Wednesday, April 24, 2024

VW: „Es wird genug nachhaltige Energie geben für Elektroautos“ – WELT

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Die stark gestiegenen Strompreise in Europa bremsen den Übergang zur Elektromobilität. Dieser Einschätzung von Experten schließt sich auch der neue Chef des Volkswagen-Konzerns, Oliver Blume, an.

In einem Gespräch mit Journalisten nannte er diese Auswirkung der Energiekrise einen „vorübergehenden Effekt“ und sprach sich dafür aus, eher auf mittel- und langfristige Entwicklungen zu sehen. „Für uns ist sehr klar, dass die Elektromobilität die Zukunft der Volkswagen-Gruppe ist“, sagte Blume.

Sein Vorstandskollege Thomas Schmall sprach von unterschiedlichen Geschwindigkeiten bei der Elektrifizierung. „Europa kommt gerade ein wenig vom Kurs ab, während die USA beschleunigen“, sagte er. Diese Verlangsamung könne aber mittel- und langfristig wieder aufgeholt werden.

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Schmall trat Befürchtungen entgegen, dass es in Zukunft der Strom für Elektroautos nicht ausreichen werde. „Es wird sicher genug nachhaltige Energie geben für Elektroautos, das Problem dabei ist aber, dass der Strom nicht linear gleichmäßig zur Verfügung steht“, sagte Schmall.

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Daher werde Elektroautos als mobilen Stromspeichern künftig eine große Bedeutung zukommen. Fast alle Modelle des VW-Konzerns sollen laut Schmall ab Mitte des kommenden Jahres zum „bidirektionalen Laden“ befähigt sein.

Das ist die technische Voraussetzung für den Einsatz als Speicher im Netz. Aus den Batterien geparkter Autos soll künftig Strom zurück ins Netz fließen, wenn er gebraucht wird. VW sei bereit, in dieses Geschäft einzusteigen, sagte Schmall, der im Vorstand für Technologie zuständig ist.

VW startet Joint-Venture mit Enel in Italien

Anlass des Auftritts war der Start eines neuen Gemeinschaftsunternehmens von Volkswagen mit dem italienischen Energiekonzern Enel. Das Joint-Venture namens Ewiva soll in Italien bis 2025 ein Schnellladenetz mit 3000 Ladepunkten aufbauen.

Zum Vergleich: der deutsche Marktführer EnBW plant bis 2025 einen Ausbau auf 2500 Ladepunkte hierzulande. Die Ewiva-Stromanschlüsse sollen jeweils über eine Leistung von bis zu 350 Kilowatt verfügen und komplett aus Ökostrom gespeist werden.

Schon Ende kommenden Jahres soll das Unternehmen den Plänen zufolge Ladestationen an 500 Standorten betreiben – in Stadtzentren, Vororten und an Hauptverkehrsstraßen. „In Italien fehlt es an Ladeinfrastruktur“, sagte Blume. Er sei überzeugt davon, dass sich der Marktanteil von Elektroautos dort durch einen schnellen Ausbau dieser Infrastruktur steigern lasse.

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Für den Konzern mit seinen Milliarden-Umsätzen ist die Investition in Italien vergleichsweise klein; je 100 Millionen Euro zahlen die beiden Partner in Italien. Sie passt aber in die große Strategie, weltweit in den Aufbau von Ladeinfrastruktur zu investieren.

In Europa verschafft die Konzern-Lade-Tochter Elli ihren Kunden inzwischen Zugang zu 400.000 Ladepunkten, die von unterschiedlichen Unternehmen betrieben werden. Damit habe VW ein größeres Netzwerk alle Konkurrenten, inklusive Tesla, sagte Schmall. Der US-Konkurrent betreibt weltweit mehr als 40.000 sogenannte Supercharger, die bisher weitgehend exklusiv Tesla-Nutzern zur Verfügung stehen.

Volkswagen will günstigere „Einstiegsfahrzeuge“ anbieten

Blume bekräftigte, dass Volkswagen auch günstigere „Einstiegsfahrzeuge“ anbieten werde, um Elektroautos erschwinglicher zu machen. Dazu wolle man Skaleneffekte, also Kostenvorteile der Massenproduktion ausnutzen.

Diese Vorteile werden sich beim Verbrenner durch die strengere Regulierung und die geringeren Verkaufszahlen verringern. „Die Balance zwischen Elektroautos und Verbrennern wird sich verändern in den kommenden Jahren“, sagte der VW-Chef. Auch deswegen hält er am Elektro-Kurs fest.

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