Monday, July 15, 2024

Ring Intercom im Test: Das kann Amazons neue Türanlage – WELT

- Advertisement -
- Advertisement -

Es ist eine ganz besondere Herausforderung, Jahrzehnte alte Geräte mit neuer Technik smart zu machen. Amazons Smart-Home-Tochter Ring ist das mit seiner Intercom gelungen. Die kleine Box wird mit einer Tür-Gegensprechanlage verbunden. Nutzer können dann über ihr Smartphone nicht nur den Türöffner aus der Ferne betätigen, sondern auch mit der Person an der Haustür über das Handy sprechen. Das kann äußerst praktisch sein – oder aber zu Verwirrungen führen.

Doch bevor es so weit ist, muss Ring Intercom erst einmal installiert werden. Auch wenn Amazon behauptet, dass dies sehr einfach ist, müssen wir im Test feststellen: Es kommt darauf an. Vor allem kommt es auf die Gegensprechanlage an, die mit Ring Intercom aufgerüstet werden soll. Die meisten Sprechanlagen seien kompatibel, heißt es bei Amazon.

Auf der Produktseite im Internet führt ein Link zu einer Kompatibilitätsprüfung, die unbedingt vor dem Kauf vorgenommen werden sollte. Unglücklicherweise ist unsere Seko LT dort nicht aufgeführt. Die Anlage stammt aus den Siebzigerjahren – und mit Technik, die ein halbes Jahrhundert alt ist, will Ring Intercom offenbar nichts zu tun haben. Das Nachfolgemodell ist aber kompatibel. Wir sind das Wagnis deswegen eingegangen.

Lesen Sie auch
Mother and daughter sitting on the couch exchangi

Umtausch, Weitergabe, Widerruf

Wer das Gerät einrichten will, beginnt mit der Installation der Ring-App auf seinem Smartphone. Denn darin wird der Nutzer Schritt für Schritt begleitet. Der gesamte Prozess startet, sobald man mit seinem Smartphone den QR-Code auf dem Gerät scannt. Dann fordert die App auf, erst einmal den Akku zu laden. Das nimmt einige Stunden in Anspruch.

Advertorial Vermögen sichern

Doch dann geht es richtig los. Nun muss die Marke der Gegensprechanlage eingegeben werden. Manchmal steht die Modellbezeichnung außen auf der Anlage, manchmal innen. Geöffnet werden muss sie in jedem Fall vorsichtig mit einem Schraubenzieher. Ist die Marke in die App eingegeben, gibt sie Anweisungen, welches von drei unterschiedlichen Kabelsträngen der Intercom genutzt werden sollte.

Spätestens nun fühlt man sich als Heimwerker. Die Gegensprechanlage muss ein wenig von der Wand gelockert werden, damit sich der kleine Kabelstrang von hinten einführen lässt. Dann erläutert die App detailliert, welches Kabel an welchen Kontakt geschraubt werden muss. In unserem Fall hat der Strang sechs Kabel, von denen aber nur fünf verbunden werden müssen.

Absprache mit Nachbarn ist ratsam

Die bisherige Verkabelung der Gegensprechanlage wird dabei nicht verändert, die zusätzlichen Kabel, die sich leicht mit Farben und Nummern identifizieren lassen, müssen also zusätzlich in die Kontakte eingeführt werden. Das klingt komplizierter als es ist. Wer sich das nicht zutraut, kann dafür natürlich einen Elektriker engagieren. Kleiner Tipp: Vorher die Verkabelung der Anlage mit dem Smartphone fotografieren. Dann kann zur Not auch alles wieder rückgängig gemacht werden.

Sind die Kabel verbunden, wird das andere Ende des Strangs mit der Ring Intercom verbunden, die man direkt neben der Gegensprechanlage an der Wand befestigt. Dafür liegen Schrauben bei, einfacher geht es aber mit den beiden Klebestreifen, die sich bereits an der Rückseite befinden. Nun sollte auch die Gegensprechanlage wieder geschlossen werden. Die Smartphone-App führt am Ende noch durch eine kleine Testroutine, um festzustellen, ob alle Kabel richtig verbunden sind. In unserem Test waren wir – eigentlich entgegen unseren Erwartungen – im ersten Anlauf erfolgreich.

Von nun an lief alles in unserem Berliner fünfstöckigen Mehrfamilienhaus sehr zuverlässig. Klingelt jemand an der Haustür, meldet die Ring-App das mit einer Push-Nachricht auf dem Smartphone – und zwar überall auf der Welt. Wir können dann mit dem Besucher durch das Smartphone sprechen und bei Bedarf auch die Haustür aus der Ferne öffnen.

Lesen Sie auch
Es gibt einige neue, pfiffige Produkte – etwa die Airpods Pro 2 überzeugen mit einem neuen Feature

6 Empfehlungen

Das können im Übrigen auch alle anderen Familienmitglieder, die die App installiert haben. Dafür muss man sie in der App nur hinzufügen. In einem Protokoll wird zudem festgehalten, wann geklingelt, geöffnet und über die Gegensprechanlage gesprochen wurde. Im Test konnten wir so auch zuverlässig feststellen, dass ein Kurierdienst nicht ehrlich war mit der Behauptung, er habe geklingelt und niemanden angetroffen.

Wir haben außerdem über Amazons Alexa-App die Ring Intercom so eingestellt, dass ein Klingeln an der Haustür auch über sämtliche Echo-Lautsprecher in der Wohnung signalisiert wird. Ein Klingeln kann so praktisch nicht mehr überhört werden. Es wäre sogar möglich, über Sprachbefehle die Haustür zu öffnen. Doch das ist – aus Sicherheitsgründen – so umständlich, dass es schon wieder sinnlos ist. Denn der Sprachbefehl zum Öffnen muss mit einem Pin-Code bestätigt werden, den man ebenfalls aussprechen muss. Ist das dann irgendwann einmal erledigt, dürfte der Besucher schon wieder weg sein.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte von Drittanbietern
Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine widerrufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an“ stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u.a. die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du hier. Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Schalter und über Privatsphäre am Seitenende widerrufen.

Fazit: Erst einmal macht es Spaß, Technik aufzurüsten, die ein halbes Jahrhundert alt ist. Vor allem, wenn das Ergebnis wie in unserem Test dann zuverlässig funktioniert. Es kann zudem hilfreich sein, jederzeit die Haustür öffnen zu können. Beispielsweise, wenn Besucher eintreffen, bevor man selber zu Hause ist. Sie stehen dann schon mal im trockenen Treppenhaus, auch wenn sie noch nicht in die Wohnung kommen. Oder um einen Paketboten einzulassen, der die Sendung dann im Treppenhaus oder vor der Wohnungstür ablegen kann.

In unserem Fall hat das aber eher zu Verwirrungen geführt. Wir hatten in einem Fall den Kurier gebeten, das Paket vor die Tür zu stellen, weil wir nicht zu Hause seien. Er hat es trotzdem beim Nachbarn abgegeben. Wer die Technik nicht kennt, dürfte möglicherweise auch eher von einem Scherz ausgehen. Denn üblicherweise ist man zu Hause, wenn man sich über die Gegensprechanlage meldet.

Lesen Sie auch
Schreiben wie auf Papier – eine zusätzliche Funktion des Kindle Scribe von Amazon

Produktcheck

Doch genau ein solches Szenario hat Amazon bei seiner Ring Intercom mitgedacht. Denn in der App können Nutzer – ausschließlich – für Amazon-Lieferungen eine automatische Freigabe erteilen. Dann kann der Amazon-Kurier selbst für sich die Haustür öffnen, wenn er eine Lieferung hat, um sie an einen bevorzugten Ort abzulegen, den der Empfänger in seinen Amazon-Kontoeinstellungen festlegen kann. Räumt man eine solche automatische Freigabe in der App ein, gilt das im Übrigen auch für alle anderen Hausbewohner, die dann von Amazon möglicherweise über diese Möglichkeit benachrichtigt werden.

Rechtlich ist das eine heikle Angelegenheit, wie Amazon in der App auch informiert. Denn Mietverträge oder andere Vereinbarungen mit Miteigentümern können eine Verwendung von Geräten wie Ring Intercom einschränken. Nutzer müssen also solche Vereinbarungen selbst auf Zulässigkeit überprüfen. Ring Intercom kostet 130 Euro.

Hier können Sie unsere WELT-Podcasts hören
Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine widerrufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an“ stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u.a. die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du hier. Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Schalter und über Privatsphäre am Seitenende widerrufen.

„Alles auf Aktien“ ist der tägliche Börsen-Shot aus der WELT-Wirtschaftsredaktion. Jeden Morgen ab 7 Uhr mit unseren Finanzjournalisten. Für Börsenkenner und -einsteiger. Abonnieren Sie den Podcast bei Spotify, Apple Podcast, Amazon Music und Deezer. Oder direkt per RSS-Feed.

Weiterlesen…….

- Advertisement -
Latest news

Bürgermeister seit 40 Jahren: „Wer heute einen klaren Satz sagt, kriegt gleich eins mitgegeben“

Friedolin Link aus Hausen in Bayern ist seit vier Jahrzehnten Bürgermeister. Der CSU-Mann rügt die Entwicklung des Meinungsklimas und ist überzeugt: Einen wie...
- Advertisement -

T-Shirts mit Donald-Trump-Fotos nach Attentat sind Verkaufsschlager

Hier können Sie unsere WELT-Podcasts hören Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine...

Nach dem Attentat: Parteitag der Republikaner beginnt – „Trump wird als Märtyrer dargestellt“ – Video

Einen Tag nach dem Attentat auf Trump beginnt in Milwaukee der Parteitag der Republikaner, auf dem der Ex-Präsident zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden soll. „Er...

ARD und ZDF: Die Meinungsmacht der Öffentlich-Rechtlichen – und was sie damit anstellen

Die größte mediale Meinungsmacht in Deutschland besitzen ARD und ZDF, belegen Studien. Doch wenn es um eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geht, bleibt...
Related news

Bürgermeister seit 40 Jahren: „Wer heute einen klaren Satz sagt, kriegt gleich eins mitgegeben“

Friedolin Link aus Hausen in Bayern ist seit vier Jahrzehnten Bürgermeister. Der CSU-Mann rügt die Entwicklung des Meinungsklimas und ist überzeugt: Einen wie...

T-Shirts mit Donald-Trump-Fotos nach Attentat sind Verkaufsschlager

Hier können Sie unsere WELT-Podcasts hören Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine...

Nach dem Attentat: Parteitag der Republikaner beginnt – „Trump wird als Märtyrer dargestellt“ – Video

Einen Tag nach dem Attentat auf Trump beginnt in Milwaukee der Parteitag der Republikaner, auf dem der Ex-Präsident zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden soll. „Er...

ARD und ZDF: Die Meinungsmacht der Öffentlich-Rechtlichen – und was sie damit anstellen

Die größte mediale Meinungsmacht in Deutschland besitzen ARD und ZDF, belegen Studien. Doch wenn es um eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geht, bleibt...
- Advertisement -