Saturday, December 2, 2023

„Deutschlandtrend“: 41 Prozent der Deutschen für vorgezogene Neuwahlen

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Angesichts der steigenden Unzufriedenheit mit der Arbeit der Ampel-Regierung wird in Deutschland der Ruf nach vorgezogenen Neuwahlen immer lauter. Nach dem am Freitag veröffentlichten „Deutschlandtrend“ für das ARD-„Morgenmagazin“ befürworten 41 Prozent der Befragten, die 2025 anstehende Bundestagswahl vorzuziehen.

Nur knapp ein Drittel (32 Prozent) sprach sich in der Erhebung des Instituts Infratest dimap für eine Fortführung der Koalition aus. 16 Prozent setzen auf einen Koalitionswechsel und befürworten eine Regierung aus SPD und CDU.

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Die lautesten Rufe nach Neuwahlen kommen dem „Deutschlandtrend“ zufolge mit 86 Prozent von Anhängern der AfD. Unter Wählern von CDU/CSU sprachen sich 39 Prozent dafür aus. Dagegen überwiegen bei Anhängern von SPD und Grünen mit 62 und 80 Prozent die Stimmen für einen Fortbestand der Ampel-Regierung. Gespalten sind der Umfrage zufolge die Wähler der FDP: 47 Prozent von ihnen sprachen sich dafür aus, weiter mit SPD und Grünen zu regieren, 39 Prozent votierten für Neuwahlen.

Union bleibt laut Umfrage stärkste Partei

Würde bereits am kommenden Sonntag ein neuer Bundestag gewählt, bliebe die Union dem „Deutschlandtrend“ zufolge mit 30 Prozent der Wählerstimmen weiter auf dem ersten Platz. Die AfD käme auf 21 Prozent, SPD und Grüne jeweils auf 15 Prozent.

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Auch die FDP wäre mit fünf Prozent Zustimmung im Bundestag vertreten. Die Linke würde der Umfrage zufolge mit vier Prozent den Einzug verpassen, die Freien Wähler könnten drei Prozent der Wählerstimmen für sich verbuchen.

Das Institut Infratest dimap befragte am Dienstag und Mittwoch im Auftrag des ARD-„Morgenmagazins“ insgesamt 1195 Wahlberechtigte in Deutschland. Die Fehlertoleranz wurde mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.

ZDF-“Politbarometer“ sieht die CDU ebenfalls bei 30 Prozent

Etwas andere Werte wiederum bietet das ZDF-„Politbarometer. Dort legen SPD und Grüne jeweils leicht um einen Prozentpunkt zu. Die SPD erreicht nun 16 Prozent, die Grünen 15 Prozent, wie der Sender am Freitag mitteilte. Mit deutlichem Abstand vorn bleibt die CDU/CSU mit unverändert 30 Prozent.

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Neues Parteiengefüge

Die AfD liegt der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zufolge mit weiterhin 21 Prozent auf dem zweiten Platz. Die FDP müsste mit unverändert fünf Prozent um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen. Die Linke liegt mit vier Prozent (minus eins) unter der Fünf-Prozent-Hürde. Für sonstige Parteien wurden neun Prozent vorhergesagt (minus eins), davon drei Prozent für die Freien Wähler.

Die Ampel-Koalition hätte bei diesem Ergebnis weiterhin keine Mehrheit. Rechnerisch möglich wären aber Zweier-Koalitionen aus CDU/CSU und SPD oder CDU/CSU und Grünen.

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