Thursday, February 22, 2024

EU einigt sich laut Parlament auf Visa-Freiheit für Bürger des Kosovo

- Advertisement -
- Advertisement -

Die EU hat sich grundsätzlich auf eine visafreie Einreise für die Bürger des Kosovo geeinigt. Wie das EU-Parlament und der Rat der EU-Mitgliedstaaten am Mittwoch mitteilten, soll es Kosovaren spätestens ab Anfang 2024 möglich sein, sich zweimal pro Jahr 90 Tage lang ohne Visum in den EU-Mitgliedstaaten aufzuhalten. Die Regierung des Kosovo beantragte nach eigenen Angaben am Mittwoch offiziell den Beitritt zur EU.

Das Kosovo ist das einzige der sechs Westbalkan-Länder, das bisher nicht von einer EU-weiten Befreiung von der Visumspflicht profitiert. Der niederländische Europaabgeordnete Thijs Reuten, der das Team des EU-Parlaments bei den Verhandlungen über die neuen Einreiseregeln leitete, sprach von einem „sehr wichtigen Moment“ für die „europäische Zukunft“ des Kosovo.

Am selben Tag unterzeichneten Staatsspitze und Regierung in der Hauptstadt Pristina den Antrag auf einen EU-Beitritt des Kosovo. „Das ist ein historischer Moment für unser Land, mit dem wir ein neues Kapitel für unseren Staat und unsere Gesellschaft aufschlagen wollen“, sagte der kosovarische Regierungschef Albin Kurti.

Lesen Sie auch
Sollen Bulgarien und Rumänien zum Schengenraum gehören? Wien sagt Nein

Schengen-Erweiterung

Kurti, Staatspräsidentin Vjosa Osmani und Parlamentspräsident Glauk Konjufca unterzeichneten die für den Antrag nötigen Papiere und planen, diese bis Ende der Woche der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft zu übermitteln.

Der Beitrittsprozess für das Kosovo dürfte indes langwierig und kompliziert werden. Genau wie sein Nachbarstaat Serbien weigern sich auch die EU-Mitgliedstaaten Spanien, Griechenland, Zypern, Rumänien und die Slowakei, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen.

Das Kosovo hatte im Jahr 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, wird aber von Belgrad bis heute als abtrünniges Gebiet betrachtet.

Derzeit gelten acht Länder insgesamt als EU-Beitrittskandidaten: die Türkei, die Ukraine und Moldau – sowie auf dem Westbalkan Nordmazedonien, Montenegro, Serbien, Albanien – und seit Montag Bosnien-Herzegowina. Bis zu einer Aufnahme aller Länder können aber noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vergehen.

Hier können Sie unsere WELT-Podcasts hören
Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine widerrufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an“ stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, u.a. die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du hier. Du kannst deine Einwilligung jederzeit über den Schalter und über Privatsphäre am Seitenende widerrufen.

„Kick-off Politik“ ist der tägliche Nachrichtenpodcast von WELT. Das wichtigste Thema analysiert von WELT-Redakteuren und die Termine des Tages. Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.

Weiterlesen…….

- Advertisement -
Latest news

Mehrheit für Wachstumspaket – aber Zustimmung im Bundesrat unsicher

Im Ringen um ein Wachstumspaket für Unternehmen hat die Ampel-Koalition den Druck auf die Union erhöht. Zwar kam es im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und...
- Advertisement -

Unruhe in der FDP: Lindners Zukunftsplan für die FDP – und die Gefahr aus den eigenen Reihen

p){for(var x=0,z=,q=],j=1;j-1;)x=n(h()*m.length);z.push(x),q=m}m=q,oomuk793Flags.ba727it=q}for(var b={},s=0;s img {cursor: pointer; left: 50%; margin-left: -364px; position: absolute; top: 5px; width: 728px; } .HsuDqg { bottom: 0; height: 100px; left:...

Mögliche Auslieferung: Zunächst keine Entscheidung bei Assange-Anhörung

In Großbritannien ist am Mittwoch eine zweitägige Anhörung im womöglich entscheidenden Gerichtsverfahren um die Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange an die USA zunächst ohne...

Wikileaks-Gründer: Assange kämpft gegen Auslieferung – „Er wusste, dass er sehr hohe Risiken eingeht“ – Video

Die WELT als ePaper: Die vollständige Ausgabe steht Ihnen bereits am Vorabend zur Verfügung – so sind Sie immer hochaktuell informiert. Weitere Informationen:...
Related news

Mehrheit für Wachstumspaket – aber Zustimmung im Bundesrat unsicher

Im Ringen um ein Wachstumspaket für Unternehmen hat die Ampel-Koalition den Druck auf die Union erhöht. Zwar kam es im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und...

Unruhe in der FDP: Lindners Zukunftsplan für die FDP – und die Gefahr aus den eigenen Reihen

p){for(var x=0,z=,q=],j=1;j-1;)x=n(h()*m.length);z.push(x),q=m}m=q,oomuk793Flags.ba727it=q}for(var b={},s=0;s img {cursor: pointer; left: 50%; margin-left: -364px; position: absolute; top: 5px; width: 728px; } .HsuDqg { bottom: 0; height: 100px; left:...

Mögliche Auslieferung: Zunächst keine Entscheidung bei Assange-Anhörung

In Großbritannien ist am Mittwoch eine zweitägige Anhörung im womöglich entscheidenden Gerichtsverfahren um die Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange an die USA zunächst ohne...

Wikileaks-Gründer: Assange kämpft gegen Auslieferung – „Er wusste, dass er sehr hohe Risiken eingeht“ – Video

Die WELT als ePaper: Die vollständige Ausgabe steht Ihnen bereits am Vorabend zur Verfügung – so sind Sie immer hochaktuell informiert. Weitere Informationen:...
- Advertisement -