien sieben verwundete Palästinenser über den einzigen nicht von Israel kontrollierten Grenzübergang vom Gazastreifen nach Ägypten gebracht worden.

14:02 Uhr – Macron ruft zum Einsatz gegen Antisemitismus auf

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Franzosen zum Engagement gegen Antisemitismus aufgerufen. „Ein Frankreich, in dem unsere jüdischen Mitbürger Angst haben, ist nicht Frankreich“, schrieb Macron in einem Brief an die Bevölkerung, der in der Zeitung „Le Parisien“ veröffentlicht wurde.

Macron verwies darauf, dass bei dem Terrorangriff der militant-islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 40 französische Staatsbürger getötet worden seien. Acht würden noch vermisst oder als Geiseln festgehalten. Inmitten dieses Leids für Frankreich sei „der unerträgliche Wiederanstieg eines hemmungslosen Antisemitismus“ zu verzeichnen, teilte Macron mit.

13:50 Uhr – Entwicklungsministerin verteidigt Geld für palästinensische Gebiete

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat die Zahlung von Entwicklungsgeldern für die palästinensischen Gebiete verteidigt. „Die Bundesregierung hilft nicht der Hamas, sondern der palästinensischen Bevölkerung. Das ist notwendig und im Interesse Israels“, sagte die SPD-Politikerin dem „Spiegel“. Die Zahlungen an das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNWRA) seien mit der israelischen Regierung besprochen.

Nach dem Überfall der Hamas auf Israel vor gut einem Monat waren Gelder für Entwicklungsprojekte vorübergehend blockiert worden. Schulze hatte am vergangenen Dienstag nach einem Gespräch mit UNWRA-Generalkommissar Philippe Lazzarini bekanntgegeben, die Entwicklungszusammenarbeit wieder aufzunehmen. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) kündigte zudem an, humanitäre Hilfe Deutschlands weiter aufzustocken.

12:49 Uhr – Grenzübergang Rafah wieder geöffnet

Der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten ist wieder für Evakuierungen offen. Die ersten Ausländer hätten darüber das Palästinensergebiet verlassen und befänden sich auf ägyptischem Territorium, verlautet aus ägyptischen Sicherheitskreisen.

Es handele sich um 80 Ausländer und ihre Angehörigen, sagen vier Insider. Weitere würden folgen. Auch mehrere verletzte Palästinenser seien aus dem Gazastreifen herausgekommen und würden in Ägypten medizinisch behandelt. Am Freitag waren die Ausreisen über Rafah ausgesetzt worden, nachdem es beim Transport verletzter Palästinenser aus dem nördlichen Gazastreifen zu Problemen gekommen war.

12:02 Uhr – Drei Festnahmen nach antisemitischer Beleidigung in Frankfurt

Weil sie zwei Männer jüdischen Glaubens antisemitisch beleidigt haben sollen, sind in Frankfurt drei Männer festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, hielten sich nach derzeitigen Erkenntnissen ein Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde Dortmund am Samstagabend vor dem Eingang eines Hotels auf, als die drei Tatverdächtigen sie aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit beleidigten.

Die beiden Männer waren laut Polizei im Rahmen der jährlichen Ratsversammlung des Zentralrats der Juden in Deutschland Gäste in dem Hotel. Einer von beiden habe zum Tatzeitpunkt eine Kippa getragen.

11:54 Uhr – Zettel in Gedenken an Israel vor Erfurter Synagoge angezündet

Vor der Neuen Synagoge in Erfurt sind Zettel mit Solidaritätsbekundungen für die Menschen in Israel angezündet worden. Auf der mit Grabkerzen belegten Treppe vor der Synagoge brannten in der Nacht zum Sonntag Papierstücke, wie die Polizei mitteilte. Nach Angaben der Staatskanzlei hatten auf den Schreiben Menschen ihre Solidarität mit Israel bekundet.

Die Beamten nahmen demnach zwei verdächtige betrunkene Männer aus Libyen vorübergehend fest, sie kamen aber wieder auf freien Fuß. Niemand sei verletzt worden, außerdem sei an der Synagoge selbst kein Schaden entstanden.

11:03 Uhr – Aktuelle Lage der israelischen Bodenoperation

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Israelische Bodenoperation im Gaza-Streifen
Quelle: OpenStreetMap; Infografik WELT

10:33 Uhr – Bewohner der Stadt Gaza berichten von heftigen Luftangriffen

Bewohner der Stadt Gaza haben von heftigen Luftangriffen und Bombardement in der Nacht zum Sonntag berichtet. Betroffen gewesen sei auch die Gegend des Schifa-Krankenhauses. In der Nähe hat es Kämpfe zwischen israelischen Soldaten und Hamas-Kämpfern gegeben, wie das israelische Militär bestätigte. „Wir haben die Nacht in Panik damit verbracht, auf ihre Ankunft zu warten“, sagte der Bewohner Ahmed al-Bursch, der im Krankenhaus Zuflucht gesucht hat. „Sie sind draußen, nicht weit von den Toren entfernt.“

09:46 Uhr – Israels Armee nennt neues Zeitfenster zur Flucht in den Süden Gazas

Israels Armee hat den Zivilisten im umkämpften nördlichen Gazastreifen am Sonntag ein neues Zeitfenster für die Flucht in den Süden des Küstengebiets genannt. Zudem soll ein Durchgang zwischen der größten Klinik in Gaza, dem Schifa-Krankenhaus, und einer Verbindungsstraße in Richtung Süden geschaffen werden, teilte die Armee auf der Plattform X mit.

Der Fluchtkorridor sei zwischen 09.00 Uhr und 16.00 Uhr Ortszeit (08.00 Uhr bis 15.00 Uhr MEZ) geöffnet. Israels Armee wirft der im Gazastreifen herrschenden Hamas vor, das Schifa-Krankenhaus als Kommando- und Kontrollzentrum zu missbrauchen.

7:10 Uhr – Israel sieht sich vor Kontrolle über den nördlichen Gazastreifen

Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas hat nach israelischer Darstellung die Kontrolle über den nördlichen Teil des Gazastreifens verloren. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, Hamas-Kämpfer hätten „keinen sicheren Ort mehr, um sich zu verstecken“. Auch das Militär hatte zuvor mitgeteilt, die Hamas kontrolliere den Norden des Küstenstreifens nicht mehr.

Netanjahu sagte, von Hamas-Chef Jihia al-Sinwar „bis zum letzten Terroristen“ seien alle todgeweiht. Die Armee habe bereits Tausende Terroristen getötet, darunter auch „Kommandeure, die das schreckliche Massaker am 7. Oktober angeführt haben“.

Es werde keine Waffenruhe ohne Rückführung der Geiseln geben, bekräftigte Netanjahu. Zu diplomatischen Bemühungen um eine Freilassung sagte er, man werde die Familien informieren, sobald es etwas Konkretes gebe. Bis dahin sei es besser zu schweigen.

Netanjahu erklärte erneut, Israel wolle nach einem Sieg über die Hamas die Sicherheitskontrolle im Gazastreifen behalten. Der Küstenstreifen müsse entmilitarisiert werden, damit er keine Bedrohung mehr für Israel darstellen könne. Die Armee werde Gaza kontrollieren, solange dies notwendig sei, sagte Netanjahu.

06:54 – Israelische Soldaten findet Waffenlager in Kindergarten

Die israelischen Streitkräfte (IDF) auf dem Nachrichtendienst „X“ ein Video veröffentlicht, das ein ausgehobenes Waffenlager der Hamas in einem Kindergarten zeigen soll. „IDF-Truppen fanden bei Einsätzen im Norden des Gazastreifens Waffen, Munition und Sprengkörper in einem Kindergarten in Gaza“, heißt es dazu.

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03:45 – Israel fliegt nach Beschuss der Golanhöhen Luftangriffe auf Ziele in Syrien

Als Reaktion auf den Beschuss der annektierten Golanhöhen hat Israel erneut Ziele im benachbarten Syrien angegriffen. Die Luftwaffe habe dabei „terroristische Infrastruktur“ ins Visier genommen, teilte die Armee mit. Nach Armeeangaben waren am Samstag zwei von Syrien aus abgefeuerte Geschosse in unbewohnten Gebieten auf den Golanhöhen eingeschlagen. In der Region wurde Luftalarm ausgelöst.

Israel hatte bereits am Freitag Ziele Syrien angegriffen, nachdem eine Drohne, die nach Armeeangaben aus Syrien abgefeuert wurde, eine Grundschule in Eilat im Süden Israels getroffen hatte. Die Drohne richtete nur Sachschaden an.

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Israel hält die strategisch wichtigen Golanhöhen seit dem Ende des Sechstagekriegs im Jahr 1967 besetzt und annektierte sie 1981. Die internationale Staatengemeinschaft erkennt die Annexion bis heute nicht an.

03:30 – Stadt Essen reagiert mit Menschenkette für den Frieden

Gut eine Woche nach der heftig umstrittenen Kundgebung in Essen, bei der Teilnehmer unter anderem für ein islamisches Kalifat demonstriert haben, will die Stadt eine lange Menschenkette für Frieden und Versöhnung bilden. Die Veranstalter erwarten am Sonntag um 18.00 Uhr rund 2000 Menschen an der Alten Synagoge. Getragen wird der Aufruf von der Essener Allianz für Weltoffenheit, in der sich etwa die Stadtverwaltung, Religionsvertreter, Gewerkschaften und Unternehmen zusammengeschlossen haben.

02:01 – Netanjahu gegen Rolle für Palästinensische Autonomiebehörde im Gazastreifen

In der Debatte über die Zukunft des Gazastreifens hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu eine Einbindung der Palästinensischen Autonomiebehörde ausgeschlossen. „Es wird dort etwas anderes geben müssen“, sagte er am Samstag im israelischen Fernsehen auf die Frage, ob die Autonomiebehörde unter Führung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas den Gazastreifen nach dem Krieg regieren könnte. Das Küstengebiet dürfe nicht unter Kontrolle einer Behörde stehen, „die ihre Kinder dazu erzieht, Israel zu hassen, Israelis zu töten und den Staat Israel auszulöschen“.

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11.11.2023, Saudi-Arabien, Riad: Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen), Außenministerin, spricht mit Sheikh Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani Ministerpräsident und Außenminister von Katar, bei einem Treffen in Saudi-Arabien. Vor dem Hintergrund des Gaza-Krieges will Baerbock bei ihrer Reise Gespräche zur Befreiung der Hamas-Geiseln und zur humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung in Gaza führen. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Gaza-Krise

Israel müsse in jedem Fall die Kontrolle über die Sicherheit im Gazastreifen haben, betonte Netanjahu. Die Armee müsse die Möglichkeit haben, jederzeit in das Küstengebiet einzudringen, „um die Terroristen, die wieder auftauchen könnten, zu vertreiben“.

00:30 Uhr – Londoner Polizei verhaftet mehr als 120 Personen bei Großdemonstration

In London haben laut Polizei mehr als 300.000 pro-palästinensische Demonstranten in der Innenstadt demonstriert. Die Polizei verhaftete mehr als 120 rechtsextreme Gegendemonstranten, die versuchten, die Hauptkundgebung zu stören. Premierminister Rishi Sunak verurteilte die Gewalt und griff auch „Hamas-Sympathisanten“ an, die sich der Großkundgebung anschlossen, „antisemitische Sprechchöre anstimmten und während der Demonstration Pro-Hamas-Schilder und -Kleidung schwenkten.“

00:19 – Insgesamt mehr als 280 Deutsche und Angehörige aus Gazastreifen ausgereist

Dutzende weitere Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft haben nach Angaben des Auswärtiges Amts in den vergangenen Tagen den umkämpften Gazastreifen verlassen können. Insgesamt seien inzwischen über 280 Deutsche und ihre Angehörigen ausgereist, teilte das Auswärtige Amt am via Nachrichtendienst X mit. Es werde weiter intensiv daran gearbeitet, dass alle Deutschen, die dies wollen, das Palästinensergebiet verlassen können.

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23:48 – Israels Armee weist Vorwürfe zu angeblichen Angriffen auf Krankenhaus zurück

Die israelische Armee hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach ihre Soldaten angeblich das größte Krankenhaus im Gazastreifen beschießen. „In den vergangenen Stunden wurden Falschinformationen verbreitet, wir würden das Al-Schifa-Krankenhaus umzingeln und angreifen. Dies sind falsche Berichte“, sagte Armeesprecher Daniel Hagari am Samstagabend.

„Die Hamas lügt über das, was in den Krankenhäusern passiert“, fügte Hagari hinzu. Bereits Freitagabend habe die radikalislamische Palästinenserorganisation behauptet, die Armee habe das Al-Schifa-Krankenhaus angegriffen. Überprüfungen hätten aber ergeben, „dass es sich um eine schlecht gezielte Rakete handelte, die von terroristischen Organisationen im Gazastreifen abgefeuert wurde“.

Der Armeesprecher betonte, es gebe weiterhin „eine festgelegte Passage, um das Krankenhaus zu betreten oder zu verlassen“. Ein weiteres Krankenhaus, die Rantisi-Kinderklinik, sei inzwischen „evakuiert“ worden, nachdem „ein Terrorist“ der dort tausend Menschen festgehalten habe, ausgeschaltet worden sei.

23:05 – US-Militärflugzeug bei Übungsflug in Mittelmeerregion abgestürzt

Nach einer „Panne“ während eines Übungsflugs in der östlichen Mittelmeerregion ist ein US-Militärflugzeug abgestürzt. Die Maschine habe während des Trainingsflugs am Freitag eine „Panne erlitten“ und sei abgestürzt, teilte das Europakommando der US-Streitkräfte (Eucom) mit. Zum Schicksal der Besatzung sowie zum Flugzeugtyp machte die Eucom zunächst keine Angaben. Die Ursache des Zwischenfalls werde untersucht. Es gebe jedoch keine Hinweise auf „feindliche Aktivitäten“.

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Suchaktion

Nach dem Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen hatten die USA ihre Militärpräsenz in der Region erhöht und unter anderem den Flugzeugträger „USS Gerald Ford“ entsandt.

22:08 – Israel warnt Hisbollah scharf

In Reaktion auf anhaltende Angriffe aus dem benachbarten Libanon hat Israel eine deutliche Warnung an die Schiitenmiliz Hisbollah gerichtet. „Macht nicht den Fehler, in den Krieg einzusteigen. Das wäre der Fehler eures Lebens“, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Samstagabend an die Adresse der Gruppe, die hauptsächlich vom Iran finanziert wird. „Euer Einstieg in den Krieg wird das Schicksal des Libanons besiegeln.“

Der israelische Verteidigungsminister Joav Galant sagte, an der Nordgrenze seines Landes, also an der Grenze zum Libanon, hätten sich „die Provokationen in Aggression verwandelt“. Der größte Teil der israelischen Luftwaffe sei nicht mehr mit dem Gazastreifen beschäftigt, die Flugzeugnasen seien nun nach Norden gerichtet. „Die Bürger des Libanons müssen wissen, dass wenn Nasrallah einen Fehler begeht, das Schicksal Beiruts wie das Schicksal Gazas sein könnte.“

Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah hatte am Freitag vergangener Woche in seiner ersten Rede nach Ausbruch des Krieges vor einer militärischen Eskalation an der israelisch-libanesischen Grenze gewarnt. Seit Beginn des Gaza-Kriegs hat sich die Lage dort immer weiter zugespitzt.

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Transnationale Allianz

Die Hisbollah gilt als weitaus mächtiger und stärker bewaffnet als die islamistische Hamas im Gazastreifen. Ihr Einfluss reicht tief in den von Krisen gelähmten libanesischen Staat, wo die Gruppe auch im Parlament vertreten ist.

21:40 Uhr – Grenzübergang nach Ägypten soll am Sonntag wieder öffnen

Der Grenzübergang Rafah soll am Sonntag für Inhaber ausländischer Pässe wieder geöffnet werden, damit diese vom Gazastreifen nach Ägypten ausreisen können. Das teilt die Gaza-Grenzbehörde mit.

Am Freitag waren die Evakuierungen aus dem Küstengebiet nach Angaben aus ägyptischen Sicherheitskreisen und eines palästinensischen Behördenvertreters ausgesetzt worden. Zur Begründung hieß es, es habe Probleme dabei gegeben, Menschen, die aus medizinischen Gründen nach Ägypten gelassen werden sollen, aus dem Inneren des Gazastreifens nach Rafah zu bringen.

21:06 Uhr – Israels Armee kündigt Evakuierung von Babys aus Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza an

Die israelische Armee hat ihre Hilfe bei der Evakuierung von Säuglingen aus dem größten Krankenhaus im Gazastreifen, dem Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza, angekündigt. Das Personal der Klinik habe das Militär gebeten, „dass wir morgen dabei helfen, die Babys auf der Pädiatrischen Station in ein sichereres Krankenhaus zu bringen“, sagte Armeesprecher Daniel Hagari. „Wir werden die notwendige Unterstützung leisten.“

Zuvor hatte die israelische Ärzteorganisation Physicians for Human Rights Israel berichtet, wegen Stromausfällen auf der Neonatologie-Intensivstation des Al-Schifa-Krankenhauses seien zwei Frühchen gestorben, 37 weitere Frühchen seien „in echter Lebensgefahr“.

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Diskussion über Judenhass

Der Chirurg Mohammed Obeid bestätigte den Tod der beiden Neugeborenen und berichtete, auch ein erwachsener Patient sei durch den Ausfall seines Beatmungsgeräts ums Leben gekommen. „Wir wollen, dass irgendwer und die Garantie gibt, dass sie die Patienten evakuieren können, denn wir haben etwa 600 stationäre Patienten“, sagte er in einer von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen veröffentlichten Audiobotschaft.

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