Friday, April 12, 2024

WM-Ticker: Kevin Kuranyi erleidet schwere Verletzung bei Fußballturnier in Katar

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Der frühere deutsche Nationalspieler Kevin Kuranyi hat sich bei einem Legendenspiel während der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar am Knie verletzt. „Ich habe mir irgendwie das Knie verdreht und gleich gespürt, dass wohl einiges kaputt ist. Der erste Verdacht ist leider, dass vieles gerissen ist“, sagte der frühere Stürmer des VfB Stuttgart und des FC Schalke 04 der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Zuvor hatte die „Bild“ über den Vorfall berichtet.

Der Weltverband Fifa veranstaltet am Donnerstag und Freitag im Tennisstadion von Doha den sogenannten Legenden Cup, bei dem knapp 100 ehemalige Fußballer und Fußballerinnen in verschiedene Teams eingeteilt wurden und gegeneinander antreten. Dabei sind unter anderem die Ex-Weltmeister Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann (beide Deutschland), Cafu, Roberto Carlos (beide Brasilien), Youri Djorkaeff (Frankreich) und Francesco Totti (Italien). Kuranyi stand im Team Northern Bears, unter anderem an der Seite des früheren mexikanischen Torhüters Jorge Campos.

22:30 Uhr: Marokko legt Beschwerde bei der Fifa ein

Marokkos Fußball-Verband hat sich nach dem Halbfinal-Aus über die Leistung von Schiedsrichter Cesar Arturo Ramos Palazuelos beschwert. Der Verband wolle nach dem 0:2 gegen Frankreich am Mittwoch im Al-Bait Stadion „heftig“ gegen die Leistung des mexikanischen Referees protestieren, hieß es am Mittwoch in einer offiziellen Stellungnahme. Die Beschwerde sei mit einem Schreiben an die zuständige Stelle adressiert worden.

Marokko beklagte, dem Team seien in der Partie gegen Frankreich „zwei offensichtliche Elfmeter“ verwehrt worden und bezog sich auf Bewertungen von Experten. Diese hätten sich verwundert darüber geäußert, dass der Videoassistent in beiden Szenen nicht eingegriffen habe. Nach der Partie war unter anderem über einen Zweikampf von Frankreichs Theo Hernández mit Marokkos Sofiane Boufal im Strafraum diskutiert worden.

Verärgert: Marokkos Trainer Walid Regragui und Selim Amallah

Verärgert: Marokkos Trainer Walid Regragui und Selim Amallah
Quelle: dpa/Robert Michael

Der Verband werde nicht zögern, die Rechte des Nationalteams zu verteidigen, Fairness einzufordern und die „notwendigen Maßnahmen bezüglich der Ungerechtigkeiten des Schiedsrichters“ zu ergreifen, heißt es in der offiziellen Stellungnahme weiter.

20:27 Uhr: Agüero trainiert mit, Messi fehlt

Argentiniens Fußball-Nationalteam hat es im ersten Training vor dem Finale gegen Frankreich locker angehen lassen. Bei der Einheit für Ergänzungsspieler in Doha war am Donnerstagabend sogar der frühere Nationalspieler Sergio Agüero dabei. Der Ex-Profi absolvierte Teile des Trainings und wurde dabei unter anderem von Abwehrchef Nicolás Otamendi gefilmt, der die Videos auf Instagram veröffentlichte.

Stammspieler wie Otamendi und Superstar Lionel Messi waren dagegen nicht dabei und absolvierten teilweise ein Programm im Kraftraum. Die Argentinier greifen am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Titelverteidiger Frankreich nach ihrem dritten WM-Pokal.

20:10 Uhr: Portugal trennt sich von Trainer

Der portugiesische Fußball-Verband hat sich nach dem Viertelfinal-Aus von Trainer Fernando Santos getrennt. Beide Seiten einigten sich darauf, die Zusammenarbeit zu beenden, wie der Verband am Donnerstagabend mitteilte. Es sei nun der richtige Moment, um einen neuen Zyklus zu beginnen, schrieb der Verband in seiner Stellungnahme. Der Vertrag des 68-Jährigen wäre noch bis zur EM 2024 gelaufen. Der Verband erklärte, nun den Prozess zur Suche eines Nachfolgers starten zu wollen.

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Gesundes Altern

Portugal war bei der WM im Viertelfinale überraschend an Außenseiter Marokko gescheitert. Santos hatte anschließend angekündigt, mit dem Verband in Ruhe über seine Zukunft sprechen zu wollen. Der portugiesische Trainer hatte die Mannschaft um Superstar Cristiano Ronaldo 2014 übernommen und zum Europameistertitel 2016 geführt. Wie die portugiesischen Zeitungen „Record“ und „A Bola“ berichteten, soll die portugiesische Trainer-Ikone José Mourinho die favorisierte Lösung von Verbandschef Fernando Gomes für die Nachfolge von Santos sein.

16:47 Uhr: Telekom veröffentlicht Zuschauerzahlen

Nach 62 von 64 Spielen der WM in Katar hat die Telekom erstmals Zuschauerzahlen veröffentlicht. „Bei vier Millionen MagentaTV-Kunden haben wir mit unserer Live-Berichterstattung regelmäßig siebenstellige Nutzungszahlen pro Spieltag erreicht“, sagte Telekom-TV-Chef Arnim Butzen in einer Mitteilung. „Bei den Exklusivspielen hatten wir in der Spitze sogar mehr als 1,5 Millionen Zuschauer.“

Zufrieden mit der Bilanz: die Telekom im WM-Einsatz

Zufrieden mit der Bilanz: die Telekom im WM-Einsatz
Quelle: DeFodi Images via Getty Images/DeFodi Images

Nur das kostenpflichtige Angebot MagentaTV zeigt alle Partien der WM. Zu den exklusiven Übertragungen gehört auch das Spiel um den dritten Platz zwischen Kroatien und Marokko am Samstag (16.00 Uhr). Zahlen, die mit Einschaltquoten von ARD und ZDF vergleichbar sind, lieferte die Telekom nicht. „Sehr hohe Reichweiten“ erzielten laut Butzen „die Highlight-Videos und die digitale Berichterstattung rund um die WM mit mehr als 135 Millionen Videoaufrufen über die Social-Media-Kanäle der Telekom.“

Im Free-TV hat der Sieg Frankreichs gegen Marokko im Halbfinale für die bisher beste Einschaltquote eines Spiels ohne deutsche Beteiligung gesorgt. Durchschnittlich 10,576 Millionen Menschen sahen am Mittwoch den französischen 2:0-Erfolg im ZDF. Das entspricht laut AGF Videoforschung einem Marktanteil von 36,1 Prozent. Im Vergleich zu anderen Turnieren bleibt das Interesse an der WM in Katar geringer.

13:26 Uhr: PSG an der Spitze

Die Spieler des französischen Spitzenklubs Paris Saint-Germain haben bis zum Finale die meisten Treffer dieser WM erzielt. Auf insgesamt 13 Tore kommen die Profis des von Katar alimentierten Vereins, wie aus einer Statistik des Datendienstleisters Opta hervorgeht. Das ist der Höchstwert aller Vereine. Die Superstars Lionel Messi und Kylian Mbappé, die ebenso wie der bereits ausgeschiedene Brasilianer Neymar bei PSG unter Vertrag stehen, sind bislang auch die beiden prägenden Spieler des Turniers in Katar. Vor dem Finale ihrer Teams Argentinien und Frankreich am Sonntag führen sie mit je fünf Treffern die Torschützenliste an.

11:43 Uhr: Voss-Tecklenburgs Kritik an neuem Expertenrat

Martina Voss-Tecklenburg ist eine hohe Angestellte des DFB. Dennoch findet die Bundestrainerin im TV deutliche Worte, als sie zur besten Sendezeit nach dem Expertenrat gefragt wird, der den deutschen Fußball retten soll. Sie fügt der Kritik einen neuen Aspekt hinzu.

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11:01 Uhr: Französischer Innenminister gedenkt getötetem Jungen

Nach dem Unfalltod eines Jugendlichen am Rande einer Fanfeier anlässlich des französischen Einzugs ins WM-Finale hat Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin sein Mitgefühl ausgedrückt. Seine Gedanken seien bei der Familie des Jungen, der im südfranzösischen Montpellier von einem Rowdy überfahren wurde, schrieb Darmanin auf Twitter.

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WM-Halbfinale

Der 14-Jährige war am Mittwochabend von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Er starb im Krankenhaus. Der Fahrer habe sich zunächst in einer Menschengruppe befunden, sagte eine Sprecherin der Polizei. Der Sender RTL berichtete, Videos in den sozialen Netzwerken deuteten darauf hin, dass Jugendliche eine Fahne des Autofahrers abgerissen hätten. Daraufhin habe dieser beschleunigt und einen der jungen Leute erfasst. Der Fahrer flüchtete. Die Suche nach ihm lief am Donnerstagmorgen weiter. Das Auto fanden Einsatzkräfte verlassen in der Nähe des Unfallorts.

10:30 Uhr: Belgien schreibt Stelle des Nationaltrainers öffentlich aus

Belgien sucht auf kuriose Weise einen neuen Nationaltrainer. Der Verband RBFA setzt bei der Suche nach einem Nachfolger für Roberto Martinez auf eine öffentliche Stellenausschreibung. Der Coach hatte nach dem überraschenden Vorrundenaus bei der WM in Katar seinen Rücktritt verkündet.

Die belgische Nationalmannschaft ist auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter

Die belgische Nationalmannschaft ist auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter
Quelle: dpa/Tom Weller

„Der RBFA sucht nach einem Nationaltrainer in Vollzeit, der weiß, wie man gewinnt“, heißt es nun in einer Mitteilung des Verbandes. Die Kriterien für den neuen Mann an der Seitenlinie: „Die nötige internationale Erfahrung auf höchstem Niveau, fußballtaktische Kenntnisse und Einsichten sowie die richtigen persönlichen Fähigkeiten.“

Bis zum 10. Januar können sich Interessenten per Mail bewerben. Neben einem Trainer wird auch ein Sportdirektor Profifußball gesucht.

10:26 Uhr: Macron und Scholz melden sich

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit Blick auf das bevorstehende WM-Finale von Frankreich gegen Argentinien seinen Respekt vor dem argentinischen Fußballstar Lionel Messi zum Ausdruck gebracht. „Er ist ein großartiger Spieler, wenn er in Paris spielt, aber mir ist er in Paris lieber als in seiner Nationalmannschaft“, sagte Macron schmunzelnd über den Spieler von Paris Saint-Germain. Er habe viel Respekt vor dem „wundervollen“ Team Argentiniens.

Mit Blick auf das Finale sei er zuversichtlich, betonte der 44-jährige Staatschef am Rande eines EU-Gipfels in Brüssel. Die französische Mannschaft sei gut vorbereitet. Die Mischung aus erfahrenen und sehr jungen Spielern sei unglaublich. „Ich denke, wir sind der Favorit“, wurde Macron von „L‘Equipe“ zitiert. Gratulationen zum Finaleinzug kamen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). „Das ist jetzt so, dass wir ihr auch viel Erfolg bei dem weiteren Verlauf wünschen“, sagte Scholz.

10:19 Uhr: Mbappé tröstet Hakimi

Frankreichs Fußball-Nationalspieler Kylian Mbappé hat seinen Kumpel und Klub-Kollegen Achraf Hakimi nach dem Halbfinale getröstet und für Marokkos WM-Auftritt gelobt. „Sei nicht traurig, Bro“, schrieb der 23 Jahre alte Offensivspieler von Paris Saint-Germain auf Twitter. „Jeder ist stolz auf das, was ihr geschafft habt. Ihr habt Geschichte geschrieben“, ergänzte Mbappé zu einem Bild von sich und Kumpel Hakimi auf dem Rasen.

Mbappé hatte seinen Teamkollegen beim Katar-Club Paris Saint-Germain nach dem direkten Duell ihrer Nationalteams noch auf dem Platz lange getröstet und umarmt, anschließend tauschten die beiden ihre Trikots. Der Franzose jubelte im Hakimi-Trikot vor den Fans, der frühere Dortmunder Hakimi verließ niedergeschlagen den Platz.

9:30 Uhr: Klinsmann sieht Griezmann als Frankreichs Schlüsselspieler

Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann sieht Antoine Griezmann als Schlüsselfigur bei Frankreich. „Natürlich sticht Kylian Mbappé immer heraus, aber nach diesem Spiel muss man einfach über Griezmann sprechen“, schrieb der 58-Jährige in seinem täglichen Newsletter für den britischen Sender BBC: „Er war das Herz der Mannschaft. Er war mit seinem Passspiel und seiner Übersicht entscheidend nach vorne.“

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Antoine Griezmann spielt eine starke WM
Quelle: AP/Francisco Seco

Man wisse zwar, dass Griezmann das kann, „aber er war auch ohne Ball und in der Verteidigung entscheidend, und das erwartet man vielleicht nicht so sehr von ihm“, ergänzte Klinsmann. Ein Blick in die Statistik zeigt Griezmanns Einfluss. Der 31-Jährige von Atlético Madrid kreierte im WM-Verlauf mit 21 Torchancen so viele wie kein anderer Spieler. Auf Platz zwei folgt Argentiniens Superstar Lionel Messi (18), erst weit dahinter rangieren Griezmanns Teamkollegen Theo Hernández, Ousmane Dembélé und Kylian Mbappé mit jeweils elf.

8:40 Uhr: Deschamps Erwartungen für das Finale

Frankreichs Fußball-Nationaltrainer Didier Deschamps erwartet im WM-Finale gegen Argentinien einen „sehr starken Gegner“. „Wir müssen unsere Qualitäten nutzen, die Schlüsselspieler müssen den Unterschied machen, vielleicht wird das Team gewinnen, das weniger Fehler macht. Wer immer das schaffen wird, wird das Spiel gewinnen“, sagte Deschamps nach dem 2:0 (1:0) im Halbfinale gegen Marokko. Argentiniens Superstar Lionel Messi sei in „großartiger Form“.

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