Wednesday, April 24, 2024

WM 2022: Die heftige Kritik von Philipp Lahm an Fifa-Boss Infantino

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Der frühere Weltmeister Philipp Lahm hat Fifa-Präsident Gianni Infantino scharf für dessen Amtsführung kritisiert. „Die Fifa hat durch den obersten Repräsentanten weiter an Glaubwürdigkeit verloren. Man hat immer mehr den Eindruck, dass Gianni Infantino nicht die beste Lösung im Sinne des Fußballs sucht und dass er schlicht nicht integer ist“, sagte der Cheforganisator der EM 2024 in Deutschland dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Lahm erinnerte an die skandalumwitterte Doppel-Vergabe der Weltmeisterschaft an Russland (2018) und Katar (2022) im Jahr 2010, als Infantino noch nicht beim Weltverband war. „Es geht doch darum, dass das Kind bereits vor zwölf Jahren in den Brunnen fiel, als unter zwielichtigen, merkwürdigsten Umständen dieses Turnier nach Katar vergeben worden ist“, sagte der 39-Jährige. „Infantino macht nicht den Eindruck, als ob er daran etwas ändern will. Er macht sich das Spiel zunutze. Das ist das Problem der Fifa, einer Institution mit Sitz in Europa – nicht des Fußballs. Und das lässt sich nur ändern, indem man künftig endlich auf ein vernünftiges, transparentes Vergabeverfahren setzt.“

„Vor zwölf Jahren fiel das Kind in den Brunnen“, sagt Philipp Lahm über die WM in Katar

Philipp Lahm
Quelle: pa/Panama Pictures/Christoph Hardt

Lahm nahm gleichzeitig die europäischen Verbände in die Pflicht, um zu „verhindern, dass es noch mal zu solch einem Skandal kommt wie bei der WM-Vergabe 2010. Wir müssen Integrität zeigen, Europa muss wehrhaft bleiben.“ , meinte Lahm.

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11:59 Uhr: Baumgarts Klagen

Noch nie zuvor war eine WM so politisch wie das Turnier in Katar. Steffen Baumgart beklagt, dass die Spieler dabei unverschuldet zwischen die Fronten geraten. Der Trainer des 1. FC Köln ist auch erschüttert, wie wenig Unterstützung die Nationalmannschaft von den Deutschen erfährt.

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11:08 Uhr: Großes Sicherheitsaufgebot zum WM-Finale

Für das WM-Finale will Frankreich landesweit etwa 14 000 Polizisten und Gendarmen mobil machen. Das kündigte Innenminister Gérald Darmanin an. Darmanin sagte, es würden auf den Straßen sicherlich Zehntausende Fans unterwegs sein. Französischen Medienberichten zufolge soll die Pariser Prachtmeile Champs-Élysées für das Finalspiel für Fahrzeuge gesperrt werden. Für das Spiel um Platz drei zwischen Marokko und Kroatien am Samstag (16.00 Uhr/Magenta) plant Frankreich ebenfalls ein großes Sicherheitsaufgebot. Mehr als 12 800 Sicherheitskräfte sollen im Einsatz sein. Nach dem Halbfinal-Erfolg Frankreichs gegen Marokko war es am Mittwoch in Paris und anderen Städten zu Ausschreitungen gekommen.

10:16 Uhr: Mazraoui fraglich für Spiel um Platz 3

Marokko muss im Spiel um den dritten Platz möglicherweise auf Noussair Mazraoui vom FC Bayern München verzichten. Der Außenverteidiger habe im Halbfinale gegen Frankreich (0:2) einen „kleinen Schlag“ abbekommen, sagte Trainer Walid Regragui. Der ebenfalls verletzte Kapitän Romain Saïss fällt sicher für die Partie gegen Kroatien aus. „Wir haben einige verletzte Spieler, aber sie wollen alle noch dieses Spiel spielen. Aber wir werden kein Risiko eingehen“, sagte Regragui.

09:51 Uhr: Benzema könnte mit Macron zum Finale reisen

Die verletzten französischen Nationalspieler um Karim Benzema könnten nach Angaben der Sportministerin des Landes gemeinsam mit Präsident Emmanuel Macron zum WM-Finale nach Doha reisen. „Ich weiß, dass er das will. Ich weiß, dass der Plan geprüft wird“, sagte Amélie Oudea-Castera dem TV-Sender RTL. Staatspräsident Macron hatte angekündigt, dass er am Sonntag zum Endspiel gegen Argentinien (16.00 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) erneut nach Doha reisen wird.

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„Es ist auf jeden Fall der Wunsch des Präsidenten, dass es ihm gelingt, sie an Bord zu holen“, sagte Oudea-Castera über eine mögliche Reise der verletzten Spieler zum Endspiel. Die Profis sollten ihren Part „in diesem Abenteuer“ übernehmen können. Offizielle Aussagen des Verbands gab es dazu zunächst nicht, Nationaltrainer Didier Deschamps hatte nach dem Halbfinale gegen Marokko (2:0) eine Antwort auf die Frage nach Benzema verweigert. Der Profi von Real Madrid hatte sich kurz vor Beginn des Turniers verletzt und gehört offiziell noch zum WM-Aufgebot der L‘Équipe Tricolore. Gleiches gilt für Bayern-Profi Lucas Hernández, der sich im Auftaktspiel einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

08:40 Uhr: Zwei Premieren im TV und Radio beim WM-Finale

Der Schluss-Akt der WM bringt medial noch einmal zwei Premieren: In Julia Metzner wird am Sonntag im Lusail Iconic Stadium erstmals eine Frau ein Finale bei einer Männer-Weltmeisterschaft im ARD-Hörfunk kommentieren. Und Wolff Fuss – sonst in Bundesliga- und Champions-League-Stadien fast schon zu Hause – darf für MagentaTV sein persönliches WM-Endspiel-Debüt am Mikrofon erleben. Das Erste schickt für seine TV-Übertragung vom Turnier-Höhepunkt zwischen Titelverteidiger Frankreich und Argentinien in Tom Bartels einen Reporter mit ganz besonderer Final-Erfahrung ans Mikrofon.

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08:23 Uhr: Weltmeister Djorkaeff: Frankreich leicht favorisiert

Frankreichs 1998er-Weltmeister Youri Djorkaeff hält das Endspiel zwischen der französischen und der argentinischen Mannschaft für „das logische Finale dieser WM. Das wird ein großer Moment für den Fußball“, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi des 1. FC Kaiserslautern beim „Legenden Cup“, der aktuell mit ehemaligen Fußball-Stars in Doha stattfindet. „Vielleicht haben die meisten hier Brasilien im Finale erwartet. Aber Argentinien hatte viel zu leiden, hat ein großes Herz gezeigt und hat sich dieses Finale verdient“, sagte Djorkaeff weiter. „Die schwierigen Erfahrungen gegen Saudi-Arabien oder die Niederlande haben sie vielleicht sogar befreit.“

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